Diplomarbeit, 2008
63 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Wichtige politische, kulturelle und soziologische Einschnitte in Deutschland von den 60-er zu 80-er Jahren des 20. Jahrhunderts
3.1 Charakterisierung der Generation Golf aufgrund Generation Golf von Florian Illies
3.2 Generation Golf zwei – eine langweilige Fortsetzung oder eine ganz neue Perspektive?
3.3 Vergleich – Generation Golf von Florian Illies und Zonenkinder von Jana Hensel
4. Christian Krachts Faserland
5. Spielzone von Tanja Dückers
6. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht das literarische Phänomen der "Generation Golf" innerhalb der zeitgenössischen deutschsprachigen Literatur. Ziel ist es, die kulturelle und politische Situation der um 1968 Geborenen zu analysieren, den Begriff der "Generation Golf" zu definieren und zentrale Werke dieser Strömung, wie die Romane von Florian Illies, Christian Kracht und Tanja Dückers, kritisch zu beleuchten sowie vergleichend mit dem Werk von Jana Hensel zu analysieren.
3.1 Charakterisierung der Generation Golf aufgrund Generation Golf von Florian Illies
In den 90-er Jahren des 20. Jahrhunderts ist eine unübersehbare Tendenz aufgetaucht – das Streben nach der offiziellen und allgemeingültigen Benennung verschiedener Literaturgruppierung und Schriftstellerkreise. Kollektivereignisse stellen nicht mehr das wichtigste Kriterium für Bestimmung der Generationen dar, sondern individuelle Bedürfnisse und Ansichten stehen jetzt im Vordergrund.
So wurden die “89-er Generation“, “Generation X“, “Generation Berlin“, “Generation Käfer“ oder z.B. “Generation @“ bestimmt. Unter den frisch benannten literarischen und soziologischen Gruppen ist auch solche Generation erschienen, die die Bezeichnung eines der beliebtesten Autos der Autofabrik Volkswagen im Namen trägt – Generation Golf. Der Nenner fast aller Gruppierungen, die sich in den späteren 80-er und 90-er Jahren herausgebildet haben, ist die gemeinsame Bemühung sich von der Nachkriegsgeneration und von der 68-er Generation zu unterscheiden und auszugrenzen.
Was die Literatur angeht, unterscheiden sich wesentlich die Generation Golf oder allgemein die unpolitische und oberflächliche Popliteratur z.B. von der Gruppe 47, die sich auf die Aufarbeitung der Vergangenheit Deutschlands konzentriert hat.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in das Thema der "Generation Golf" in der tschechischen Literaturwissenschaft ein und erläutert die Auswahl der analysierten Primärliteratur sowie das methodische Vorgehen.
2. Wichtige politische, kulturelle und soziologische Einschnitte in Deutschland von den 60-er zu 80-er Jahren des 20. Jahrhunderts: Dieses Kapitel skizziert die historischen Rahmenbedingungen, insbesondere das Jahr 1968 und die Studentenbewegung, die die Prägung der späteren Generation Golf maßgeblich beeinflussten.
3.1 Charakterisierung der Generation Golf aufgrund Generation Golf von Florian Illies: Es wird die Definition der Generation Golf durch Florian Illies als soziologische und kulturelle Tatsache analysiert, wobei der Fokus auf dem Identitätsbegriff und den Lebensmerkmalen dieser Gruppe liegt.
3.2 Generation Golf zwei – eine langweilige Fortsetzung oder eine ganz neue Perspektive?: Hier erfolgt eine kritische Betrachtung der Fortsetzung von Illies, bei der die veränderte, krisenorientierte Wahrnehmung der Generation sowie die Hinwendung zu politischeren Themen diskutiert werden.
3.3 Vergleich – Generation Golf von Florian Illies und Zonenkinder von Jana Hensel: Dieses Kapitel vergleicht die Sichtweisen der westdeutschen "Generation Golf" mit der ostdeutschen Perspektive von Jana Hensel auf Kindheit und Identitätsfindung.
4. Christian Krachts Faserland: Eine Analyse des Romans Faserland, wobei das Werk als Ausdruck einer oberflächlichen Konsumgesellschaft und der Identitätslosigkeit der Protagonisten gedeutet wird.
5. Spielzone von Tanja Dückers: Die Untersuchung des Romans von Tanja Dückers zeigt, wie das "Patchwork-Leben" in Berlin als Spiegelbild der Lebensgefühle der Generation Golf und darüber hinaus dargestellt wird.
6. Zusammenfassung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Problematik der Literaturbewertung einer so jungen Generation sowie den Mangel an Sekundärliteratur.
Generation Golf, Florian Illies, Popliteratur, Identität, Konsumgesellschaft, Deutschland, Ostalgie, Jana Hensel, Christian Kracht, Faserland, Tanja Dückers, Spielzone, 90er Jahre, Studentenbewegung, Literaturanalyse
Die Arbeit analysiert das literarische und soziologische Phänomen der sogenannten "Generation Golf" in der zeitgenössischen deutschen Literatur der 90er Jahre.
Zu den zentralen Themen gehören Identitätsfindung, Konsumverhalten, der Umgang mit politischer Geschichte sowie der Vergleich von west- und ostdeutschen Erfahrungen.
Das Ziel ist die theoretische Einordnung und Charakterisierung der Generation Golf anhand der Romane von Florian Illies, Christian Kracht und Tanja Dückers sowie deren Abgrenzung zu anderen Generationen.
Es handelt sich um eine subjektive literaturwissenschaftliche Analyse, die den Inhalt der ausgewählten Primärliteratur systematisch mit soziologischen und historischen Kontexten vergleicht.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Textanalyse von Illies' "Generation Golf"-Bänden, dem Vergleich mit Hensels "Zonenkinder" und der Betrachtung von Krachts "Faserland" sowie Dückers' "Spielzone".
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Generation Golf, Popliteratur, Identität, Konsumgesellschaft und das Spannungsfeld zwischen Ost- und Westdeutschland aus.
Die Autorin sieht in den gesellschaftlichen Umbrüchen der 68er Jahre den historischen Hintergrund, von dem sich die Generation Golf durch Entpolitisierung und Fokus auf das eigene Ego bewusst abgrenzt.
Während Illies' Darstellung eine westdeutsche, unpolitische und konsumorientierte Sichtweise betont, reflektiert Hensel in "Zonenkinder" die spezifisch ostdeutsche Identitätssuche nach dem Mauerfall.
Der Roman wird als repräsentativ erachtet, da der Protagonist typische Merkmale wie Oberflächlichkeit, ständiges Reisen, Konsumdenken und eine deutliche Distanz zu tiefergehenden Emotionen oder Verantwortung verkörpert.
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