Bachelorarbeit, 2021
78 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Mediennutzung und Medienverhalten von Kindern und Jugendlichen
2.1 Gerätebesitz
2.2 Inhaltliche Aspekte der Mediennutzung
2.3 Beliebteste Internetangebote
2.4 Risiken und Gefahren im digitalen Raum
2.5 Zusammenfassung
3. Das Phänomen Cybermobbing
3.1 Vom Mobbing zum Cybermobbing
3.2 Begriffsbestimmung Cybermobbing
3.3 Formen von Cybermobbing
3.4 Klassische Mobbing vs. Cybermobbing
3.5 Häufigkeit von Cybermobbing
3.6 Cybermobbing Rollen
3.7 Rechtliche Aspekte im Zusammenhang mit Cybermobbing
3.8 Zusammenfassung
4. Schulsozialarbeit
4.1 Begriffsklärung und Definition Schulsozialarbeit
4.2 Zielgruppen und Ziele von Schulsozialarbeit
4.2.1 Kinder und Jugendliche
4.2.2 Lehrpersonal und im Schulkontext Tätige
4.2.3 Erziehungsberechtigte
4.2.4 Kooperationspartner
4.3 Angebote, Methoden und Handlungsprinzipien der Schulsozialarbeit
4.3.1 Angebote der Schulsozialarbeit
4.3.2 Methoden der Schulsozialarbeit
4.3.3 Handlungsprinzipien der Schulsozialarbeit
4.4 Spezielle Rahmenbedingungen der Schulsozialarbeit an der Bergschule X
4.5 Zusammenfassung
5. Maßnahmen gegen Cybermobbing an Schulen
5.1 Grundsätzliche Überlegungen
5.2 Handlungsebenen
5.2.1 Maßnahmen auf Schulebene
5.2.2 Maßnahmen auf Klassenebene
5.2.3 Maßnahmen auf individueller Ebene
5.2.4 Maßnahmen gegen Cybermobbing
5.3 Zusammenfassung
6. Möglichkeiten und Grenzen der Schulsozialarbeit gegen Cybermobbing
7. Fazit
Diese Arbeit untersucht, welche Möglichkeiten und Grenzen die Schulsozialarbeit hat, um dem Phänomen Cybermobbing unter Kindern und Jugendlichen im Lebensraum Schule effektiv zu begegnen. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse geeigneter präventiver und intervenierender Strategien unter Berücksichtigung der schulischen Rahmenbedingungen.
3.1 Vom Mobbing zum Cybermobbing
Die meisten Definitionsversuche von Cybermobbing haben gemeinsam, dass sie sich auf den Begriff des klassischen, traditionellen oder analogen Mobbings beziehen und Cybermobbing als eine entsprechende Unterform in der digitalen Welt verstehen (vgl. Schenk 2020, S. 175). Obwohl dieses Verständnis zu kurz greift und Cybermobbing einige spezifische Besonderheiten aufweist, welche zentrale Annahmen des traditionellen Mobbingbegriffes verletzen, muss man, um Cybermobbing zu verstehen, demnach zunächst wissen, was traditionelles Mobbing bedeutet (vgl. Wachs et al. 2016, S. 82; Schenk 2020, S. 275).
Mobbing ist ein wesentlicher Risikofaktor sowohl für emotionale als auch Verhaltensprobleme. Da Mobbing viele unterschiedliche Erscheinungsformen hat, ist es schwierig, eine Definition zu finden, die alle Facetten des Mobbings einschließt. Um Mobbing und betroffene Kinder frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, ist es dennoch notwendig, Mobbing zu verstehen und sich an eine Begriffsbestimmung anzunähern (vgl. Politi 2020, S. 2).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche und führt in die Problematik des Cybermobbings bei Kindern und Jugendlichen sowie die Rolle der Schulsozialarbeit ein.
2. Mediennutzung und Medienverhalten von Kindern und Jugendlichen: Dieses Kapitel analysiert das Medienverhalten auf Basis aktueller Studien und zeigt auf, wie tiefgreifend digitale Medien den Alltag von Schülern durchdringen.
3. Das Phänomen Cybermobbing: Hier werden Definitionen, Erscheinungsformen, Rollen im Mobbingprozess sowie die rechtlichen Aspekte und die Besonderheiten von Cybermobbing gegenüber klassischem Mobbing dargelegt.
4. Schulsozialarbeit: Dieser Abschnitt definiert das Arbeitsfeld der Schulsozialarbeit, beschreibt deren Zielgruppen, Methoden und Grundprinzipien sowie die spezifischen Rahmenbedingungen an der Bergschule X.
5. Maßnahmen gegen Cybermobbing an Schulen: Es werden praxisnahe Handlungsoptionen auf verschiedenen Ebenen vorgestellt, darunter der „No Blame Approach“ und spezielle Präventionsprogramme wie „Surf-Fair“.
6. Möglichkeiten und Grenzen der Schulsozialarbeit gegen Cybermobbing: Das Kapitel bewertet die Umsetzbarkeit der genannten Maßnahmen und reflektiert die strukturellen sowie personellen Grenzen der Schulsozialarbeit.
7. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer kooperativen Zusammenarbeit zur wirksamen Bekämpfung von Cybermobbing.
Cybermobbing, Schulsozialarbeit, Mediennutzung, Prävention, Intervention, Jugendliche, Mobbing, No Blame Approach, Surf-Fair, Medienkompetenz, Schulklima, Gruppendynamik, Erziehung, digitale Gewalt, Beratungsarbeit
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schulsozialarbeit präventiv und intervenierend gegen Cybermobbing in Schulen wirken kann und wo dabei die Grenzen liegen.
Die Arbeit fokussiert auf Mediennutzungsverhalten, Definitionen von Mobbing und Cybermobbing, die Rollenstruktur bei Mobbing-Prozessen sowie die methodischen Ansätze der Schulsozialarbeit.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch aktuelle medienpädagogische Studien (wie die JIM-Studie) sowie fachwissenschaftliche Literatur zu Mobbing und Schulsozialarbeit.
Der Hauptteil gliedert sich in eine medienpädagogische Analyse, eine detaillierte Auseinandersetzung mit Mobbing-Phänomenen, die Beschreibung der Schulsozialarbeit und die Vorstellung konkreter Interventionsmaßnahmen.
Die Arbeit definiert Schülerinnen und Schüler als Hauptzielgruppe, betont aber die Notwendigkeit, auch Eltern, Lehrkräfte und Kooperationspartner in den systemischen Ansatz einzubeziehen.
Es handelt sich um ein staatlich anerkanntes katholisches Gymnasium, an dem das Projekt "Surf-Fair" und der "No Blame Approach" zur Anwendung kommen.
Die Anonymität erschwert die Identifikation der Täter und verhindert oft den direkten Blickkontakt, was bei Tätern die Empathie mindert und die Hemmschwelle für Angriffe senkt.
Dies ist ein lösungsorientierter Ansatz, bei dem auf Schuldzuweisungen verzichtet wird, um stattdessen die Täter und Unterstützer als Helfer in einen Prozess zur Verbesserung der Situation für das Opfer einzubinden.
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