Bachelorarbeit, 2008
82 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1.Digitales Fernsehen
2. Definition und Abgrenzung von IPTV und WebTV
2.1 IPTV
2.2 WebTV
2.3. Push & Pull Prinzip
3. Zusatznutzen von IPTV bzw. WebTV
3.1. Video-on-Demand
3.2. Interaktivität und Rückkanal
3.2.1 Personalisierbares Fernsehen / Werbung
3.2.2 Zukünftige Möglichkeiten von IPTV durch den Rückkanal
3.3. Festplattenrecorder und Timeshifting
4. Übertragungstechnologie
4.1 Übertragungstechnologie für IPTV
4.1.1. IP Settopbox als Empfänger von IPTV
4.1.2. Komprimierte Übertragung
4.1.3. DSL Technologien und Übertragungsraten
4.1.4. Andere Übertragungswege als DSL im Überblick
4.1.5. Standardisierung von IPTV Lösungen
4.1.5.1. DVB Project (Digital Video Broatcasting)
4.1.5.2 Open-IPTV-Forum
4.2 Übertragungstechnologie von WebTV
4.2.1 Streaming WebTV
4.2.2 Peer to Peer Web TV (P2P)
5. IPTV Angebote in Deutschland
5.1. Triple Play
5.2 Telekommunikationsunternehmen als neue Player auf dem Fernsehmarkt
5.2.1. Die deutsche Telekom AG - T-Home IPTV „Entertain“ IPTV
5.2.2 Alice „homeTV“
6. Konkurrenz auf dem Fernsehmarkt
6.1 DVB-T
6.2 Trippleplay-Angebote der Kabelnetzbetreiber
5.2.1 Kabel Deutschland (KD)
6.2.2 IP-Dienste in Zukunft über DSL oder Fernsehkabel?
7. WebTV Angebote
7.1. Peer to Peer TV - Die Verschmelzung von IPTV und WebTV
7.1.2 Zattoo
7.2 Videoportale der privaten Fersehsender im Internet
7.2.1 Maxdome: Kostenpflichtiges Videofilmarchiv von Pro7/ Sat1
7.3. IPTV oder WebTV - Wettbewerb oder Konvergenz?
8. Der deutsche IPTV Markt
8.1. Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Situation auf dem deutschen Fernsehmarkt
8.1.1 Verbreitung von IPTV
8.2 Nutzeranalyse
8.2.1. Internetnutzung
8.2.2. Fernsehnutzung
8.2.3. Bekanntheit und Akzeptanz von IPTV
8.2.3.1 Erwartungen der Nutzer
8.2.3.2 Wechselbereitschaft und Preisakzeptanz der Nutzer
9. Die Zukunft von IPTV
9.1 Prognosen
9.2 Marktbarrieren und Verbesserungsmöglichkeiten
9.3 Ein Ausblick in das Jahr 2012
10. Fazit
Die Arbeit untersucht das Potenzial von IPTV und WebTV als neue Übertragungswege auf dem deutschen Fernsehmarkt und analysiert den technologischen Wandel sowie den Wettbewerb zwischen traditionellen Anbietern und neuen Telekommunikationsunternehmen.
3.2.1 Personalisierbares Fernsehen / Werbung
Die Rückanalfähigkeit der Übertragungstechnik ermöglicht es, personalisierbares Fernsehen anzubieten. Programmvorschläge orientieren sich an Sehgewohnheiten. Bewertungen und Sehdauer werden gespeichert und zu einem Nutzerprofil zusammengefügt. So werden die Programmvorschläge, die dem Nutzer vorgelegt werden, sehr genau auf seine Bedürfnisse angepasst. Interessiert sich beispielsweise ein Kunde besonders für einzelne Sportarten wie z.B. Basketball, werden ihm die als nächstes übertragenen Spiele in der Listenhierarchie an oberster Stelle angezeigt.
Die Möglichkeiten im Rahmen von IPTV Diensten über klassische Werbeformen hinaus Werbeeinnahmen zu erzielen sind sehr vielfältig.
Durch die Anbindung des Fernsehgerätes an das Internet werden sich durch Portale, Electronic Programm Guides (elektronischer Programmführer, EPG) und Webpages neue Werbeflächen ergeben.
In diesem Zusammenhang wird immer wieder die Möglichkeit der personalisierten Werbung betont. Experten erwarten, das dieses so genannte „Target Advertising“, zu deutsch zielgerichtetes Werben, in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird. Bei dieser Ansprache von einer homogenen Zielgruppe entstehen sehr geringe Streuverluste im Gegensatz zu herkömmlichen Werbeformen. Beispielsweise kann es in Zukunft möglich sein, dass während der Werbeunterbrechung der Tour de France der Fahrradhändler von nebenan die aktuellen Angebote bewirbt und so Käufer im direkten geografischen Umfeld anspricht. Der geringste Streuverlust wird durch Target Advertising in Spartenkanälen erzielt, da hier ein thematisches Umfeld mit klarem Profil vorhanden ist. Marken, deren Produkte sich in einem ähnlichen Umfeld befinden, finden hier ein ideales Werbeumfeld.
1.Digitales Fernsehen: Vermittlung der technischen Grundlagen der Digitalisierung für das Verständnis der weiteren Arbeit.
2. Definition und Abgrenzung von IPTV und WebTV: Differenzierung zwischen den Konzepten IPTV und WebTV sowie Einordnung in die Pull-Medien-Systematik.
3. Zusatznutzen von IPTV bzw. WebTV: Erläuterung von Mehrwerten wie Video-on-Demand, Interaktivität und Timeshifting für den Nutzer.
4. Übertragungstechnologie: Analyse der technischen Infrastrukturen für IPTV und WebTV inklusive Standardisierungsfragen.
5. IPTV Angebote in Deutschland: Vorstellung der Triple-Play-Strategien und Markteintritt der Telekommunikationsanbieter.
6. Konkurrenz auf dem Fernsehmarkt: Bewertung der Wettbewerbssituation durch DVB-T und Kabelnetzbetreiber.
7. WebTV Angebote: Vorstellung von P2P-Lösungen und Videoportalen als alternative oder hybride Distributionsmodelle.
8. Der deutsche IPTV Markt: Bestandsaufnahme der aktuellen Marktsituation und tiefgehende Nutzeranalyse.
9. Die Zukunft von IPTV: Prognosen zur Marktentwicklung bis 2012 und Identifikation von Barrieren.
10. Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Potenzials von IPTV als vierter Übertragungsweg.
IPTV, WebTV, Digitales Fernsehen, Triple Play, Video-on-Demand, Rückkanal, Breitband, DSL, VDSL, Settop-Box, Mediennutzung, Marktbarrieren, Nutzeranalyse, Standardisierung, Konvergenz
Die Bachelorarbeit untersucht den Wandel des deutschen Fernsehmarktes durch die Einführung von IPTV und WebTV.
Die Arbeit behandelt technologische Grundlagen, aktuelle Marktangebote, die Rolle von Telekommunikationsanbietern sowie die Akzeptanz und Erwartungen der Nutzer.
Das Ziel ist es, zu analysieren, ob IPTV das Potenzial besitzt, sich als vierter Übertragungsweg neben Kabel, Satellit und Terrestrik zu etablieren.
Es handelt sich um eine medienwirtschaftliche Analyse, die Marktstrukturen untersucht, Expertenprognosen vergleicht und eine Nutzeranalyse auf Basis von Studien vornimmt.
Der Hauptteil gliedert sich in technische Grundlagen, die Vorstellung konkreter Anbieter und Angebote, eine Wettbewerbsanalyse sowie eine detaillierte Nutzeranalyse.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie IPTV, Konvergenz, Triple Play, Interaktivität und Nutzerakzeptanz geprägt.
T-Home setzt auf teure VDSL-Technologie für HD-Inhalte und Bundesliga-Rechte, während Alice eine günstigere ADSL-basierte Strategie mit einem kundenorientierten, monatlich kündbaren Modell verfolgt.
Der Rückkanal ermöglicht erst die Interaktivität zwischen Anbieter und Nutzer, wodurch das Fernsehen vom reinen passiven Push-Medium zu einem interaktiven Pull-Medium wird.
Zu den Haupthindernissen zählen hohe Preise, lange Vertragsbindungen, mangelnde Bekanntheit der Technologie sowie die bestehende, für den Nutzer vermeintlich "kostenlose" Free-TV-Landschaft.
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