Masterarbeit, 2021
111 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Flüchtlingskinder in Deutschland
2.1 Begriffsdefinition „Flüchtlingskind“
2.2 Krieg, Flucht und Vertreibung
2.2.1 Politische Dimensionen
2.2.2 Krieg und Flucht im Kindesalter
2.2.3 Die Bildungssituation und deren Herausforderung für Flüchtlingskinder in Deutschland
3. Trauma & Traumatisierung
3.1 Begriffsbestimmung – Was ist ein Trauma?
3.1.1 Entstehung
3.1.2 Traumatypologie
3.1.3 Posttraumatische Belastungsstörung
3.2 Frühkindliche Traumatisierung
3.2.1 Krieg und Flucht als Ursache von Traumatisierung im Kindesalter
3.2.2 Risiko- und Schutzfaktoren – Die Bedeutung der Resilienz
3.2.3 Traumafolgestörungen und deren Bedeutung für das Kind
4. Lernen trotz Trauma – Auswirkungen auf das Lern- und Sozialverhalten
4.1 Lernen – eine Definition
4.2 Sozialverhalten – eine Definition
4.3 Traumatische Erlebnisse als Auslöser für Lernschwierigkeiten und Verhaltensstörungen
5. Traumapädagogik im Kontext Schule
5.1 Die Entstehung der Traumapädagogik und ihre Grundsätze
5.2 Die Schule als traumapädagogisches Handlungsfeld
5.2.1 Die Auswirkungen von Traumata auf Schule und Unterricht
5.2.2 Die Schule als „sicherer Ort“
5.2.3 Die Bedeutung der Kooperation zwischen Schule, Eltern und beteiligten Professionen
6. Präventive Möglichkeiten der Lehrerkompetenzen im Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen und die Bedeutung der Supervision
7. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen traumatischer Flucht- und Kriegserfahrungen auf das Lern- und Sozialverhalten von Flüchtlingskindern in deutschen Schulen, mit dem Ziel, pädagogische Handlungsmöglichkeiten zur Unterstützung dieser Kinder abzuleiten.
3.1 Begriffsbestimmung – Was ist ein Trauma?
Ein traumatisches Erlebnis hat Einfluss auf das Leben eines Menschen und wirkt sich auf innere Steuerungsprozesse aus. Aber was ist ein Trauma? Diese Frage muss für das Verständnis der Einflussfaktoren auf die Entwicklungsprozesse des Kindes geklärt werden.
Das Wort Trauma stammt aus dem Griechischen und bedeutet Wunde. Es ist eine „seelische Verletzung, die durch extremes psychisches Stresserleben verursacht wird.“ (WEMBER/STEIN/HEIMLICH 2014, 77). Dabei stehen die Traumatisierten unter anhaltendem Stress, der sich durch die spezifische Symptomatik und Körperreaktion äußert. Dieser beeinflusst die schulischen Leistungen und nimmt Einfluss auf das Lernverhalten der Schülerinnen und Schüler (vgl. ebd.).
Ein Trauma ist ein Erlebnis, welches sich nicht in unser Weltbild integrieren lässt und sich von allen bisherigen Erfahrungen abhebt. Dabei wird das eigene Weltverständnis, sowie Selbstbild zerstört, einhergehend mit dem Verlust des Vertrauens in andere und die Welt. Damit schwindet das Gefühl der Zugehörigkeit zu dem sozialen System (vgl. MLODOCH 2017, 25f.). Ebenso ist es geprägt durch die Beziehung und Wechselwirkung zwischen einem äußeren Ereignis und einer individuellen Reaktion darauf (FISCHER/RIEDESSER 2020, 67). Ein Trauma geht demnach immer einher mit äußeren Faktoren, die auf unser System einwirken. Der Mensch als Individuum ist nicht in der Lage ohne externes Eingreifen ein Trauma zu entwickeln. Dieses gilt nicht nur als überwältigendes Gewalt- oder Schockerlebnis, sondern gräbt sich tief in die Lebensmitte des Betroffenen. Dabei lässt sich der Begriff sowohl in der Medizin als auch der Psychologie wiederfinden (vgl. ebd.).
Medizinisch wird ein Trauma anhand eines schwerwiegenden Schocks definiert, die Psychologie hingegen meint die seelischen Wunden, die durch einschneidende Erlebnisse entstehen können. Tyson und Tyson (1990) haben folgende drei Merkmals eines psychischen Traumas erarbeitet: Ein Trauma sei eine existentiell bedrohliche und überwältigende Lebenssituation, es führe zur Überforderung der Ich-Regulation und Ich-Organisation. Daraus lässt sich schließen, dass ein traumatisches Erlebnis eine Art der Reizüberflutung auslöst.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik traumatisierter Flüchtlingskinder in Schulen ein und benennt das Ziel, Handlungsansätze für Lehrkräfte aufzuzeigen.
2. Flüchtlingskinder in Deutschland: Dieses Kapitel definiert den Begriff „Flüchtlingskind“, beleuchtet Fluchtursachen und analysiert die Bildungssituation geflüchteter Kinder in Deutschland.
3. Trauma & Traumatisierung: Das Kapitel definiert den Traumabegriff, erläutert die neurobiologischen Hintergründe sowie die verschiedenen Typen und Folgestörungen von Traumata.
4. Lernen trotz Trauma – Auswirkungen auf das Lern- und Sozialverhalten: Hier werden Lernen und Sozialverhalten theoretisch definiert und deren Beeinträchtigung durch traumatische Erfahrungen analysiert.
5. Traumapädagogik im Kontext Schule: Das Kapitel stellt die Prinzipien der Traumapädagogik vor und beschreibt die Bedeutung der Schule als „sicherer Ort“.
6. Präventive Möglichkeiten der Lehrerkompetenzen im Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen und die Bedeutung der Supervision: Der Fokus liegt hier auf den benötigten Kompetenzen von Lehrkräften und der Relevanz von Supervision zur Unterstützung in diesem herausfordernden Kontext.
7. Schlussbetrachtung: Dieses Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Expertisen und Unterstützungssystemen im Umgang mit traumatisierten Flüchtlingskindern.
Flüchtlingskinder, Trauma, Traumapädagogik, Schule, Lernschwierigkeiten, Verhaltensstörungen, Resilienz, Posttraumatische Belastungsstörung, PTBS, Supervision, Lehrerkompetenzen, Integration, Bildungsteilhabe, Bindung, psychische Gesundheit.
Die Arbeit befasst sich mit der Situation geflüchteter Kinder, die durch Krieg und Flucht traumatisiert sind, und deren Herausforderungen im deutschen Bildungssystem.
Zentrale Themen sind die Traumatisierung von Kindern, deren Auswirkungen auf Lern- und Sozialverhalten sowie Möglichkeiten der traumapädagogischen Unterstützung durch Schulen und Lehrkräfte.
Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Traumata und schulischen Problemen aufzuzeigen und Strategien für Lehrkräfte zu entwickeln, um ein entwicklungsförderndes Umfeld für traumatisierte Kinder zu schaffen.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse basiert und wissenschaftliche Konzepte der Psychotraumatologie, Pädagogik und Psychologie verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Begriffsdefinitionen, Neurobiologie, Traumafolgestörungen) und einen pädagogischen Teil (Traumapädagogik im Schulkontext, Lehrerkompetenzen).
Flüchtlingskinder, Trauma, Schule, Traumapädagogik, Lernschwierigkeiten und Resilienz sind die prägenden Begriffe.
Das Konzept ist zentral, da es Sicherheit als Grundvoraussetzung für traumatisierte Kinder definiert, um überhaupt wieder lernfähig zu werden und aus einem Zustand ständiger Alarmbereitschaft herauszukommen.
Supervision ist laut Arbeit notwendig, um die Lehrkräfte bei der emotionalen Belastung durch Übertragungsprozesse zu unterstützen, damit diese handlungsfähig bleiben und ein "Containment" für die Kinder leisten können.
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