Bachelorarbeit, 2008
24 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Rezeption – eine komplexe Situation
3. Multi-Reference Appraisal Model of Emotion (MAME)
4. Methoden
4.1. Befragung
4.1.1. Expertenbefragung
4.2. Methode des Lauten Denkens
4.3. Gedankenauflistung
4.4. Bilder-Sortier-Technik
4.5. Beobachtung
4.5.1. Mimikanalyse
4.6. Continuous Response Measurement (CRM)
4.7. Blickbewegungsmessung („Eyetracking“)
5. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial verschiedener empirischer Messmethoden zur Analyse des „Multi-Reference Appraisal Model of Emotion“ (MAME). Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich die komplexen kognitiven und emotionalen Bewertungsprozesse des Rezipienten – insbesondere der Wechsel zwischen verschiedenen situationalen Referenzen – methodisch erfassen lassen.
4.5.1. Mimikanalyse
Die Mimikanalyse ist eine Art der Beobachtung. Da sie emotionale Regungen im Gesicht untersucht, ist sie für die Erforschung von Emotionen besonders interessant.
Das Ergebnis eines Appraisalprozesses hat die Aktivierung ganz spezifischer Muskelgruppen im Gesicht zur Folge. So ist das Anheben der Augenbrauen ein Zeichen für die Appraisal-Dimensionen Neuheit. Damit könnte der mimische Ausdruck als beobachtbares Ereignis von unbeobachtbaren Vorgängen erfasst werden (vgl. Unz/Schwab/Michel/Winterhoff-Spurk 2006: 230).
„Der mimische Gesichtsausdruck kann als Ausdruck eines Erzeugungssystems verstanden werden, dessen Produktionsregeln einem tieferen Regelwerk unterliegen, das diese teilweise erklärt. Die Untersuchung solcher Oberflächenstrukturen mag dabei sowohl direkt einen Schlüssel zu psychologischem Wissen bieten als auch der Erforschung vermuteter Tiefenstrukturen dienen“ (Unz/Schwab/Michel/Winterhoff-Spurk 2006: 240).
Sprich, anhand der Mimik kann auf interne psychologische Vorgänge geschlossen werden.
1. Einleitung: Einführung in die medienpsychologische Bedeutung von Emotionen und Definition des Konzepts der situationalen Referenz als Ausgangspunkt der Arbeit.
2. Rezeption – eine komplexe Situation: Erläuterung der Interaktion zwischen Medienangebot und individuellen Rezipientendispositionen, die ein dynamisches Erleben bedingen.
3. Multi-Reference Appraisal Model of Emotion (MAME): Detaillierte Darstellung des MAME-Modells und der sechs identifizierten situationalen Referenzen bei der Mediennutzung.
4. Methoden: Kritische Diskussion verschiedener Erhebungsinstrumente hinsichtlich ihrer Eignung zur Messung von MAME-relevanten Prozessen während der Medienrezeption.
5. Schlussbetrachtung: Synthese der methodischen Erkenntnisse und Plädoyer für methodische Triangulation zur Erfassung komplexer Transaktionsprozesse.
Multi-Reference Appraisal Model of Emotion, MAME, Medienrezeption, situationale Referenz, Appraisal-Theorien, Mimikanalyse, Eyetracking, Continuous Response Measurement, Medienwirkung, Emotion, Kognition, Methodenlogik, Rezeptionsforschung, Aufmerksamkeit, Erhebungsmethoden.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der methodischen Herausforderung, Emotionen und deren kognitive Bewertungsprozesse bei der Mediennutzung zu erfassen, basierend auf dem theoretischen Modell MAME.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung emotionaler Bewertungsprozesse, die Komplexität der Medienrezeption und die Evaluation verschiedener empirischer Messverfahren.
Das Ziel ist die Identifikation geeigneter Messmethoden, um den Wechsel zwischen verschiedenen „situationalen Referenzen“ während der Medienrezeption präzise erfassen zu können.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die eine umfassende Literaturanalyse durchführt, um verschiedene empirische Forschungsmethoden (z.B. Befragung, Beobachtung, Eyetracking) in Bezug auf ihre Eignung für das MAME-Modell zu diskutieren.
Der Hauptteil analysiert diverse Methoden – von der klassischen Befragung über das laute Denken und die Mimikanalyse bis hin zum Eyetracking – hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile bei der Messung von MAME.
Wichtige Begriffe sind MAME, situationale Referenz, Medienrezeption, Appraisal-Prozesse, Reaktivität sowie methodische Triangulation.
Die Autorin argumentiert, dass Expertenbefragungen zu Medienwirkungen methodisch zu ungenau sind, da sie keine direkten Daten über das tatsächliche Erleben des Rezipienten während der Rezeption liefern.
Obwohl das Eyetracking Aufmerksamkeitsparameter liefert, ist es schwierig, aus den reinen Blickbewegungsdaten direkt auf die komplexen kognitiven Appraisal-Prozesse zu schließen, da Fixationen nicht zwangsläufig mit erfolgreicher Verarbeitung korrelieren.
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