Bachelorarbeit, 2021
71 Seiten, Note: 2,0
1 Glossar Begrifflichkeiten
2 Einleitung
2.1 Warum ist die Forschungsfrage wissenschaftlich relevant?
2.2 Ziele und Aufbau dieser Bachelor Thesis
2.3 Begründung der Methode Literaturarbeit
3 Theoretischer Teil – Begriffsdefinitionen
3.1 Sojourner Truth
3.1.1 Schwarzer Feminismus
3.1.2 Kritik am weißen Feminismus
3.1.3 Schwarzer Feminismus in Deutschland
3.1.4 Der Begriff ‚afrodeutsch‘ und May Ayim
3.2 People/Women of Color – Begriffserklärung
3.2.1 Strukrurelle Gewalt welche auf Schwarze Women of Color ausgeübt wird
3.2.2 Wie Objektivierung und Stereotypisierung rassistische Narrative aufrechterhalten
3.3 Intersektionalität – Geschichtliche Entstehung des Konzeptes
3.3.1 Theorien
3.3.2 Anwendung in der Sozialen Arbeit
3.3.3 Antirassistisches Empowerment
3.3.4 Rassismuskritische Ansätze, ‚White Supremacy‘und die Bedeutung des ‚Wissen of Color‘
4 Forschungsstand und Analyse
4.1 Methodik der „qualitativ-analytischen“ Literaturanalyse
4.2 Literaturanalyse zu „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten“ von Alice Hasters
4.3 Literaturanalyse zu „Reach Everyone on the Planet…“ der Heinrich-Böll-Stiftung
5 Diskussion und Ergebnisse
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse dieser Bachelor Thesis
5.2 Kritische Stimmen zur Identitätspolitik und Empowerment
5.3 Grenzen und Einschränkungen der Untersuchung
5.4 Empfehlung für eine zukünftige Forschung
Ziel dieser Arbeit ist es, die politische Selbstermächtigung von Women of Color in Deutschland angesichts von strukturellem Rassismus zu untersuchen. Im Fokus steht dabei die Analyse, wie intersektionale Ansätze und Empowerment-Konzepte als Werkzeuge zur Überwindung von Marginalisierung und zur Förderung politischer Partizipation genutzt werden können.
3.1 Sojourner Truth
„..Bin ich etwa keine Frau? Sehen Sie mich an! Sehen Sie sich meinen Arm an! Ich habe gepflügt, gepflanzt und die Ernte eingebracht und kein Mann hat mir gesagt was zu tun war! Bin ich etwa keine Frau? Ich konnte so viel arbeiten und so viel essen, wie ein Mann – wenn ich genug bekam – und die Peitsche konnte ich genauso gut ertragen! Bin ich etwa keine Frau?“ (Truth 1851 zitiert nach Rameil 2019, S.63).
Die berühmte Rede von sojou Truth, welche sie 1851 in Akron, Ohio gehalten hat, war prägend für den Schwarzen Feminismus (vgl. Rameil 2019, S.62). Sojourner Truth war eine ehemalige Sklavin, welche bei der Jahresversammlung der Frauenrechtsbewegung, welche damals von weißen Frauen dominiert wurde, ihre Erfahrungen als Schwarze Frau in Herrschafts- und Machtverhältnissen im Kontext der Sklaverei kundtat (ebd). Dies geschah unter Protest der weißen Feminist*innen vor Ort, da diese es für unpassend hielten, wenn eine Schwarze Frau auf ihrer Bühne steht und riefen „Dont let her speak!“ (ebd.). Truth ließ sich davon nicht abhalten und sprach nach der Rede eines weißen Mannes, welcher gegen die Gleichberechtigung argumentierte, indem er behauptete, dass Frauen Männern naturgemäß körperlich unterlegen seien (ebd.). Daraufhin entgegnete Sojourner Truth in ihrer Rede, dass Sie die gleiche Arbeit wie ein Mann verrichtete und ebenfalls Peitschenhiebe ausgehalten hatte, womit sie auf die Lebensrealität unterdrückter Schwarzer Frauen, welche damals nur als Objekt und Mittel zum Zweck betrachten wurden, aufmerksam machte (vgl. Rameil 2019 S.63).
1 Glossar Begrifflichkeiten: Definition zentraler Begriffe wie Cisgender, Empowerment, Kolonialisierung und struktureller Rassismus zur einheitlichen Wissensgrundlage.
2 Einleitung: Einführung in die Forschungsfrage zur politischen Selbstermächtigung von Women of Color und Begründung der gewählten Literaturanalyse.
3 Theoretischer Teil – Begriffsdefinitionen: Fundamentale Erläuterungen zu Sojourner Truth, Schwarzem Feminismus, Intersektionalität und Empowerment-Konzepten.
4 Forschungsstand und Analyse: Empirische und literaturbasierte Untersuchung anhand von Alice Hasters und des Sammelbandes der Heinrich-Böll-Stiftung.
5 Diskussion und Ergebnisse: Synthese der Erkenntnisse über die Wirksamkeit von Empowerment-Methoden und Reflexion über identitätspolitische Debatten sowie zukünftigen Forschungsbedarf.
Intersektionalität, Empowerment, Schwarzer Feminismus, Rassismuskritik, politische Partizipation, Women of Color, struktureller Rassismus, Identitätspolitik, Wissen of Color, Selbstermächtigung, White Supremacy, soziale Gerechtigkeit, Antirassismus.
Die Arbeit untersucht, wie Schwarze Women of Color in Deutschland ihre politische Selbstermächtigung nutzen können, um sich gegen strukturellen Rassismus zur Wehr zu setzen.
Die Arbeit konzentriert sich auf Intersektionalität, Empowerment-Konzepte, Schwarze feministische Theorie und die Rolle politischer Bildung und Partizipation.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Wissen und kollektives Bewusstsein genutzt werden können, um individuelle Handlungsspielräume zu erweitern und gesellschaftliche Machtstrukturen kritisch zu hinterfragen.
Die Autorin verwendet eine qualitativ-analytische Literaturanalyse, um bestehende Diskurse und aktivistische Werke theoretisch fundiert zu reflektieren.
Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen, führt eine Literaturanalyse von Alice Hasters durch und betrachtet die Arbeit von Kimberlé Crenshaw und anderen im Kontext von politischer Partizipation.
Wesentliche Begriffe sind Intersektionalität, Empowerment, Rassismuskritik, Schwarzer Feminismus und politische Partizipation.
Die Autorin hebt hervor, dass marginalisierte Perspektiven im akademischen Mainstream oft ignoriert werden; das Wissen von Betroffenen ist jedoch entscheidend, um die Realität von Mehrfachdiskriminierung zu erfassen und aktiv zu bekämpfen.
Katja Kinder beschreibt damit die unterschwellige Ausrichtung der Pädagogik an einem idealisierten Menschenbild, das weiß, männlich, heterosexuell und bürgerlich ist, was Schwarze Personen aktiv überwinden müssen.
Dieses rassistische Narrativ dient dazu, Schwarze Frauen lächerlich zu machen und ihre Anliegen zu diskreditieren, was oft dazu führt, dass Betroffene aus Selbstschutz Konflikten ausweichen.
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