Bachelorarbeit, 2008
54 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung in die Thematik
1.1 Problemstellung und Erörterung der wissenschaftlichen Relevanz
1.2 Zielsetzung und Eingrenzung der Untersuchung
1.3 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit
2 Möglichkeiten und Grenzen von anreizkompatiblen Entlohnungsformen bei deutschen Klinikärzten
2.1 Merkmale der Klinikbranche
2.1.1 Wirtschaftliche Ausrichtung der Kliniken
2.1.1.1 Kliniken mit erwerbswirtschaftlicher Orientierung
2.1.1.2 Bedarfswirtschaftlich geführte Kliniken
2.1.2 Bereitstellung und Nutzung der Klinikinfrastruktur
2.1.2.1 Administration als Anbieter der Infrastruktur
2.1.2.2 Inanspruchnahme der Infrastruktur durch die Ärzteschaft
2.1.3 Besonderheiten hinsichtlich der Chefärzte
2.1.3.1 Weisungsbefugnis der Chefärzte
2.1.3.2 Recht der Chefärzte auf Privatliquidation
2.1.4 Zusammenfassung der aufgeführten Merkmale
2.2 Bisherige Entwicklung der Klinikbranche aus Kostengesichtspunkten
2.2.1 Kostenanstieg und Ärzte als Mitverantwortliche
2.2.2 Einführung von internen Budgets
2.2.3 Schlussbetrachtung der aufgezeigten Entwicklung
2.3 Ärzteschaft unter dem Gesichtspunkt der Agency-Theorie
2.3.1 Prämissen der Agency-Theorie
2.3.2 Komponenten der Agency-Kosten
2.3.3 Problematik der Chefärzte als „dreifacher Agent“
2.4 Basiselemente eines Anreizsystems für Klinikärzte
2.4.1 Immaterielle und materielle Belohnungen
2.4.1.1 Immaterielle Belohnungen
2.4.1.2 Materielle Belohnungen
2.4.2 Bemessungsgrundlagen
2.4.2.1 Aktivitäten des Arztes als Bemessungsgrundlagen
2.4.2.2 Erreichte Ergebnisse des Arztes als Bemessungsgrundlagen
2.4.3 Anforderungen an Bemessungsgrundlagen
2.4.3.1 Anreizkompatibilität
2.4.3.2 Intersubjektive Überprüfbarkeit
2.4.4 Erfolgszurechnung bei Chefärzten
2.5 Potentielle Bemessungsgrundlagen der variablen Arztentlohnung
2.5.1 Realindikatoren
2.5.1.1 Sterberate
2.5.1.2 Dauer des Klinikaufenthalts
2.5.1.3 Anzahl der Operationen
2.5.2 Monetäre Indikatoren
2.5.2.1 Buchhalterische und zahlungsorientierte Indikatoren
2.5.2.2 Einhaltung des Budgets
2.6 Auseinandersetzung mit existenten Anreizsystemen der Klinikbranche
2.6.1 Darstellung der Anreizsysteme
2.6.1.1 „Hildesheimer Modell“
2.6.1.2 „Siegburger Modell“
2.6.1.3 Rhön-Klinikum AG
2.6.1.4 Krankenhausverband Coburg
2.6.1.5 Städtisches Krankenhaus Gütersloh
2.6.1.6 Brüderkrankenhaus Trier
2.6.2 Bewertung der Anreizsysteme
3 Resümee und Entwicklungstendenzen
Diese Arbeit untersucht Möglichkeiten und Grenzen von anreizkompatiblen Entlohnungsformen für deutsche Klinikärzte, um einer ineffizienten Ausgabensituation entgegenzuwirken. Im Fokus steht die Entwicklung von geeigneten Bemessungsgrundlagen und die Bewertung bestehender Anreizsysteme unter Berücksichtigung ökonomischer Theorieansätze.
2.3.3 Problematik der Chefärzte als „dreifacher Agent“
Im Verlauf dieser Arbeit ist dargestellt worden, Chefärzte nehmen in der Klinikbranche eine herausragende Stellung ein. Dies ist auf ihre Weisungsbefugnis, ihr Privatliquidationsrecht, ihre Stellung als Kostenstellenverantwortlicher und das in ihrem Arbeitsvertrag festgeschriebene Wirtschaftlichkeitsgebot zurückzuführen. Aufgrund der exponierten Stellung der Chefärzte in der Hierarchie der Kliniken soll in diesem Kapitel die Problematik der Chefärzte als „dreifacher Agent“ im Bezug auf die Agency-Theorie herausgearbeitet werden.
Zwischen einem Klinikarzt und einem Patienten besteht unumstritten, bezogen auf deutsche und angloamerikanische Fachliteratur, eine Prinzipal-Agent-Beziehung. Der Patient (Prinzipal) ist daran interessiert, dass der Arzt (Agent) eine Diagnose stellt und die entsprechende Therapie einleitet.
Blomqvist vertritt die Auffassung, der Klinikarzt kann als „zweifacher Agent“ auftreten. Dies wird durch Schneider bestätigt. Zum einen besteht weiterhin die Prinzipal-Agent-Beziehung zwischen dem Arzt und dem Patienten. Zum anderen beobachtet er eine Prinzipal-Agent-Beziehung zwischen dem Arzt (Agent) und der Krankenversicherung (Prinzipal). Diese erwartet vom Arzt, Einsparungen im Bezug auf die angeordneten Therapien zu erzielen.
1 Einführung in die Thematik: Erläutert die hohe Ausgabenbelastung der deutschen Klinikbranche und begründet die Notwendigkeit, Ärzte durch anreizkompatible Entlohnung zu effizienterem Handeln zu motivieren.
2 Möglichkeiten und Grenzen von anreizkompatiblen Entlohnungsformen bei deutschen Klinikärzten: Detaillierte Analyse der Branchenmerkmale, der ökonomischen Rolle des Chefarztes als "dreifacher Agent" sowie Prüfung verschiedener Bemessungsgrundlagen und existenter Anreizmodelle auf ihre Praxistauglichkeit.
3 Resümee und Entwicklungstendenzen: Fasst die Ergebnisse zusammen und postuliert, dass künftig verstärkt betriebswirtschaftliche Steuerungsinstrumente wie anreizorientierte Vergütung eingesetzt werden müssen, um die Kostenursachen nachhaltig zu beeinflussen.
Klinikbranche, Klinikärzte, Entlohnungsformen, Anreizsysteme, Agency-Theorie, Privatliquidation, Kostenreduktion, Bemessungsgrundlage, Chefarzt, Betriebsergebnis, Krankenhausökonomie, Budgetierung, Wirtschaftlichkeit, Realindikatoren, Monetäre Indikatoren
Die Arbeit analysiert, wie anreizkompatible Entlohnungsformen dazu beitragen können, die hohe Kostenbelastung in deutschen Kliniken durch ein effizienteres Handeln der Ärzteschaft zu senken.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Klinikstruktur, der theoretischen Fundierung durch die Agency-Theorie sowie der praktischen Prüfung von Bemessungsgrundlagen und Anreizmodellen für Ärzte.
Das Ziel ist es, potenzielle Bemessungsgrundlagen für Entlohnungssysteme zu identifizieren und auf ihre Implementierbarkeit zu prüfen sowie bestehende Modelle in deutschen Kliniken zu bewerten.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine institutionenökonomische Analyse, insbesondere die Agency-Theorie, sowie auf eine betriebswirtschaftliche Literaturrecherche zu existenten Anreizsystemen in der Klinikpraxis.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Besonderheiten der Klinikbranche, der Rolle der Chefärzte, der Agency-Problematik bei Ärzten, den Basiselementen von Anreizsystemen und der Bewertung konkreter Fallbeispiele.
Klinikmanagement, Anreizkompatibilität, Agency-Theorie, Privatliquidation, Chefarzt, Kostensteuerung, Effizienzsteigerung und Budgetierung.
Er steht im Mittelpunkt dreier Prinzipal-Agent-Beziehungen: zum Patienten (Behandlung), zur Klinikleitung (Effizienz/Budget) und durch seine Eigenschaft als Arzt zugleich Prinzipal und Agent in einer Person zu sein.
Der Autor präferiert den Realindikator „Anzahl der durch den Arzt durchgeführten Operationen“, da dieser Anreizkompatibilität und intersubjektive Überprüfbarkeit am besten vereint.
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