Examensarbeit, 2017
80 Seiten, Note: 1,2
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1. Einleitung
1.1 Hypothesenfindung und Aufbau der Arbeit
1.2 Stand der Forschung
1.3 Fachtheoretische Einbindung und angewandte Methodik
2. Globale Bevölkerungsentwicklung
2.1 Geschichtlicher Ablauf der Bevölkerungsentwicklung
2.2 Ist-Zustand der Bevölkerungsentwicklung
2.3 Prognosen zukünftiger Bevölkerungsentwicklungen
2.3.1 Die niedrige Variante
2.3.2 Die mittlere Variante
2.3.3 Die hohe Variante
3. Die Tragfähigkeit der Erde
3.1 Betrachtungsweisen der Tragfähigkeit
3.1.1 Pessimistische Betrachtungsweise der Tragfähigkeit
3.1.2 Optimistische Betrachtungsweise der Tragfähigkeit
3.2 Mögliche Maßnahmen zur Einhaltung der Tragfähigkeit der Erde
4. Zwischenfazit
5. Zwischen Nachhaltigkeit und Gewährleistung des Lebensstandards
5.1 Das bevölkerungsreichste Land der Erde: Die Volksrepublik China
5.1.1 Die Volksrepublik China: Gewährleistung des Lebensstandards
5.1.2 Die Volksrepublik China und Nachhaltigkeit
5.2 Das zweitbevölkerungsreichste Land der Erde: Indien
5.2.1 Indien: Gewährleistung des Lebensstandards
5.2.2 Indien und Nachhaltigkeit
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen dem globalen Bevölkerungswachstum, der ökologischen Tragfähigkeit der Erde und den resultierenden Konsequenzen für den Lebensstandard der Menschen. Ziel ist es, anhand der repräsentativen Beispiele Indien und China zu verifizieren oder zu falsifizieren, ob steigende Bevölkerungszahlen zwingend zu einer negativen Beeinflussung der Nachhaltigkeit und Lebensstandards führen.
1.2 Stand der Forschung
Die Diskussion, um den Zusammenhang von Bevölkerungsentwicklung und der möglichen Tragfähigkeit der Erde ist keineswegs neu. Bereits 1798, als der britische Ökonom Thomas Robert Malthus sein ,,Essay on the Principle of Population“ veröffentlichte, wurde das Problem wissenschaftlich erkannt und führte zu zahlreichen Spekulationen und Diskussionen, welche aber zumeist akademischer und nicht öffentlicher Art waren. Die Grundlagen seiner Forschungsarbeit waren zwei Behauptungen:
„Erstens: Die Nahrung ist für die Existenz des Menschen notwendig.
Zweitens: Die Leidenschaft zwischen den Geschlechtern ist notwendig und wird in ihrem gegenwärtigen Zustand bleiben“ (MALTHUS 1977: 17).
Das heißt im Konkreten, dass der Mensch Nahrung benötigt, um zu überleben und dass er einen Sexualtrieb besitzt, welcher sich auch in Zukunft nicht verringern wird. Das eigentliche Dilemma seiner Forschungsarbeit ist allerdings, dass ,,die Vermehrungskraft der Bevölkerung unbegrenzt größer ist als die Kraft der Erde, Unterhaltsmittel für den Menschen hervorzubringen“ (MALTHUS 1977: 18). So wächst nach Malthus das Nahrungsangebot folglich in einer linearen Weise (also 1, 2, 3, 4, 5…), wohingegen sich die Menschen exponentiell vermehren (also 1, 2, 4, 8, 16…), was, so der Autor, zunächst zu einem starken Bevölkerungszuwachs und parallel zu großen Ernährungsengpässen führe. Sofern diesen Wachstumstrends nicht durch sogenannte ,,preventive checks“, also präventive Gegenmaßnahmen, Einhalt geboten würde, drohen Malthus zufolge unabwendbare Folgen, die sogenannten ,,positive checks“, welche sich als Hungersnöte und beispielsweise Erhöhung der Kindersterblichkeit äußern würden. Forschungen haben allerdings ergeben, dass Malthus' mathematische Herangehensweise, insbesondere durch das Fehlen aussagekräftiger und zuverlässiger statistischer Unterlagen, heutzutage nicht mehr haltbar sei. Trotz allem legten die Überlegungen des britischen Ökonoms ,,den Grundstein für zahlreiche Berechnungen zur Tragfähigkeit“ (WEHRHAHN; SANDNER LE GALL, 2016: 36).
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik des globalen Bevölkerungswachstums ein und formuliert die zentrale Forschungshypothese der Arbeit.
2. Globale Bevölkerungsentwicklung: Es werden der geschichtliche Verlauf der Weltbevölkerung, aktuelle demographische Zustände sowie verschiedene Zukunftsprognosen und Varianten der Entwicklung analysiert.
3. Die Tragfähigkeit der Erde: Dieser Teil beleuchtet theoretische Konzepte der Tragfähigkeit und diskutiert sowohl pessimistische als auch optimistische Sichtweisen sowie mögliche Handlungsmaßnahmen.
4. Zwischenfazit: Das Kapitel fasst die bisher gewonnenen Erkenntnisse zusammen und bereitet den Übergang zur länderspezifischen Analyse vor.
5. Zwischen Nachhaltigkeit und Gewährleistung des Lebensstandards: Hier erfolgt eine detaillierte Untersuchung der Entwicklung in China und Indien hinsichtlich ihres Lebensstandards und der Einhaltung ökologischer Nachhaltigkeit.
6. Fazit: Das Kapitel reflektiert die Untersuchungsergebnisse im Hinblick auf die Ausgangshypothese und bewertet die Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung auf soziale und ökologische Faktoren.
Bevölkerungsentwicklung, Tragfähigkeit, Nachhaltigkeit, Lebensstandard, China, Indien, Demographischer Wandel, Ressourcenknappheit, Wirtschaftswachstum, Bevölkerungsprojektion, Armutsbekämpfung, Umweltschutz, CO2-Emissionen, Nahrungssicherung, Anthropogeographie.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen steigenden Weltbevölkerungszahlen, der begrenzten Tragfähigkeit der Erde und den Auswirkungen auf den Lebensstandard und die Nachhaltigkeit in Entwicklungsländern.
Die zentralen Themen sind demographische Entwicklung, ökologische Ressourcen, Konzepte der Nachhaltigkeit und die wirtschaftlichen Bedingungen in den bevölkerungsreichsten Ländern.
Das Ziel ist es, die Hypothese zu prüfen, ob steigende Bevölkerungszahlen zwingend negative Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit und den Lebensstandard der Menschen haben.
Die Arbeit basiert auf einer hypothesengeleiteten Vorgehensweise, die eine Literaturrecherche mit der Analyse quantitativer Daten aus demografischen und wirtschaftlichen Statistiken verbindet.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Tragfähigkeit, eine Analyse der globalen Bevölkerungsentwicklung sowie die empirische Fallstudie zu China und Indien.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Tragfähigkeit, Bevölkerungsprojektionen, demographischer Wandel, BIP pro Kopf, Nachhaltigkeitskriterien und Ressourcenmanagement.
Die Arbeit sieht darin eine erzwungene Maßnahme, die zwar demographische Effekte erzielte, aber soziale Probleme schuf und im Widerspruch zu individuellen Menschenrechten steht.
Das Konzept verdeutlicht, dass Länder wie Indien trotz eigener Wasserknappheit durch den Export von wasserintensiven Produkten ihre Ressourcen weiter unter Druck setzen und so ihre Tragfähigkeit gefährden.
Das System wird als strukturelle Barriere identifiziert, die ein Ausbrechen aus niedrigen Lebensstandards behindert und soziale Benachteiligung zementiert.
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