Diplomarbeit, 2008
109 Seiten, Note: 1,3
1 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Begriffsbestimmung
2.1 Definition
2.2 Formen des Teleshoppings
2.2.1 Direct Response Television (DRTV)
2.2.2 Infomercials
2.2.3 Teleshopping im engeren Sinne
2.2.4 Reiseshopping als Spartenlösung
2.3 Konkurrenz und Komplementarität zu anderen Vertriebswegen
3 Situationsanalyse in Deutschland
3.1 Geschichtliche Entwicklung
3.2 Marktstruktur in Deutschland
3.2.1 Gesamtbetrachtung
3.2.2 HSE24
3.2.2.1 Allgemeine Entwicklung und Kennzahlen
3.2.2.2 Kommunikationskanäle
3.2.3 QVC
3.2.3.1 Allgemeine Entwicklung und Kennzahlen
3.2.3.2 Kommunikationskanäle
3.2.4 RTL Shop
3.2.4.1 Allgemeine Entwicklung und Kennzahlen
3.2.4.2 Kommunikationskanäle
3.2.5 1-2-3.TV
3.2.5.1 Allgemeine Entwicklung und Kennzahlen
3.2.5.2 Kommunikationskanäle
3.3 Zuschauer und Besteller
3.3.1 Bekanntheit und Nutzung von Teleshopping
3.3.2 Demografische Struktur
3.3.3 Teleshopping-Kunden
3.3.4 Sehverhalten beim Teleshopping
4 Rechtliche Rahmenbedingungen
4.1 Betreiberpflichten und Verbraucherrechte beim Teleshopping
4.1.1 Wettbewerbsrechtliche Vorschriften für den Betreiber
4.1.2 Produkteigenschaften und Gewährleistung
4.1.3 Vertragswiderruf und Rücksendung im Rahmen des Teleshoppings
4.1.4 Informationspflicht des Teleshopping-Betreibers
4.1.5 Datenschutzbestimmungen
4.2 Rechtliche Einordnung des Teleshoppings in die Medienlandschaft
4.3 Fazit
5 Betrieb eines Teleshopping-Senders
5.1 Produktangebot
5.1.1 Einkauf und Produktplanung
5.1.2 Produktauswahl
5.1.3 Produktstruktur im Teleshopping
5.2 Programmplanung
5.3 Programmablauf
5.4 Bestellannahme
5.4.1 Ablauf einer Bestellung
5.4.2 Planung und Erreichbarkeit der Call Center
5.5 Logistische Prozesse beim Teleshopping
5.6 Kundenmanagement
6 Programmanalyse
6.1 Wochenübersicht
6.2 Tagesübersicht
6.3 Programmstunden-Analyse
6.4 Screenshot-Analyse
6.4.1 Textmaske
6.4.2 „Pack shots“
6.4.3 Hintergrundgestaltung und Moderatorenauswahl
6.5 Fazit
7 Vor- und Nachteile des Teleshoppings
7.1 Aus Sicht der Teleshopping-Sender
7.1.1 Vorteile
7.1.2 Nachteile
7.2 Aus Sicht der Produkthersteller
7.2.1 Vorteile
7.2.2 Nachteile
7.3 Aus Sicht des stationären Handels
7.3.1 Vorteile
7.3.2 Nachteile
7.4 Aus Sicht des Verbrauchers
7.4.1 Vorteile
7.4.2 Nachteile
7.5 Zusammenfassung
8 Schlussbetrachtung
8.1 Trends des Teleshoppings
8.2 Fazit
Die vorliegende Arbeit gibt einen umfassenden Überblick über die deutsche Teleshopping-Landschaft sowie die internen Abläufe bei den bedeutendsten Anbietern und untersucht dabei das Verhältnis zwischen Fernsehen und anderen Vertriebskanälen.
3.1 Geschichtliche Entwicklung
Die Idee für das Teleshopping entsteht einer Geschichte nach eher zufällig. Die Besitzer eines lokalen Rundfunksenders in Tampa, Florida, Lowell Paxon und Roy Speer, bieten Ende der 1970er Waren aus der Konkursmasse eines säumigen Werbekunden über ihren Sender zum Kauf an. Mit dem Erlös sollen die noch ausstehenden Zahlungen erfüllt werden. Die angebotenen Waren finden reißenden Absatz. Das Teleshopping ist geboren. 1982 gründen sie den Kabelkanal Home Shopping Network (HSN), dessen 24-stündiges Programm in einige Kabelnetze eingespeist wird. 1985 ist HSN der erste Teleshopping-Kanal mit landesweiter Verbreitung. In den Verkaufsshows werden Restposten aus Ladenschließungen und Konkursmassen angeboten. Schon fünf Jahre später, 1990, macht HSN einen Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde US-Dollar. 2006 erreicht der Umsatz 3,29 Mrd. US-Dollar. Mittlerweile werden ca. 25.000 verschiedene Artikel angeboten. Jährlich bearbeiten über 2.000 Call-Center Mitarbeiter weltweit ca. 52 Millionen Anrufe. Mehr als 50 Millionen Päckchen verlassen pro Jahr die Versandabteilungen.
Der deutsche Teleshopping-Markt beginnt seinen Siegeszug durch die Wohnzimmer im Jahr 1987. Die Eureka-Television GmbH (später Pro Sieben) aus München strahlt die erste Teleshopping-Sendung aus. Zusammen mit dem Versandhaus Quelle und dem Reiseanbieter Tjaereborg werden die Sendungen „Tele-Kaufhaus“ und „Telereisen“ produziert und zwei Mal täglich (morgens und abends) ausgestrahlt. Im Jahr 1988 startet SAT 1 seinen Versuch, auf dem Markt Fuß zu fassen. Zusammen mit dem Otto-Versand werden die Sendungen produziert und abends im Hauptprogramm ausgestrahlt. Aufgrund stagnierender Umsätze und Zuschauerzahlen werden Ende 1991 die Sendungen eingestellt. Ein weiterer Grund hierfür sind die mittlerweile stark angestiegenen Werbepreise, durch welche die Finanzierung der Privatsender attraktiver wird. Außerdem steht der Aufwand für die Sendungen in Anbetracht der zeitlichen Begrenzung in keinem Verhältnis zum wirtschaftlichen Nutzen, denn die maximale Sendedauer für Teleshopping-Sendungen beträgt maximal eine Stunde pro Tag.
1 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit: Einführung in die Thematik des Teleshoppings als moderne Form des Versandhandels und Darlegung des Aufbaus der Untersuchung.
2 Begriffsbestimmung: Klärung des Teleshopping-Begriffs und Differenzierung der verschiedenen Erscheinungsformen im Markt.
3 Situationsanalyse in Deutschland: Detaillierte Darstellung der Markthistorie, der Struktur führender Anbieter sowie Analyse der Kundenstruktur und des Sehverhaltens.
4 Rechtliche Rahmenbedingungen: Erörterung der rechtlichen Anforderungen, Betreiberpflichten und der Einordnung in den Medienrechtsrahmen.
5 Betrieb eines Teleshopping-Senders: Beschreibung der internen Wertschöpfungskette von der Produktplanung über die Programmgestaltung bis hin zu Logistik und Kundenmanagement.
6 Programmanalyse: Exemplarische Analyse eines Wochen- und Tagesprogramms sowie Untersuchung der eingesetzten visuellen Gestaltungselemente.
7 Vor- und Nachteile des Teleshoppings: Gegenüberstellung der strategischen Vor- und Nachteile aus Sicht der Sender, Produkthersteller, des stationären Handels und der Verbraucher.
8 Schlussbetrachtung: Ausblick auf künftige Markttrends und abschließendes Fazit zur Rolle des Teleshoppings.
Teleshopping, Versandhandel, HSE24, QVC, RTL Shop, 1-2-3.TV, Programmplanung, Produktpräsentation, Impulskauf, Call Center, Logistik, Medienrecht, Kundenbindung, Distanzhandel, Warenwirtschaftssystem.
Die Diplomarbeit befasst sich mit dem Wirtschaftszweig Teleshopping in Deutschland, analysiert dessen Marktstruktur, die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die operativen Abläufe bei den führenden Anbietern.
Die Arbeit gliedert sich in eine Markt- und Situationsanalyse, eine detaillierte Betrachtung der betrieblichen Prozesse eines Senders, eine rechtliche Einordnung sowie eine kritische Abwägung der Vor- und Nachteile für alle beteiligten Akteure.
Ziel ist es, einen umfangreichen Überblick über den deutschen Teleshopping-Markt zu geben und einen tiefen Einblick in die internen wirtschaftlichen und operativen Prozesse der Sender zu gewähren.
Der Autor nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche, Analyse der Unternehmensdaten führender Teleshopping-Sender sowie eine exemplarische Programm- und Screenshot-Analyse, um die theoretischen Aspekte mit der Praxis zu verknüpfen.
Der Hauptteil widmet sich der Situationsanalyse der deutschen Marktteilnehmer, der detaillierten Untersuchung der betrieblichen Wertschöpfungskette – von der Produktplanung bis zur Logistik – und einer umfassenden Programmanalyse.
Teleshopping, Versandhandel, Programmplanung, Impulskauf, Kundenbindung, Call Center-Management und medienrechtliche Rahmenbedingungen sind zentrale Begriffe.
Das Internet fungiert als ergänzender Vertriebskanal zur Umsatzsteigerung, als Dialogmedium zur Kundenbindung und soll langfristig als Response-Medium das Call-Center entlasten.
Retouren werden als hoher Kostenfaktor betrachtet. Die Sender steuern dies durch optimierte Produktpräsentationen, intelligente Kunden-Routings und die anschließende Verwertung der retournierten Ware über Outlet-Stores oder Online-Restantenverwertung.
Es beschreibt die Verschmelzung von Entertainment und Sales mit dem Ziel, durch einen lockeren, unterhaltsamen Moderationsstil gezielt jüngere Zielgruppen und männliche Zuschauer anzusprechen.
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