Bachelorarbeit, 2021
118 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Struktur eines erneuerbaren Energiesystems
2.1 Stromsystem
2.1.1 Erzeugung elektrischer Energie
2.1.2 Übertragung elektrischer Energie
2.1.3 Netzfrequenz und Systemdienstleistungen
2.1.4 Verbrauch elektrischer Energie
2.1.5 Entwicklungstendenzen
2.2 Sektorkopplung
2.3 Mikronetze
2.4 Intelligente Stromnetze
2.5 Dezentrale Stromversorgung
2.6 Energiespeicher
2.6.1 Stromspeicher
2.6.2 Lithium-Ionen-Batterie
2.6.3 Technisch-chemische Grundlagen
2.6.4 Alterungsprozesse
3 Simulationsmodelle
3.1 Übersicht der betrachteten Simulationsmodelle
3.2 Batteriezellensimulation
3.2.1 BEST – Battery and Electrochemistry Simulation Tool
3.2.2 Comsol Multiphysics – Battery Design Module
3.2.3 BatPac – Battery Performance and Cost Model
3.2.4 ISEA Framework
3.2.5 PyBaMM – Python Battery Mathematical Modelling
3.2.6 BEEP – Battery Evaluation and Early Prediction
3.2.7 Cellpy
3.3 Speichersystemsimulation
3.3.1 SimSES – Simulation of Stationary Energy Storage Systems
3.3.2 QuESt – Energy Storage Evaluation Application Suite
3.3.3 BLAST – Battery Lifetime Analysis and Simulation Tool
3.3.4 Sesame – Energy Storage Models
3.3.5 DER-VET – Distributed Energy Resource Value Estimation Tool
3.4 Simulation erneuerbarer Erzeuger
3.4.1 SAM – System Advisor Model
3.4.2 PVLIB
3.4.3 PVWatts
3.4.4 PVGIS – Photovoltaic Geographical Information System
3.4.5 windpowerlib
3.4.6 QBlade
3.4.7 WISDEM – Wind Plant Integrated Systems Design & Engineering Model
3.5 Stromsystemsimulation
3.5.1 REopt – Renewable Energy Intergration & Optimization
3.5.2 RAPSim – Renewable Alternative Powersystems Simulation
3.5.3 Pymgrid
3.5.4 INSEL – Integrated Simulation Environment Language
3.5.5 HOMER – Hybrid Optimization of Multiple Energy Resources
3.6 Netzsimulation
3.6.1 GridLAB-D
3.6.2 OpenDSS – Distribution System Simulator
3.6.3 OpenDISCO – Open Source Distributed Control
3.7 Energiesystemsimulation
3.7.1 RETScreen – Renewable-energy and Energy-efficiency Technology Screening software
3.7.2 PyPSA – Python for Power System Analysis
3.7.3 EnergyPLAN – Advanced Energy System Analysis Computer Model
3.7.4 FINE – Framework for Integrated Energy System Assessment
3.8 Erzeugung von Lastprofilen
3.8.1 emobpy – Emobility in Python
3.8.2 LPG – LoadProfileGenerator
3.8.3 ALPG – Artificial Load Profile Generator
3.8.4 TMY generator – Typical Meteorologial Year
3.8.5 demandlib
4 Spezifischere Betrachtung ausgewählter Simulationsmodelle
4.1 ISEA Framework
4.1.1 Anwendung
4.1.2 Modellierung und Simulation
4.1.3 Ergebnisse und Schnittstellenpotenzial
4.2 DER-VET – Distributed Energy Resource Value Estimation Tool
4.2.1 Anwendung
4.2.2 Modellierung und Simulation
4.2.3 Ergebnisse und Schnittstellenpotenzial
4.3 BLAST – Battery Lifetime Analysis and Simulation Tool
4.3.1 Anwendung
4.3.2 Modellierung und Simulation
4.3.3 Ergebnisse und Schnittstellenpotenzial
4.4 SAM – System Advisor Model
4.4.1 Anwendung
4.4.2 Modellierung und Simulation
4.4.3 Ergebnisse und Schnittstellenpotenzial
4.5 GridLAB-D
4.5.1 Anwendung
4.5.2 Modellierung und Simulation
4.5.3 Ergebnisse und Schnittstellenpotenzial
4.6 FINE – Framework for Integrated Energy System Assessment
4.6.1 Anwendung
4.6.2 Modellierung und Simulation
4.6.3 Ergebnisse und Schnittstellenpotenzial
5 Implementierung einer Schnittstelle zu EV Verbrauchsprofilen
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit analysiert aktuelle Simulationsmodelle für verschiedene Energiesystem-Komponenten, wie Batteriezellen, Stromnetze und Erzeugungsanlagen, um deren Eignung für eine dekarbonisierte Energieversorgung zu bewerten. Ein zentrales Ziel ist die Entwicklung einer Schnittstelle, die Mobilitäts- und Verbrauchsprofile von Elektrofahrzeugen, generiert durch die Software "emobpy", in das Speichersystem-Simulationswerkzeug "SimSES" integriert, um die Basis für künftige, intelligente Ladestrategien zu schaffen.
2.6 Energiespeicher
Regenerative Erzeuger unterliegen wetterbedingten Schwankungen. Mit steigendem Anteil erneuerbarer Energien am Energie- und Strom-Mix, wird die Erzeugung in konventionellen Kraftwerken zurückgehen und der Bedarf für flexible und bedarfsgerechte Erzeugung steigen [36]. In diesem Wandlungsprozess wird nicht nur die Energieerzeugung in konventionellen Kraftwerkstypen ersetzt, sondern auch deren systembezogene Funktionen. Energiespeichersysteme sind eine Möglichkeit, Leistungsüberschüsse und -defizite auszugleichen, größere Flexibilität im Netz zu erreichen und somit zur Systemstabilität beizutragen [17].
Aufgabe eines Energiespeichers ist das Einspeichern (Laden), Speichern und Ausspeichern (Entladen) von Energie. Zur Einteilung der Speichertechnologien kann unterschieden werden in primäre und sekundäre, sektorale und sektorenübergreifende Speicher, sowie in Speicherklassen:
• Primäre Energiespeicher definieren sich durch einmaliges Laden- und Entladen. Der Speicherungsprozess ist nicht reversibel. Sekundäre Speicher ermöglichen die mehrmalige Verwendung durch Umkehr der ablaufenden Wirkmechanismen.
• Sektorale Energiespeicher werden innerhalb eines Energiesektors verwendet. Beispiele hierfür sind Strom, Wärme, Gas- und Kraftstoffspeicher. In sektorübergreifenden Speichertechnologien erfolgt Ein- und Ausspeicherung nicht zwangsläufig innerhalb des gleichen Sektors. Beispielhaft können hier Power-to-X Anwendungen und insbesondere die Wasserstofftechnologie genannt werden.
• Speichertechnologien können in folgende Speicherklassen gruppiert werden:
o Elektrisch (wie z.B. Kondensator und Spule)
o Elektrochemisch (wie z.B. Batterien und Redox-Flow-Batterien (RFB))
o Chemisch (wie z.B. Kraftstoffspeicher und Wasserstoffspeicher)
o Mechanisch (wie z.B. Pumpspeicher, Druckluftspeicher und Schwungradspeicher)
o Thermisch (wie z.B. Warmwasserspeicher und Latentwärmespeicher) [37]
1 Einleitung: Beschreibt die Motivation hinter dem "Green New Deal" und die Rolle von Energiesystem-Simulationsmodellen bei der Transformation zu einer dekarbonisierten Energieversorgung.
2 Struktur eines erneuerbaren Energiesystems: Erläutert die Grundlagen und Sektoren erneuerbarer Energiesysteme sowie die zunehmende Bedeutung von Sektorkopplung, Speichern und intelligenter Netzsteuerung.
3 Simulationsmodelle: Bietet einen umfassenden Überblick über verschiedene Simulationsmodelle für Batteriezellen, Speichersysteme, Erzeuger, Stromsysteme und Lastprofile.
4 Spezifischere Betrachtung ausgewählter Simulationsmodelle: Analysiert sechs ausgewählte Tools (ISEA Framework, DER-VET, BLAST, SAM, GridLAB-D, FINE) detailliert hinsichtlich ihrer Anwendung und Modellierung.
5 Implementierung einer Schnittstelle zu EV Verbrauchsprofilen: Dokumentiert den konkreten Prozess der Integration von emobpy-Fahrzeugprofilen in das SimSES-Framework zur Simulation von Ladestrategien.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Resümiert die Ergebnisse der Arbeit und identifiziert Potenziale für zukünftige Arbeiten und verbesserte Schnittstellenpotenziale zwischen den untersuchten Tools.
Energiesystem, Simulationsmodelle, SimSES, Sektorkopplung, Batteriespeicher, Lithium-Ionen-Batterie, emobpy, Ladestrategien, Elektrofahrzeuge, Stromnetz, Lastprofile, Erneuerbare Energien, Netzintegration, Speichersystemsimulation, Modellierung.
Die Arbeit analysiert und kategorisiert verschiedene Simulationsmodelle für Komponenten des Energiesystems, um deren Nutzen für die Planung und Optimierung einer nachhaltigen Energieversorgung zu untersuchen.
Die zentralen Felder umfassen Batteriezellensimulation, Speichersysteme, erneuerbare Erzeugung, Stromsysteme, Netzsimulation, Energiesystemanalyse sowie die Erzeugung von Last- und Mobilitätsprofilen.
Das Ziel ist die Erstellung einer Übersicht leistungsfähiger Simulations-Tools und die Implementierung einer praktischen Schnittstelle zur Integration von Elektrofahrzeug-Daten in das Tool "SimSES".
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und Systemanalyse existierender Simulationswerkzeuge sowie der praktischen Implementierung eines Dateninterface mittels Python-Skripten.
Der Hauptteil bietet eine detaillierte Übersicht und den Vergleich zahlreicher Simulationsmodelle und vertieft die Funktionsweise von sechs ausgewählten Tools, die für die Forschung besonders relevant sind.
Wesentliche Begriffe sind Energiesystem, SimSES, Sektorkopplung, Simulationsmodelle, Batteriespeicher, emobpy und Ladestrategien.
Durch ein eigens geschriebenes Python-Skript, welches Zeitreihen und Leistungsprofile der Fahrzeugbatterie aus den emobpy-Pickle-Dateien extrahiert und in ein für SimSES lesbares CSV-Format konvertiert.
SimSES ist ein an der TU München entwickeltes Tool für die techno-ökonomische Simulation von stationären Batteriespeichern und dient als Basis, um durch neue Schnittstellen den Anwendungsbereich auf Fahrzeug-Ladestrategien zu erweitern.
Die Arbeit zeigt, dass Alterungsprozesse wie das Anwachsen der SEI-Schicht oder Lithium-Plating durch Faktoren wie Temperatur und Ladeverhalten beeinflusst werden und durch präzise Simulationsmodelle für eine längere Lebensdauer berücksichtigt werden können.
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