Diplomarbeit, 2020
116 Seiten
1 Geschichte von Cannabis
1.1 Vorkommen von Cannabis in der Menschheitsgeschichte
1.2 Geschichte der weltweiten Prohibition von Cannabis
1.2.1 Die Internationale Opiumkonferenz von 1924 bis 1925
1.2.2 Einfluss der USA auf eine weltweite Prohibition von Cannabis
1.2.3 Hanf als Gefahr für die Kunstfaser-, Papier-, und Phaserindustrie.
1.3 Verlauf der Prohibition in Österreich
1.4 Gründe für den heutigen Konsum
2 Weltweite Rechtslage von Cannabis
2.1 Rechtslage in den Vereinigten Arabischen Emiraten
2.2 Rechtslage in Portugal
2.2.1 Was bedeutet Entkriminalisierung?
2.3 Rechtslage in den USA
2.3.1 Richtlinien für Angestelltenverhältnisse in den USA
2.3.2 Rechtslage in Colorado
2.4 Rechtslage in Kanada
3 Analyse der aktuellen Rechtslage in Österreich
3.1 Aktuelle Rechtslage
3.2 Rechtsfolgen von Cannabis am Steuer
3.3 Legaler Anbau von Cannabis in Österreich
3.3.1 Agentur für Gesundheit- und Ernährungssicherheit (AGES)
3.4 Der Grundsatz „Therapie statt Strafe“
3.4.1 Resümee des österreichischen Strafsystems gegen Drogen
4 Kriminalpolitische Auswirkungen in Österreich
4.1 Aktuelle Kosten der Cannabisstrafverfolgung in Österreich
4.2 Veränderung der Kriminalität nach einer Legalisierung
4.3 Prognose der möglichen Kostenersparnis in der Kriminalpolitik
5 Gesundheitspolitische Auswirkungen
5.1 Generelle gesundheitliche Auswirkungen auf den Menschen
5.1.1 Kurzzeit Auswirkungen von Cannabis
5.1.2 Langzeit Auswirkungen von Cannabis
5.1.3 Auswirkungen von Cannabis auf die berufliche Leistungsfähigkeit
5.2 Gesundheitliche Auswirkungen in Colorado nach der Legalisierung
5.2.1 Analyse der Daten der Vergiftungszentrale in Colorado
5.2.2 Krankenhausaufenthalte und Behandlungen
5.2.3 Selbstmordrate
5.2.4 Schizophrenie
5.2.5 Erkrankungen der unteren Atemwege
5.3 Gesundheitliche Auswirkungen in Österreich
6 Veränderung der Hotellerie, des österreichischen Stadtbildes und der Gastronomie
6.1 Veränderung der Hotellerie
6.1.1 Reisemotive
6.1.2 Alter und Geschlecht der Cannabis Touristen
6.1.3 Bedeutung von Cannabis für Amsterdams Tourismus
6.1.4 Durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Touristen in Amsterdam
6.1.5 Ausgaben eines Wiener Touristen
6.2 Auswirkung von Coffeeshops auf die Gastronomie
6.2.1 Berechnung des jährlichen Cannabiskonsums eines durchschnittlichen Holländers
6.3 Veränderung des Stadtbildes
6.3.1 Prognose des zukünftigen Stadtbildes österreichischer Städte
7 Sicherheitspolitische Maßnahmen nach der Legalisierung
7.1 Festsetzung eines Mindestalters für den legalen Konsum
7.2 Verschärfte Fahrsicherheitskontrollen
7.2.1 Ausmaß der Fahrtüchtigkeitsbeeinträchtigung durch Cannabis
7.2.2 Bedarf an verschärften Verkehrskontrollen
7.3 Aufgaben und Verantwortung der Coffeeshops
7.3.1 Institutioneller Sicherheitsrahmen in Colorado
7.4 Sicherheitsrahmen in Österreich
7.5 Notwendigkeit von Sicherheitsmaßnahmen
8 Gewerberechtliche Schritte
8.1 Gewerberechtliche Lage einer Tabaktrafik
8.2 Berechtigung zur Eröffnung eines Cannabisshops
8.2.1 Richtlinien für Cannabisshops in Colorado
8.2.2 Gewerberechtliche Schritte zur Eröffnung einer Cannabis Verkaufsstelle
8.2.3 Nachweis der Befähigung für das Führen eines Coffeeshops
9 Beschreibung eines möglichen Absatzwegs für Cannabis
9.1 Bestehende Cannabis Absatzmodelle in Österreich
9.2 Wo Cannabis verkauft werden darf
9.2.1 Verkaufsstellen in Kanada und Colorado
9.2.2 Verkauf in Österreich
9.3 Track & Trace System
9.3.1 Produktverfolgung in Colorado
9.4 Absatzmodell für Österreich
10 Das Steuermodell in Colorado
10.1 Grobe Hochrechnung der aus Cannabis generierten Abgaben in Colorado für Österreich
10.2 Wohin Colorados Steuereinnahmen aus Cannabis fließen
11 Verbrauchs- und Verkehrssteuermodell von Österreich
11.1 Steuereinnahmen aus Verbrauchs- und Verkehrssteuern
11.2 Tabaksteuer in Österreich
11.2.1 Das Tabaksteuermodell
11.2.2 Die Rechtfertigung der Tabaksteuer
11.3 Die Rechtfertigung der Cannabissteuer
12 Fehler anderer Volkswirtschaften beim Legalisierungsprozess
12.1 Probleme in Kalifornien
12.2 Probleme in Colorado
12.3 Probleme in Kanada
12.4 Probleme in den Niederlanden
13 Prognose für den Cannabismarkt in Österreich und Beschreibung des Zielmarktes
13.1 Produktbeschreibung
13.1.1 Cannabis Gattungen und Beschreibung des Verkaufsgebietes
13.2 Kundenanalyse
13.2.1 Beschreibung der Zielgruppe
13.3 Den Wettbewerb analysieren
13.3.1 Der Staat
13.3.2 Verhandlungsmacht der Kunden
13.3.3 Verhandlungsmacht der Lieferanten
13.3.4 Substitutionsprodukte
13.3.5 Konkurrenten
13.4 Marktgröße und Marktentwicklung
13.4.1 Vorgangsweise der Berechnung der Marktgröße
13.5 Marktentwicklung
13.6 Analyse des Potenzials des Cannabismarktes in Österreich
14 Steuermodell und Steuerertrag
14.1 Verbrauchssteuer Cannabis
14.1.1 Besteuerung ausschließlich beim ersten Verkauf des Cannabis
14.1.2 Besteuerung ausschließlich beim Verkauf von Einzelhändlern an Konsumenten
14.1.3 Besteuerung beim ersten Verkauf und beim Verkauf an den Endverbraucher
14.2 Ermittlung des Steuersatzes
14.2.1 Festlegung des Steuersatzes
14.3 Ermittlung des potenziellen jährlichen Steuerertrags
14.3.1 Zusätzliche Wertschöpfung aus dem Tourismussektor
14.3.2 Steuerertrag zuzüglich Kostenersparnis aus der Kriminalpolitik
Die Diplomarbeit untersucht die volkswirtschaftlichen Auswirkungen einer möglichen Cannabis-Legalisierung in Österreich. Ziel ist es, unter Einbezug von Erfahrungen aus anderen Ländern, ein fundiertes Modell zu entwickeln, das sowohl Steuereinnahmen als auch sozioökonomische Faktoren berücksichtigt, um das wirtschaftliche Potenzial und die regulatorischen Erfordernisse zu bewerten.
1.2.3 Hanf als Gefahr für die Kunstfaser-, Papier-, und Phaserindustrie.
Hanf verlor in der Zeit des 20. Jahrhunderts, in der Industrialisierung, an Bedeutung, weil die maschinelle Gewinnung von Fasern aus der Pflanze für eine massenhafte Produktion noch nicht erfunden war. Deshalb verlor die Pflanze in der Industrie an Geltung, jedoch arbeiteten Unternehmen an einer Lösung.
„Das Bulletin des US-Landwirtschaftsministerium schrieb in seiner 404. Ausgabe, dass, falls eine Ernte- und Schälmaschine auf den Markt käme, Hanf seine Bedeutung als größter landwirtschaftlicher Industriezweig wiedererlangen wird.“
1938 war es so weit, die erste Maschine zur Gewinnung von Hanffasern kam auf den Markt und große Papier-, Holz- und Zeitungsunternehmen wie Hearst Paper Manufacturing Division oder Kimberly Clark bekamen seitens der Hanfindustrie Konkurrenz, denn Papier aus Hanf ist qualitativ hochwertiger und auch günstiger zu produzieren als Papier aus Holz. DuPont, ein Chemie- und Sprengstoffhersteller, patentierte ein Verfahren zur Herstellung von Kunstfasern und Plastik aus Öl, sowie ein Sulfit Verfahren zur Herstellung von Holzzellmasse. Mit Kunststoff stellte DuPont TNT und Dynamit her, was ursprünglich aus Hanfwerk hergestellt wurde. DuPont war zu dieser Zeit ein Monopol am Sprengstoffmarkt und deckte 40 % des Munitionsbedarfs der Alliierten im Zweiten Weltkrieg. Aus Cannabis lässt sich nämlich nicht nur Papier herstellen, sondern war früher auch ein Bestandteil zur Herstellung von TNT und Dynamit. Andrew Mellon war durch seine „Mellon Bank of Pittsburgh“ der bedeutendste Geldgeber für das Unternehmen DuPont und war im Kabinett von US-Präsident Herber Hoovers Finanzminister der USA. Mellon ernannte den Mann seiner zukünftigen Nichte Harry J. Anslinger zum Leiter der Rauschgift- und Drogenbehörde FBNDD. Von nun an hatte DuPont starken Einfluss auf die Illegalisierung von Substanzen, da Harry J. Anslinger im Familienkreis von ihm war.
1 Geschichte von Cannabis: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Nutzung und weltweite Prohibition der Cannabispflanze sowie deren soziokulturelle Bedeutung im Wandel der Zeit.
2 Weltweite Rechtslage von Cannabis: Ein Überblick über die diversen gesetzlichen Regulierungen und Ansätze zur Cannabis-Kontrolle in Ländern wie den VAE, Portugal, den USA und Kanada.
3 Analyse der aktuellen Rechtslage in Österreich: Untersuchung der spezifischen österreichischen Gesetzgebung, der Straftatbestände und des Konzepts „Therapie statt Strafe“.
4 Kriminalpolitische Auswirkungen in Österreich: Bewertung der Kosten für Strafverfolgung und Prognose der potenziellen Kostenersparnisse bei einer Marktöffnung.
5 Gesundheitspolitische Auswirkungen: Analyse gesundheitlicher Risiken für den Menschen und Erkenntnisse aus dem Markt in Colorado hinsichtlich öffentlicher Gesundheit.
6 Veränderung der Hotellerie, des österreichischen Stadtbildes und der Gastronomie: Beurteilung der Auswirkungen eines Cannabissektors auf den Tourismus, die Gastronomie und das Erscheinungsbild österreichischer Städte.
7 Sicherheitspolitische Maßnahmen nach der Legalisierung: Erarbeitung von Sicherheitskonzepten, Jugendschutzmaßnahmen und Anforderungen an die Fahrsicherheit.
8 Gewerberechtliche Schritte: Darstellung der Voraussetzungen für eine gewerberechtliche Zulassung zur Eröffnung von Verkaufsstellen.
9 Beschreibung eines möglichen Absatzwegs für Cannabis: Entwicklung eines Modells für den kontrollierten Handel vom Produzenten bis zum Endkunden.
10 Das Steuermodell in Colorado: Analyse des bestehenden Steuersystems in Colorado als Vorlage für österreichische Steueransätze.
11 Verbrauchs- und Verkehrssteuermodell von Österreich: Ableitung von Besteuerungsstrategien unter Berücksichtigung bestehender Tabaksteuermodelle.
12 Fehler anderer Volkswirtschaften beim Legalisierungsprozess: Kritische Auseinandersetzung mit Fehlentwicklungen in Kalifornien, Colorado, Kanada und den Niederlanden.
13 Prognose für den Cannabismarkt in Österreich und Beschreibung des Zielmarktes: Detaillierte Marktprognose unter Berücksichtigung von Produkt, Zielgruppe und Wettbewerbsanalyse.
14 Steuermodell und Steuerertrag: Berechnung der potenziellen jährlichen Steuereinnahmen und zusätzlichen Wertschöpfungseffekte für Österreich.
15 Zusammenfassung: Abschließendes Fazit der zentralen Ergebnisse der Arbeit.
16 Resümee: Persönliches Fazit der Autoren zur Themenfindung und Bearbeitung.
Cannabis, Legalisierung, Österreich, Steuermodell, Marktanalyse, Kriminalpolitik, Gesundheitspolitik, Tourismus, Jugendschutz, Gewerberecht, Suchtmittelgesetz, Cannabis-Coffeeshops, Schwarzmarkt, volkswirtschaftliche Auswirkungen, Prävalenz.
Die Arbeit analysiert die potenziellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen einer Legalisierung von Cannabis in Österreich, unter Berücksichtigung internationaler Modelle.
Die Schwerpunkte liegen auf der Rechtslage, den Auswirkungen auf Kriminalität und Gesundheit, dem Tourismussektor, dem gewerberechtlichen Rahmen sowie der steuerlichen Modellierung.
Das primäre Ziel ist die fundierte Erstellung eines Modells für einen legalen Cannabismarkt in Österreich, inklusive Prognosen für mögliche Steuereinnahmen und Marktpotenziale.
Es werden Literaturanalysen, die Auswertung bestehender Statistiken aus anderen Ländern (insbes. Colorado) und eine ökonomische Modellbildung für den österreichischen Kontext angewendet.
Der Hauptteil umfasst eine umfassende Rechtsanalyse, Marktprognosen, die ökonomische Berechnung von Marktpotenzialen sowie die Ausarbeitung eines gewerblichen Konzepts.
Zu den zentralen Begriffen zählen Cannabis, Legalisierung, Steuermodell, Kriminalpolitik, Marktanalyse und wirtschaftliches Potenzial.
Die Autoren betonen, dass hohe Markteintrittsbarrieren und komplexe regulatorische Auflagen den Schwarzmarkt nicht verdrängen, sondern sogar stärken können.
Colorado gilt als Pionierstaat, der sehr gut dokumentierte Daten über den Cannabismarkt und ein etabliertes Steuermodell bereitstellt, welches als Grundlage für österreichische Prognosen dient.
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