Diplomarbeit, 2008
82 Seiten, Note: 1,3
1 Zugang zum Thema
1.1 Patientenorientierung im Krankenhaus
1.2 Patientenorientierung im perioperativen Kontext
1.3 Zielsetzung der Arbeit und Abgrenzung des Themas
2 Perioperative Pflege aus professioneller Sicht
2.1 Definitionen und Begrifflichkeiten
2.1.1 Die perioperative Behandlungsphase
2.1.2 Das Nicht-ärztliche Personal
2.1.3 Die professionelle Pflege
2.1.4 Die Pflege als Dienstleistung
2.2 Diskussion ethisch-moralischer Werte
2.3 Pflegediagnosen in der perioperativen Behandlungsphase
2.4 Perioperative Betreuung im pflegetheoretischen Kontext
2.5 Pflege- Dienstleistungen in der perioperativen Behandlungsphase
3 Untersuchung der Patientenbedürfnisse
3.1 Fragestellungen
3.2 Untersuchungsdesign
3.2.1 Untersuchungsmethode
3.2.2 Auswahlverfahren
3.2.3 Interviewleitfaden
3.2.4 Ablaufplanung und Zugang zum Untersuchungsfeld
3.3 Auswertung der Interviews
3.4 Bewertung der Ergebnisse
4 Patientenorientierte Versorgungsstrukturen
4.1 Personelle Anforderungen und Strukturkriterien
4.1.1 erforderliche Kompetenzen der nicht ärztlichen Akteure
4.1.2 Aufgabenabgrenzung und berufsübergreifende Zusammenarbeit
4.1.3 Anforderungen an die Personalentwicklung
4.2 Prozessuale Anforderungen und Strukturkriterien
4.2.1 Der perioperative Behandlungsprozess
4.2.2 Patientenorientierung und perioperativer Behandlungsprozess
4.2.3 Anforderungen an die Organisationsentwicklung
5 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die Bestimmungsgrößen einer patientenorientierten Betreuung im operativen Funktionsbereich, wobei der Fokus gezielt auf nicht-ärztlichen Tätigkeitsfeldern liegt, um Strategien zur Verbesserung der Versorgungsqualität und der Patientenwahrnehmung im perioperativen Kontext zu entwickeln.
1.1 Patientenorientierung im Krankenhaus
Durch den verstärkten Wettbewerb und ein verändertes Selbstverständnis der Patienten, sind die Krankenhäuser mittlerweile gezwungen, ihre Unternehmensziele zunehmend auf eine marktorientierte Dienstleistung hin auszurichten. Im Rahmen eines Dienstleistungsmarketings sind die Bedürfnisse des Patienten in die Leistungserstellung zu integrieren (vgl. THIELE, 2002, 35), da er als Kunde den auslösenden Faktor für die Produktion der Dienstleistung darstellt. Möglicherweise wird der Kunde „Patient“ zukünftig auch ein stärkeres Käuferverhalten durch eine wettbewerbsorientierte Auswahl der Klinik anstreben. Aufgrund der Immaterialität von Dienstleistungen, ist ihm die prospektive Prüfung der Dienstleistungsqualität jedoch verwehrt; für manche Leistungen gilt dies mangels erforderlicher Fachkenntnis sogar grundsätzlich (z.B. Qualität von medizinischer Diagnose oder Operation). Zur Risikobegrenzung muss der Patient nach Kompetenz- und Vertrauenssignalen suchen, an denen er auch seine Erwartungen (Soll) ausrichten wird.
Dabei ist er mangels objektiver Kriterien, auf die subjektive Bewertung erfassbarer Bestandteile von Dienstleistungsqualität angewiesen. Diese erfolgt vor der Leistungsabgabe über die Sammlung möglichst glaubhafter Informationen und nach Leistungsempfang über die erlebte Erfahrung. Zu den wesentlichen Qualitätsmerkmalen gehören „Zuverlässigkeit“ (verlässliche, präzise Ausführung der versprochenen Leistung), „Reaktionsbereitschaft“ (individuelle Bereitschaft zur schnellen Hilfe), „Sicherheit und Kompetenz“ (Fachwissen, Höflichkeit und Verlässlichkeit des Anbieters), „Einfühlungsvermögen“ (individuelle Zuwendung des Anbieters für den Kunden) sowie „Tangibles“ (Erscheinungsbild der Einrichtung und Ausrüstung sowie des Personals). (Vgl. ROSE, 2002, 9-12) Das Ausmaß der resultierenden Kundenzufriedenheit lässt sich über den Erklärungsansatz der „nicht bestätigten Erwartungen“ darstellen, wobei die Annahme eines automatischen Soll- / Ist-Vergleiches zu Grunde liegt. Dies bedeutet, der Kunde ist dann zufrieden, wenn er angenehm überrascht wird, weil die wahrgenommene Ist-Leistung die erwartete Soll-Leistung übertrifft (positive Nichtbestätigung), oder zumindest dieser entspricht. Die Bestätigung bzw. Nichtbestätigung der erwarteten Dienstleistungsqualität ist ausschlaggebend für den Ausbau des Kundenstamms gegenüber der Konkurrenz (vgl. ROSE, 2002, 21), d.h. im Falle einer als unzureichend wahrgenommenen Ist-Leistung wird die Loyalität des Patienten möglicherweise abnehmen.
1 Zugang zum Thema: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit von Patientenorientierung im Krankenhaus aufgrund von Wettbewerbsdruck und dem veränderten Selbstverständnis von Patienten.
2 Perioperative Pflege aus professioneller Sicht: Hier werden fachliche Definitionen, pflegetheoretische Grundlagen sowie ethische Aspekte der perioperativen Betreuung dargestellt.
3 Untersuchung der Patientenbedürfnisse: Dieses Kapitel beschreibt das qualitative Forschungsdesign und die Auswertung von Patienteninterviews zur Identifikation individueller Bedürfnisse.
4 Patientenorientierte Versorgungsstrukturen: Hier werden personelle und prozessuale Anforderungen analysiert, die für eine erfolgreiche Implementierung patientenorientierter Maßnahmen notwendig sind.
5 Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und betont die Bedeutung von interdisziplinärer Zusammenarbeit und empathischer Pflege.
Patientenorientierung, perioperative Pflege, Dienstleistungsqualität, Pflegediagnosen, Krankenhausmanagement, Patientenbedürfnisse, Versorgungsstrukturen, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Personalentwicklung, Patientenbindung, Qualitätssicherung, Behandlungsprozesse, Fallschwere, Pflegeprozess, operative Versorgung.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Optimierung der Pflegequalität im perioperativen Bereich, um den Patienten als Kunden in den Mittelpunkt einer professionellen Dienstleistung zu stellen.
Im Zentrum stehen die Analyse von Patientenerwartungen, die Anwendung von Pflegediagnosen im OP-Bereich sowie die Gestaltung effizienter und bedürfnisorientierter Versorgungsstrukturen.
Ziel ist es, die Bestimmungsgrößen einer patientenorientierten Betreuung im operativen Funktionsbereich zu untersuchen und aufzuzeigen, wie nicht-ärztliches Personal diese durch professionelle Dienstleistung erfüllen kann.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf halbstandardisierten Interviews mit Patienten basiert, um individuelle Bedürfnisse und Erwartungshaltungen zu explorieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Perspektive auf Pflege, eine empirische Untersuchung von Patientenbedürfnissen sowie die Ableitung von konkreten strukturellen Anforderungen an die Krankenhausorganisation.
Wesentliche Begriffe sind Patientenorientierung, perioperative Pflege, Dienstleistungsmanagement im Krankenhaus und die Berücksichtigung von Pflegediagnosen bei der Betreuungsplanung.
Der OP-Bereich ist durch eine hohe funktionale Differenzierung, Zeitdruck und eine medizinisch-technische Dominanz geprägt, die das Individuum oft als Objekt und nicht als Subjekt erscheinen lässt.
Die Arbeit identifiziert den Wunsch der Patienten nach einer Einbeziehung der Angehörigen und der Informationsweitergabe an diese als wichtiges, wenn auch individuell unterschiedlich gewichtetes Bedürfnis.
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