Masterarbeit, 2016
73 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Sachanalyse: Exegese zu Lk 15, 11-32
2.1. Text Lk 15,11-32: Abschrift des zugrundegelegten Textes
2.2. Analyse des Textes
2.2.1. Abgrenzung und Kontext
2.2.2. Ausformulierte Gliederung des Textes
2.2.3. Abgrenzung von Tradition und Redaktion
2.2.4. Gattungsbestimmung der Überlieferung
2.2.5. Begriffsbestimmung bzw. religionsgeschichtliche Analyse
2.3. Interpretation
2.3.1. Interpretation der vorlukanischen Überlieferung
2.3.2. Interpretation des lukanischen Textes
2.3.3. Interpretation des Textes im theologischen Gesamtrahmen des Lukas
2.4. Die Bedeutung des Textes für die Gegenwart
3. Bedingungsanalyse
3.1. Allgemeine Voraussetzungen
3.2. Entwicklungspsychologische Voraussetzungen
4. Didaktische Analyse
4.1. Einführung in das Thema
4.2. Lernziele der Unterrichtseinheit
4.3. Kompetenzfelder
4.4. Konzeptionsmodelle der Unterrichtseinheit
4.5. Methodische Analyse
5. Ausformulierte Gliederung der Unterrichtseinheit
5.1. Erste Unterrichtsstunde
5.2. Zweite Unterrichtsstunde
5.3. Dritte Unterrichtsstunde
5.4. Vierte Unterrichtsstunde
5.5. Fünfte und sechste Unterrichtsstunde
5.6. Siebte Unterrichtsstunde
5.7. Achte Unterrichtsstunde
6 Tabellen
6.1. Tabelle der Unterrichtseinheit
6.2. Tabelle der 5. Unterrichtsstunde: Gott der barmherzige Vater
7. Zusammenfassung
Die vorliegende Masterarbeit entwickelt eine Unterrichtseinheit für das Fach Religion in der vierten Klasse der Grundschule zum Thema "Wie stelle ich mir Gott vor?". Ziel ist es, durch die Analyse des Gleichnisses vom verlorenen Sohn (Lk 15, 11-32) ein differenziertes Gottesbild bei den Schülern zu fördern, ihre eigene Gottesvorstellung bewusst zu machen und ihnen die Erfahrung eines barmherzigen, verzeihenden Gottes näherzubringen.
2.2.1. Abgrenzung und Kontext
Für die Perikope das Gleichnis vom verlorenen Sohn in Lk 15,11-32 wird im Folgenden sowohl zum Gesamtrahmen des Evangeliums, als auch zum engeren Kontext des Gleichnisses eine Abgrenzung vorgenommen. Dies geschieht methodisch von der Makro- zur Mikroebene. Hierfür wird das Lukasevangelium in seiner Gesamtheit betrachtet.
Die genannte Perikope ist zum einen nach und nach hinten abgegrenzt, zugleich jedoch mit dem Vorausgehenden verbunden. So bilden die Gleichnisse vom verlorenen Schaf, der verlorenen Drachme eine Einheit mit dem Gleichnis vom verlorenen Sohn des Lukasevangeliums und sollen als Beispiel für ein vorbildliches Handeln dienen. Beide Gleichnisse Lk 15,1-10 sind entsprechend eng miteinander verwoben und weisen einen identischen Aufbau auf, so „dass man von einem Doppelgleichnis sprechen kann“. Eingeleitet wird das 15. Kapitel durch die Verse 1-3; die Ansprache des Publikums, verkörpert durch Zöllner und Sünder. Alle drei Gleichnisse „bilden eine einzige lange Rede“ und können als Gleichnistrilogie vom Verlieren, Wiederfinden und der Freude darüber bezeichnet werden. Die dreistufige Rede erreicht ihren Höhepunkt durch das dritte Gleichnis (Lk 15,11-32). Inhaltlich, zeitlich als auch sprachlich unterscheidet sich dieses jedoch von den zwei vorherigen. Das Ende der Perikope ist offen und durch das argumentative Gespräch zwischen Vater und dem älteren Sohn gekennzeichnet.
1. Einleitung: Vorstellung der Thematik "Wie stelle ich mir Gott vor?" und der Zielsetzung, ein vertiefendes Gottesbild anhand von Lk 15, 11-32 zu entwickeln.
2. Sachanalyse: Exegese zu Lk 15, 11-32: Detaillierte historisch-kritische Analyse des Textes inklusive Gattungsbestimmung und Interpretation der lukanischen Redaktion.
3. Bedingungsanalyse: Darstellung der Rahmenbedingungen der Schule sowie der entwicklungspsychologischen Voraussetzungen der Schüler einer vierten Klasse.
4. Didaktische Analyse: Herleitung der Lernziele und Kompetenzfelder sowie Begründung der gewählten Konzeptionsmodelle und Methoden für den Unterricht.
5. Ausformulierte Gliederung der Unterrichtseinheit: Detaillierte Darstellung des Unterrichtsverlaufs für acht Einheiten inklusive Einstiegsritualen und methodischen Schritten.
6 Tabellen: Zusammenfassende Übersichten der gesamten Unterrichtseinheit sowie spezifisch der fünften Unterrichtsstunde.
7. Zusammenfassung: Resümee über die Bedeutung des Gleichnisses für die heutige Zeit und die gelungene Übertragung der exegetischen Ergebnisse in die Unterrichtspraxis.
Gleichnis vom verlorenen Sohn, Lk 15, 11-32, Religionsunterricht, Grundschule, Gottesbild, Exegese, Didaktik, Barmherziger Vater, Theologisieren mit Kindern, Sünde, Umkehr, christlicher Glaube, Gemeindepädagogik, Unterrichtsentwurf, Verlorengehen.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Vermittlung eines differenzierten Gottesbildes im Religionsunterricht der vierten Grundschulklasse anhand des Gleichnisses vom verlorenen Sohn (Lk 15, 11-32).
Die zentralen Felder sind die historisch-kritische Exegese des biblischen Textes, die Analyse der Lernvoraussetzungen von Kindern und die didaktisch-methodische Planung einer Unterrichtseinheit.
Ziel ist es, den Kindern durch die Auseinandersetzung mit dem Gleichnis ein vertiefendes Gottesbild zu ermöglichen, in dem sie eigene Gottesvorstellungen reflektieren und Gott als barmherzigen Vater kennenlernen.
Die Arbeit nutzt schwerpunktmäßig die historisch-kritische Exegese zur Textanalyse sowie fachdidaktische Ansätze wie das subjektorientierte Lernen und das Theologisieren mit Kindern.
Der Hauptteil umfasst eine ausführliche Sachanalyse (Exegese), eine Bedingungsanalyse der Lerngruppe, eine didaktische Reflexion und einen ausformulierten Unterrichtsentwurf über acht Schulstunden.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören das Gleichnis vom verlorenen Sohn, Gottesbild, Grundschule, Religionsunterricht, Exegese, Didaktik und Barmherzigkeit.
Das Rollenspiel dient dazu, dass sich die Schüler in die verschiedenen Figuren des Gleichnisses hineinversetzen, Empathie entwickeln und die Gefühle der Akteure (Weggang, Reue, Freude des Vaters) nachvollziehen können.
Es ermöglicht den Kindern, als aktive Experten ihre eigenen Gedanken und Fragen an Gott zu formulieren, anstatt nur vorgefertigte Antworten zu übernehmen, was ihre theologische Orientierung stärkt.
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