Bachelorarbeit, 2020
100 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Stress
2.1 Definition und Begriffsbestimmung
2.2 Entstehung von Stress
2.3 Stressoren
2.4 Stressreaktionen und Stressgeschehen
2.5 Folgen von Stress
3 Stressbewältigung – Coping
3.1 Definition und Begriffsbestimmung
3.2 Formen von Coping
3.3 Copingstrategien
3.4 Stressbewältigungsmethoden
3.5 Selbstwirksamkeit
4 Aktueller Forschungsstand
5 Ableitung der Hypothesen
6 Methodik
6.1 Untersuchungsdesign
6.2 Fragebogenkonzeption
6.3 Stichprobe
6.4 Datenauswertung
7 Ergebnisse
7.1 Reliabilitätsanalyse
7.2 Deskriptive Statistiken
7.3 Multiple Regressionsanalyse
7.4 Korrelationsanalyse
7.5 t-Test für unabhängige Stichproben
8 Diskussion
8.1 Interpretation der Ergebnisse
8.2 Kritische Würdigung
9 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht am Beispiel der COVID-19-Pandemie, inwiefern sich das individuelle Stresserleben in Krisensituationen durch verschiedene Copingstrategien, Bewältigungsmethoden und persönliche Ressourcen reduzieren lässt, um daraus Handlungsempfehlungen für vergleichbare Belastungssituationen abzuleiten.
2.2 Entstehung von Stress
Den Ausführungen zum Erleben sowie den Auswirkungen einer Stressempfindung muss zunächst eine Betrachtung ihrer Entstehung vorangestellt werden. Aus neurobiologischer Perspektive nimmt Stress seinen Anfang im Gehirn. Konkreter gesagt in dem limbischen System, in dem die über die Sinne wahrgenommenen Reize zunächst als bedrohlich oder nicht bedrohlich eingestuft werden. Diese Bewertung wird auf Basis von persönlichen Erfahrungen mit ähnlichen, vergangenen Situationen vorgenommen, die im limbischen System gespeichert sind. Auf die Einschätzung des neuen Reizes als eine Bedrohung folgt eine Aktivierung des Organismus (Struhs-Wehr, 2017). Zunächst wird durch die Aussendung von Alarmsignalen die erste Stressachse, die sogenannte Sympathikus-Nebennierenmark-Achse, stimuliert. Dies bedingt eine vermehrte Ausschüttung des Hormons Adrenalin, wodurch Energie bereitgestellt und der Körper kurzzeitig aktiviert wird. Kann der Stressor mithilfe der freigesetzten Energie dennoch nicht bewältigt werden, wird die zweite Stressachse aktiviert, die als Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse bezeichnet wird. Dadurch wird das Stresshormon Cortisol freigesetzt, das die Widerstandsfähigkeit des Organismus gegenüber dem Stressor erhöht. Folglich wird der Körper befähigt, die Belastung über einen längeren Zeitraum hinweg aushalten zu können (Kaluza, 2018b; Struhs-Wehr, 2017).
Nach dem kognitiv-transaktionalen Ansatz entwickelt sich Stress aus der prozesshaften Interaktion zwischen Individuum und Umwelt. Das populärste Modell, dem dieser Ansatz zugrunde liegt, ist das transaktionale Stressmodell von Lazarus (1984). Die Annahmen des Modells basieren auf der grundlegenden Prämisse, dass das Individuum und seine Umwelt gegenseitig aufeinander einwirken und miteinander interagieren (Greif, 1991; Lazarus & Folkman, 1984). Die zentrale Komponente des Stressgeschehens bilden subjektive Bewertungsprozesse, die maßgeblich über die Entstehung eines Stressempfindens bestimmen.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der COVID-19-Pandemie als globale Krisensituation ein und begründet die Relevanz der Untersuchung des individuellen Stresserlebens.
2 Stress: Hier werden theoretische Grundlagen zu Stress, dessen Entstehung, Stressoren, Stressreaktionen und langfristigen Folgen dargelegt.
3 Stressbewältigung – Coping: Dieses Kapitel erläutert den Begriff des Copings, differenziert zwischen verschiedenen Strategien und Methoden sowie der Rolle der Selbstwirksamkeit.
4 Aktueller Forschungsstand: Hier werden relevante Erkenntnisse aus der Stress- und Copingforschung referiert und in den Kontext von Epidemien und Pandemien eingeordnet.
5 Ableitung der Hypothesen: Basierend auf der Theorie und dem Forschungsstand werden konkrete Hypothesen für die empirische Untersuchung formuliert.
6 Methodik: Dieses Kapitel beschreibt das quantitative Forschungsdesign, die Fragebogenkonzeption, die Stichprobenzusammensetzung sowie die gewählten statistischen Auswertungsverfahren.
7 Ergebnisse: Hier werden die Ergebnisse der Reliabilitätsanalyse, der deskriptiven Statistiken sowie der inferenzstatistischen Hypothesentests dargestellt.
8 Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert, kritisch gewürdigt und in den theoretischen Kontext zurückgeführt.
9 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und zieht Schlussfolgerungen hinsichtlich der Stressreduktion in Krisensituationen.
Stress, Coping, COVID-19-Pandemie, Krisensituation, Stressbewältigung, Selbstwirksamkeit, psychische Belastung, Ressourcen, Stressregulation, sportliche Aktivität, Entspannung, interpersonelle Kontakte, psychische Gesundheit, Stressoren, Stressverarbeitung.
Die Arbeit untersucht, wie Individuen das Stressempfinden während der COVID-19-Pandemie bewältigen und welche Faktoren dabei stressreduzierend wirken.
Die zentralen Themen sind Stressentstehung, Copingstrategien, die Rolle persönlicher Ressourcen wie Selbstwirksamkeit sowie der Einfluss von sozialen Kontakten, Sport und Entspannungsmethoden.
Ziel ist es aufzuzeigen, welche Strategien und Ressourcen effektiv dazu beitragen, das subjektive Stressempfinden in einer Krisensituation wie der Pandemie zu verringern.
Es wurde ein quantitativer Forschungsansatz mit einer Online-Befragung (Querschnittsdesign) gewählt, deren Daten mittels multipler Regressionsanalysen, Korrelationsanalysen und t-Tests ausgewertet wurden.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung von Stress und Coping, den aktuellen Forschungsstand, die Hypothesenbildung, das methodische Vorgehen sowie die detaillierte Darstellung und Interpretation der empirischen Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Stress, Coping, COVID-19-Pandemie, Selbstwirksamkeit, psychische Belastung und Ressourcen.
Die Studie zeigt, dass eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung negativ mit der subjektiven Stressbelastung korreliert, also zur Stressreduktion beiträgt.
Überraschenderweise konnte in dieser Untersuchung kein statistisch signifikanter Effekt der sportlichen Aktivität auf das Stresserleben in der Pandemie-Krisensituation nachgewiesen werden.
Die Pandemie stellt eine globale, neuartige Krisensituation mit weitreichenden persönlichen und gesellschaftlichen Einschränkungen dar, die eine hohe Relevanz für die Untersuchung von Stressphänomenen aufweist.
Die Autorin schlussfolgert, dass insbesondere die Förderung adaptiver Strategien wie positives Denken und die Stärkung der Selbstwirksamkeit sowie der Erhalt sozialer Kontakte wirksame Ansätze zur Resilienzstärkung in Krisenzeiten sind.
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