Bachelorarbeit, 2006
30 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1 Einführung
1.2 Methode
2. Geschichtlicher Überblick
2.1 Erste Phase der japanischen Herrschaft (1910-1919)
2.2 Zweite Phase der japanischen Herrschaft (1920-1930)
2.3 Dritte Phase der japanischen Herrschaft (1931-1945)
3. Analyse der Auswirkungen anhand von Wirtschaftsfaktoren
3.1 Humankapital bzw. Wissensressourcen
3.1.1 Auswirkungen auf das koreanische Bildungssystem
3.1.2 Auswirkungen auf das Arbeitskräftepotenzial
3.2 Materielle Ressourcen
3.3 Kapitalbildung
3.3.1 Koreanische Unternehmen bzw. chaebŏl
3.3.2 Investitionen
3.4 Infrastrukturen
3.4.1 Auswirkungen auf Eisenbahnnetze
3.4.2 Auswirkungen auf das Straßennetz und Häfen
3.4.3 Auswirkungen auf das Kommunikationsnetz
4. Auswirkungen auf die koreanische Wirtschaft nach der Kolonialzeit
4.1 Koreanische Wirtschaft nach dem 2. Weltkrieg
4.2 Koreanische Wirtschaft nach dem Korea-Krieg
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der japanischen Kolonialherrschaft auf Korea als Wirtschaftsstandort, wobei die zentrale Forschungsfrage darauf abzielt, ob diese Ära trotz ihrer repressiven Natur entwicklungsfördernde ökonomische Impulse für Korea lieferte. Dabei wird analysiert, inwieweit Japan durch den Aufbau von Humankapital, Kapitalstrukturen und technischer Infrastruktur eine Basis für die spätere wirtschaftliche Entwicklung schuf.
3.1.1 Auswirkungen auf das koreanische Bildungssystem
Schon bevor Korea eine japanische Kolonie wurde, gab es einige moderne Schulen wie die Wŏnsan Haksa (1883) und Yŏng- ŏ Hakkyo (1883) und sogar eine Mädchenschule (Ewha), die von Missionaren gegründet wurde. Aber als Korea im Jahre 1910 von Japan annektiert wurde, basierte das Bildungssystem auf der Chosen Bildungsverfügung, welche ein Jahr später wirksam wurde. Es war eine Verordnung über das neue Bildungssystem der Koreaner unter den Japanern, in der genau festgelegt wurde, was der Zweck der Bildung ist, sowie ihre Dauer und ihr Niveau. Das einzige Ziel dieser Verordnung war das der Indoktrinierung der Koreaner als loyale Untertanen Japans.
Es gab drei Arten von Ausbildung: Die grundlegende Ausbildung in Standardschulen (3-4 Jahre), die berufliche (2-3 Jahre) und die professionelle Ausbildung (3-4 Jahre). Bis 1919 gab es in Korea nur eine Grundschule pro Landkreis, insgesamt vier öffentliche und nur zwei öffentliche Mädchenschulen. Private Schulen, wie z.B. die von Missionaren gegründeten, wurden unter strikte Kontrolle gesetzt und einigen Regulationen unterworfen, wie z.B. die Pflicht, dass Lehrer japanisch sprechen können müssen. In diesem Zeitraum verringerte sich die Anzahl von privaten Schulen, was eindeutig das Ziel dieser japanischen Politik war.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Kontroverse zwischen neo-marxistischer Unterentwicklungstheorie und entwicklungsfördernden Thesen zur Kolonialgeschichte ein und definiert das methodische Vorgehen.
2. Geschichtlicher Überblick: Es werden die drei Phasen der japanischen Kolonialherrschaft in Korea von 1910 bis 1945 detailliert dargestellt und historisch kontextualisiert.
3. Analyse der Auswirkungen anhand von Wirtschaftsfaktoren: Dieser Kernabschnitt untersucht die Auswirkungen auf das Humankapital, materielle Ressourcen, die Kapitalbildung sowie die technische Infrastruktur Koreas.
4. Auswirkungen auf die koreanische Wirtschaft nach der Kolonialzeit: Das Kapitel analysiert die wirtschaftliche Situation Koreas nach der Befreiung und nach dem Korea-Krieg im Kontext der kolonialen Erblast.
5. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass Japan trotz der brutalen Fremdherrschaft durch Modernisierung und Infrastrukturausbau eine Basis für Koreas spätere wirtschaftliche Erfolge schuf.
Japanische Kolonialherrschaft, Korea, Wirtschaftsstandort, Humankapital, Bildungssystem, Kapitalbildung, chaebŏl, Infrastruktur, Modernisierung, Industrielle Entwicklung, Kolonialgeschichte, Volkswirtschaft, Wirtschaftswachstum, Arbeitsproduktivität, Technologietransfer
Die Arbeit befasst sich mit den langfristigen ökonomischen Folgen der japanischen Besatzungszeit auf Korea und hinterfragt den Einfluss der Kolonialpolitik auf die Industrialisierung des Landes.
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung des Humankapitals durch das Bildungswesen, der Entstehung der chaebŏl-Unternehmensstrukturen sowie dem Ausbau der technischen Infrastruktur.
Ziel ist es aufzuzeigen, dass trotz der repressiven Bedingungen der Kolonialzeit auch ökonomisch positive Grundlagen geschaffen wurden, die Korea nach der Unabhängigkeit als Basis dienen konnten.
Die Autorin nutzt wirtschaftstheoretische Ansätze, insbesondere die Analyse von nationalen Wettbewerbsfaktoren (in Anlehnung an Porter), um die historischen Entwicklungsfaktoren der Kolonialära systematisch zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse spezifischer Wirtschaftsfaktoren wie Bildung, Kapitalbildung, Infrastruktur und eine abschließende Untersuchung der wirtschaftlichen Lage Koreas nach 1945.
Zentrale Begriffe sind neben der japanischen Kolonialherrschaft und dem Begriff des Humankapitals vor allem der Wandel zur chaebŏl-Kultur und die infrastrukturelle Modernisierung Koreas.
Die chaebŏl werden als strukturell ähnliche, aber durch staatliche Unterstützung und spezifische Eigenheiten (wie das Fehlen eigener Banken) geprägte koreanische Unternehmensgruppen beschrieben, die auf kolonialen Vorbildern basieren.
Es wird aufgezeigt, dass die japanische Bildungspolitik primär auf Indoktrination und die Ausbildung von Arbeitskräften für den eigenen Bedarf ausgerichtet war, jedoch gleichzeitig moderne Bildungsstrukturen schuf.
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