Masterarbeit, 2021
97 Seiten, Note: 1,2
1 Einleitung
1.1 Relevanz und Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Forschungsfrage
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Goodwill-Accounting im Konzernabschluss
2.1 Begriffsdefinition und -abgrenzung
2.2 Die Erstbilanzierung des Goodwills nach IFRS 3
2.2.1 Zielsetzung und Anwendungsbereich
2.2.2 Arten von Unternehmenszusammenschlüssen
2.2.3 Die Erwerbsmethode
2.3 Die Folgebewertung des Goodwills
2.3.1 Grundsätze der Folgebilanzierung
2.3.2 Cash-generating Unit
2.3.3 Häufigkeit und Auslöser
2.3.4 Vorgehensweise und Bestimmung des erzielbaren Betrags
2.3.5 Erfassung eines Goodwill-Impairment
2.4 Angabepflichten im Rahmen der Goodwill-Bilanzierung
2.5 Bilanzpolitische Spielräume
3 Gegenwärtiger Forschungsstand
4 Empirische Untersuchung der Entwicklung des Goodwills
4.1 Zielsetzung und methodische Vorgehensweise der Erhebung
4.1.1 Zielsetzung
4.1.2 Datengrundlage
4.1.3 Vorgehensweise zur Analyse der Konzernabschlüsse
4.2 Ergebnisse der Untersuchung
4.2.1 Relation des Goodwills zu ausgewählten Bilanzposten
4.2.1.1 Der Goodwill in Relation zur Bilanzsumme
4.2.1.2 Der Goodwill in Relation zum Anlagevermögen
4.2.1.3 Der Goodwill in Relation zum Eigenkapital
4.2.2 Höhe des Goodwills im Untersuchungszeitraum
4.2.3 Vollzogene Unternehmenszusammenschlüsse
4.2.4 Impairment des Goodwills
4.2.5 Bewertungsparameter
4.2.5.1 Wachstumsrate des Cashflows
4.2.5.2 Diskontierungszinssätze
4.3 Diskussion der Ergebnisse
5 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Master-Thesis untersucht die bilanzielle Behandlung des Geschäfts- oder Firmenwertes (Goodwill) bei Unternehmen des DAX30 in den Jahren 2018 bis 2020. Ziel ist es, insbesondere vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie, eine granulare empirisch-deskriptive Analyse der Entwicklung des Goodwills, der angewandten Bewertungsparameter sowie des Abschreibungsverhaltens durchzuführen und so bestehende Forschungslücken zu schließen.
2.1 Begriffsdefinition und -abgrenzung
Unter Berücksichtigung des IFRS 3.32 resultiert ein Goodwill aus der Gegenüberstellung der aufsummierten erbrachten Gegenleistungen infolge des Beteiligungserwerbs, den nicht beherrschenden Anteilen am zu erwerbenden Unternehmen, auch Non-Controlling Interest (NCI) genannt, und den ggf. bereits vor dem Unternehmenszusammenschluss gehaltenen, zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Anteilen an der akquirierten Gesellschaft mit den zum Erwerbszeitpunkt bewerteten, abgrenzbaren Vermögenswerten nach Subtraktion der identifizierten zum Fair Value (FV) bewerteten Schulden.20 Vereinfachend ausgedrückt und ohne Bezugnahme auf die Rechnungslegungsnorm stellt der Goodwill folglich die Differenz zwischen dem Ertrags- und dem Substanzwert dar.21 Der dabei entstehende Unterschiedsbetrag kann sowohl positiv als auch negativ ausfallen.22
Zunächst ist grundsätzlich zwischen einem originären und einem derivativen Geschäfts- oder Firmenwert zu unterscheiden.23 Der originäre Goodwill ist dadurch gekennzeichnet, dass dieser eigens durch das Unternehmen geschaffen wurde.24 Mangels der Erfüllung der in IAS 38.8–17 genannten Definitionen eines immateriellen Vermögenswertes und der in IAS 38.21–23 geforderten Ansatzkriterien besteht für den originären Goodwill jedoch ein Aktivierungsverbot.25 Hingegen ergibt sich für den derivativen Geschäfts- oder Firmenwert eine davon abweichende Normung.26 Erfolgt daher im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses eine Objektivierung des Vermögenswertes, so kommt es im Konzernabschluss zu einem Aktivierungsgebot27, das als rechnungslegungstechnisches Residuum dient.28
Da die Entstehungsursachen für einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert vielfältig sein können, erscheint es zweckdienlich, eine differenzierte Betrachtung der jeweiligen Bestandteile durchzuführen.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Goodwill-Bilanzierung ein, erläutert die Relevanz im Kontext der IFRS-Vorschriften und definiert die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Goodwill-Accounting im Konzernabschluss: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Erst- und Folgebewertung des Goodwills nach IFRS 3 und IAS 36, inklusive der Angabepflichten und bilanzpolitischer Spielräume, detailliert dargestellt.
3 Gegenwärtiger Forschungsstand: Dieses Kapitel fasst bestehende wissenschaftliche Untersuchungen zur Entwicklung des Goodwills zusammen, um den Kontext für die eigene empirische Analyse zu setzen.
4 Empirische Untersuchung der Entwicklung des Goodwills: Das Hauptkapitel präsentiert die methodische Vorgehensweise und die Ergebnisse der deskriptiven Auswertung der Konzernabschlüsse des DAX30 für die Jahre 2018 bis 2020.
5 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel resümiert die wesentlichen Erkenntnisse der Analyse und reflektiert die Beantwortung der Forschungsfrage vor dem Hintergrund der Pandemie.
Goodwill, Geschäfts- oder Firmenwert, IFRS 3, IAS 36, Impairment-Test, DAX30, COVID-19-Pandemie, Konzernabschluss, Unternehmenszusammenschluss, Cash-generating Unit, Diskontierungszinssatz, Bilanzpolitik, Wertminderung, Goodwill-Accounting, Fair Value.
Die Arbeit analysiert die bilanzielle Behandlung und Entwicklung des Goodwills (Geschäfts- oder Firmenwert) bei den im DAX30 notierten Unternehmen im Zeitraum von 2018 bis 2020.
Die zentralen Felder umfassen die IFRS-Bilanzierungsvorschriften, das Impairment-Modell nach IAS 36, die Auswirkungen von Unternehmenszusammenschlüssen sowie die Ausnutzung von bilanzpolitischen Ermessensspielräumen.
Die Forschungsfrage lautet: „Wie entwickelt sich der Goodwill in den Bilanzen der Unternehmen, die Bestandteil des DAX30 sind in den Jahren 2018–2020 und insbesondere während der COVID-19-Pandemie?“
Es wird eine empirisch-deskriptive Analyse durchgeführt, die auf der manuellen Auswertung von 75 Konzernabschlüssen der im DAX30 enthaltenen Unternehmen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Fundament-Teil zum Goodwill-Accounting und einen empirischen Teil, der die Entwicklung der Goodwill-Bestände, Wertminderungen und Bewertungsparameter wie Diskontierungszinsen und Wachstumsraten untersucht.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Goodwill, IAS 36, IFRS 3, Impairment-Test, DAX30 und Bilanzpolitik charakterisiert.
Die Pandemie dient als externer Schockfaktor, um zu prüfen, ob die in diesem Zeitraum gestiegenen wirtschaftlichen Unsicherheiten zu einem signifikanten Anstieg von Wertminderungen des Goodwills in den DAX30-Bilanzen geführt haben.
Das Jahr 2018 fungiert als Vergleichsperiode vor dem Einfluss der Pandemie, während 2019 und 2020 die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und deren bilanzielle Niederschlagung in den Konzernabschlüssen abbilden.
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