Examensarbeit, 2008
88 Seiten, Note: 12,0 Punkte
I. Einleitung
1. Allgemeines
2. Abgrenzung des Themas
II. Hauptteil
1. Ziel der Arbeit
2. Theoretischer Rahmen
2.1 Abriss Sprachgeschichte
2.2 Motive für Übernahme und Gebrauch von Anglizismen
2.3 Anglizismenforschung im Spanischen
2.4 Zum Begriff des Anglizismus
2.4.1 Definitionen
2.4.2 Klassifizierung von Anglizismen
2.5 Die Presse und die Libros de Estilo
3. Das Korpus
3.1 Begründung der Korpusauswahl
3.2 Vorbemerkungen zur Analyse/ Auszählung
4. Quantitative Analsye - Daten und Zahlen
4.1 Verwendungshäufigkeit der Anglizismen
4.1.1 Gesamtergebnis Verwendungsfrequenz
4.1.2 El País (EP)
4.1.3 El Mundo (EM)
4.1.4 Vergleich
4.1.5 Die häufigsten Anglizismen/ Types
4.2 Wortartenanalyse
4.2.1 El País (EP)
4.2.2 El Mundo (EM)
4.2.3 Vergleich
4.3 Siglen und Akronyme
4.3.1 El País (EP)
4.3.2 El Mundo (EM)
4.3.3 Vergleich
4.4 Klassifizierung der Anglizismen
4.4.1 Entlehnungskategorien in El País
4.4.2 Entlehnungskategorien in El Mundo
4.4.3 Vergleich
5. Qualitative Analyse - formale Charakteristika
5.1 Typographie
5.2 Orthographie
5.2.1 Adaption von Vokalen
5.2.2 Adaption von Konsonanten
5.2.3 Akzentuierung
5.3 Genuszuweisung
5.4 Pluralbildung bei substantivischen Anglizismen
5.5 Flexion von verbalen Anglizismen
6. Inhaltlicher und formaler Abgleich mit Stilbüchern und dem DRAE
6.1 Fallbeispiele
6.2 Gesamtergebnis des Abgleichs
III. Schluss
1. Zusammenfassung der Ergebnisse
2. Fazit/ Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den aktuellen Einfluss des Englischen auf die spanische Pressesprache, wobei als Fallbeispiele die beiden überregionalen Tageszeitungen El País und El Mundo herangezogen werden. Ziel ist es, die Verwendungshäufigkeit, formale Anpassungsprozesse und die Einhaltung interner Stilvorgaben zu analysieren und einzuordnen.
2.5 Die Presse und die Libros de Estilo
Presse, Radio, Fernsehen und Kino sind nicht nur Zeugen des Gebrauchs von Sprache, sondern haben viel mit ihrer Entwicklung zu tun, wie bereits anfangs erwähnt wurde. Dies artikuliert auch Abad Nebot (1992, 253) in seinem Aufsatz zum Thema „Sprache und Massenmedien“:
„Hoy la prensa, la radio y la televisión ejercen una influencia idiomática superior a la des sistema docente. Sin exageración puede afirmarse que el destino que aguarda al español – o cualquier otro idioma – está en sus manos.”
Der Mensch orientiert sich, bedingt durch die Omnipräsenz der Massenmedien, an deren Sprache. Besonders die Presse, deren Sprache als klar, sachlich und korrekt angesehen wird, hat einen großen Einfluss auf das Sprach-Bewusstsein der Spanisch-Sprechenden.
I. Einleitung: Einführung in den Einfluss des Englischen auf die spanische Sprache und Abgrenzung des Untersuchungsgegenstandes.
II. Hauptteil: Detaillierte Darstellung des theoretischen Rahmens, der Korpuszusammensetzung sowie eine umfangreiche quantitative und qualitative Analyse der Anglizismen, ergänzt durch einen Abgleich mit Stilbüchern.
III. Schluss: Synthese der Forschungsergebnisse und Fazit über die Integration von Anglizismen in die spanische Pressesprache sowie ein Ausblick auf weitere Forschungsbedarfe.
Anglizismen, spanische Pressesprache, El País, El Mundo, Sprachkontakt, Lehngut, Fremdwort, Lehnwort, Lehnbildung, Stilbücher, RAE, Integration, Sprachökonomie, Medienlinguistik, Korpusanalyse.
Die Arbeit analysiert den aktuellen Einfluss des Englischen auf die spanische Sprache unter besonderer Berücksichtigung der Pressesprache in Spanien.
Es wurden die zwei führenden spanischen Tageszeitungen "El País" und "El Mundo" als Korpus für die Analyse herangezogen.
Im Fokus steht die Frage, wie sich das Englische aktuell auf das Spanische auswirkt und inwieweit die festgestellten Entlehnungen den offiziellen sowie zeitungsinternen Normen entsprechen.
Die Untersuchung kombiniert eine quantitative Datenanalyse (Häufigkeit, Wortarten, Klassifizierung) mit einer qualitativen Analyse formaler Merkmale und einem normativen Abgleich mit Stilbüchern und dem Wörterbuch der RAE.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Beschreibung des Korpuses, die quantitative Auswertung von Daten, die qualitative Analyse der formalen Integration und den inhaltlichen Abgleich mit Stilvorgaben.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Anglizismen, Medienlinguistik, Korpusanalyse, Sprachkontakt und Sprachpurismus beschreiben.
Die Analyse zeigt, dass in der Sparte Sport die höchste Dichte an Anglizismen vorliegt, da Begriffe wie "fútbol", "gol" oder "club" dort eine sehr hohe Frequenz aufweisen und maßgeblich zur Statistik beitragen.
Die Untersuchung ergibt, dass die untersuchten Stilbücher oft eine puristischere und konservativere Haltung gegenüber Anglizismen einnehmen als die offizielle Sprachakademie (RAE), wobei diese Vorgaben in der journalistischen Praxis häufig umgangen werden.
Die Arbeit weist nach, dass sich Anglizismen auf orthographischer und morphologischer Ebene oft in das spanische System integrieren, wenngleich eine hohe Varianz bei der Schriftauszeichnung und Pluralbildung besteht.
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