Bachelorarbeit, 2017
40 Seiten, Note: 2,5
1. Einleitung
2. Soziale Ungleichheiten nach Bourdieu
2.1 Raum der Positionen
2.2 Soziale Felder
2.3 Habitus
2.4 Das Feld Schule
3. Diskriminierung an Institutionen
3.1 Schule
3.1.1 Soziale Herkunft
3.1.2 Migrationshintergrund
3.1.3 Geschlecht
3.2 Hochschulen
3.2.1 Soziale Herkunft
3.2.2 Migrationshintergrund
3.2.3 Geschlecht
4. Maßnahmen zur Reduzierung von sozialen Ungleichheiten
4.1 Intervention in der Schule
4.2 Sprachliche Förderung
4.3 Lehrerausbildung und Personalentwicklung
4.4 Alternative Schulform
5. Fazit
Die Arbeit untersucht die Faktoren, die zur institutionellen Diskriminierung in der Bildungsbiografie beitragen, wobei der Fokus auf den theoretischen Grundlagen von Pierre Bourdieu sowie der Analyse von Diskriminierungsmechanismen an Schulen und Hochschulen liegt.
2.1 Raum der Positionen
Der Raum der Positionen verortet die Mitglieder einer Gesellschaft unterschiedlich um somit die sozialen Unterschiede deutlich zu machen. Damit die jeweiligen in der Gesellschaft in bestimmten Positionen zugeordnet werden können, definierte Bourdieu wichtige Teilungs und Strukturprinzipien. Dabei werden ökonomisches, kulturelles, soziales und symbolisches Kapital voneinander unterschieden. Das ökonomische Kapital wird als unmittelbar betrachtet, welches in Geld konvertierbar ist. Kulturelles Kapital wird in drei Formen unterteilt. Das objektive kulturelle Kapital beschreibt den kulturellen Besitz, also die Produkte des kulturellen Feldes wie beispielsweise Bücher oder Gemälde. Da die Produkte in Geld konvertiert werden können, beispielweise, indem sie verkauft werden, ist diese Kapitalform eng auf das ökonomische Kapital bezogen. Einen Bezug auf das objektivierte Kulturkapital hat das inkorporierte kulturelle Kapital. Dieses sind die persönlichen und körperlichen Eigenschaften einer Person, wie zum Beispiel die Sprechart oder individuelle Verhaltensweisen. Deshalb kann es nicht gekauft werden. Jedoch muss es vorhanden sein, damit die objektivierten Kulturkapitalgüter, wie Bücher, überhaupt gelesen werden können und die Betrachter der Kunstwerke besäßen keine ästhetischen Dispositionen, falls keine Bücher gelesen werden könnten.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der institutionellen Diskriminierung in der Bildungsbiografie ein und umreißt die theoretischen sowie methodischen Ansätze der Untersuchung.
2. Soziale Ungleichheiten nach Bourdieu: Es werden die zentralen Begriffe Bourdieus, insbesondere Kapitalformen, der soziale Raum, Felder und der Habitus, eingeführt, um soziale Praktiken theoretisch zu fundieren.
3. Diskriminierung an Institutionen: Das Kapitel analysiert, wie soziale Herkunft, Migrationshintergrund und Geschlecht in Schulen und Hochschulen zu institutioneller Diskriminierung und Bildungsselektion führen.
4. Maßnahmen zur Reduzierung von sozialen Ungleichheiten: Es werden verschiedene Interventionsansätze, wie Sprachförderung, Lehrerausbildung und alternative Schulformen, zur Abmilderung von Ungleichheiten diskutiert.
5. Fazit: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zur Forschungsfrage zusammen und identifiziert anhaltende Trends sowie Faktoren, die die Bildungschancen trotz bestehender Maßnahmen weiterhin beeinflussen.
Institutionelle Diskriminierung, Bildungsbiografie, Pierre Bourdieu, Soziale Ungleichheit, Habitus, Kulturelles Kapital, Migrationshintergrund, Soziale Herkunft, Geschlecht, Schulsystem, Hochschulbildung, Selektion, Bildungsbenachteiligung, Sprachförderung, Chancengleichheit.
Die Bachelorarbeit befasst sich mit den verschiedenen Faktoren, die eine institutionelle Diskriminierung in der Bildungsbiografie von Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden in Deutschland bewirken.
Die zentralen Themen umfassen die soziologische Kapitaltheorie nach Pierre Bourdieu, die Analyse von Bildungsungleichheiten in Schulen und Hochschulen sowie die Erörterung bildungspolitischer Interventionsstrategien.
Das Ziel ist es, die Ursachen und Mechanismen institutioneller Diskriminierung herauszuarbeiten und zu beantworten, welche Faktoren maßgeblich zur Benachteiligung in der Bildungsbiografie beitragen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung soziologischer Konzepte sowie der Analyse bestehender empirischer Befunde, Statistiken und bildungspolitischer Berichte.
Im Hauptteil werden die Kategorien soziale Herkunft, Migrationshintergrund und Geschlecht sowohl für den Bereich Schule als auch für Hochschulen detailliert untersucht und auf ihre diskriminierenden Strukturen hin analysiert.
Wichtige Begriffe sind insbesondere institutionelle Diskriminierung, Kapitalformen, Habitus, Selektion und Bildungsbenachteiligung.
Es ermöglicht, die soziale Praxis und Bildungsungleichheit nicht nur als Zufall, sondern als systematisches Ergebnis von Kapitalverteilung und Habitusformen in verschiedenen sozialen Feldern zu verstehen.
Die Arbeit zeigt, dass während Mädchen bei Schulabschlüssen und Noten teils überlegen sind, sie dennoch an Hochschulen, insbesondere in Führungspositionen, weiterhin unterrepräsentiert und von spezifischen Barrieren betroffen sind.
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