Doktorarbeit / Dissertation, 2004
332 Seiten, Note: Sehr Gut
VORWORT
1 EINLEITUNG
1.1 Fragestellung
1.2 Kommunikationswissenschaftliche Relevanz
1.3 Vorgehensweise
2. GRUNDLAGEN
2.1 Zur Begriffsklärung
2.1.1 Literatur
2.1.2 Werk und Kanon
2.1.3 Literarischer Journalismus
2.2 Theoretische Annäherung
2.2.1 Kommunikationswissenschaftliche Grundlage
2.2.2. Literaturwissenschaftliche Grundlage
2.2.3 Journalistische Qualität und Mängel in der Qualitätsdiskussion
2.2.4 Grundprobleme literarischer Wertung
2.2.5 Möglichkeiten der Wertung
2.2.6 Sprache und Stil
2.2.7 Zerbrechliche Regeln
2.3 Fragen und Thesen
2.4 Analyseeinheiten
2.4.1 Untersuchungsobjekte
2.4.2 Kategorien
2.4.3 Zusammenfassung
3. KOMMUNIKATIONSPRAXIS
3.1 Wege zum literarischen Journalismus
3.1.1 Antike Spuren
3.1.2 Die Reisekunst
3.1.3 Übergänge und soziale Fragen
3.1.4 Meilensteine des literarischen Journalismus
3.1.5 „Der Tag“, Forum für Literarisches
3.2 Wissenschaftliche Quelle Journalisten-Preis
3.2.1 Die Untersuchung
3.3 Die Reportage, das zentrale Element
3.3.1 Begriffliche Annäherung
3.3.2 Merkmalsfindung
3.3.3 Die Untersuchung
3.3.4 Das Feature, ein naher Verwandter
3.4 Der Essay
3.4.1 Die Untersuchung
3.5 Die Glosse, der Farbtupfer
3.5.1 Die Untersuchung
3.6 Die Kunst-Kritik
3.6.1 Die Untersuchung
3.7 Das Feuilleton, der vernachlässigte Ort des Literarischen
3.7.1 Begriffsklärung
3.7.2 Das Wiener Feuilleton um 1900, eine historische Bestandsaufnahme
3.7.3 Das deutschsprachige Feuilleton der Gegenwart
3.7.4 Conclusio der Feuilletons-Debatte
3.8 Gesamtbild der Tageszeitungen
3.8.1 „Die Presse“
3.8.2 Die „Süddeutsche Zeitung“
3.8.3 Rückbesinnung im Zeitalter des World Wide Web?
4. SCHLUSSTEIL
4.1 Beantwortung der Forschungsfragen
4.2 Offene Fragen, Thesen und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Phänomen des literarischen Journalismus innerhalb der Kommunikationswissenschaft zu verorten, zu definieren und empirisch greifbar zu machen, um der bisherigen wissenschaftlichen Vernachlässigung dieses Bereichs entgegenzuwirken.
Vorwort
„Nichts ist verblüffender als die einfache Wahrheit, nichts ist exotischer als unsere Umwelt, nichts ist phantasievoller als die Sachlichkeit.“ Dieses Zitat von Egon Erwin Kisch, zu finden als einleitendes Prinzip des erstmals im Jahr 1925 erschienenen „Rasenden Reporter“, kann als Fundament einer komplexen Thematik angesehen werden, lässt sich doch aus ihm bei genauerer Betrachtung eine Fülle an kommunikationswissenschaftlich relevanten Fragestellungen ableiten. Die Wahrheit, die Wirklichkeit in all ihrer (journalistischen) Subjektivität, als objektiver Widerspruch in sich quasi, ist ein Reibebaum des Journalismus, einer Kulturleistung, deren Facetten vor Vielfalt und nicht gelösten Problemen nur so strotzen.
Die „Wirklichkeit“ soll daher auch zu Beginn dieser Arbeit als ein Ausgangspunkt gelten, als provokant gezeichnete erste Hürde auf einem langen Weg zum wissenschaftlichen Ziel dieses Versuches, einen kleinen Teil des Journalismus näher zu beleuchten, zu deuten, und der Kommunikationswissenschaft einen – wenn vielleicht auch nur kleinen – Schritt vorwärts zu helfen.
1 EINLEITUNG: Definiert den Journalismus als eigenständige Kulturleistung und legt die Basis für die Untersuchung des literarischen Journalismus als kunstvolle Inszenierung der Wirklichkeit.
2. GRUNDLAGEN: Erörtert theoretische Ansätze, Begriffsdefinitionen und historische Verflechtungen zwischen Literatur und Journalismus, um ein Fundament für die empirische Analyse zu bilden.
3. KOMMUNIKATIONSPRAXIS: Analysiert praxisorientiert die verschiedenen Darstellungsformen wie Reportage, Feature, Essay, Glosse und Feuilleton hinsichtlich ihrer literarischen Merkmale und rhetorischen Ausgestaltung.
4. SCHLUSSTEIL: Fasst die Erkenntnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfragen und bietet einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung literarischer Qualitäten im Journalismus.
Literarischer Journalismus, Reportage, Feuilleton, Journalistische Qualität, Rhetorik, Stilistik, Textanalyse, Kommunikationswissenschaft, Literaturwissenschaft, Wirklichkeitsdarstellung, Meta-Sprache, Sprachkritik, Zeitungsanalyse, Stilnormen, Empirische Untersuchung.
Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Literatur und Journalismus und zielt darauf ab, literarische Elemente in journalistischen Texten wissenschaftlich fundiert zu identifizieren und zu kategorisieren.
Sie beleuchtet die historische Entwicklung des literarischen Journalismus, theoretische Grundlagen der Sprachkritik sowie die praktische Anwendung rhetorischer Stilmittel in verschiedenen Zeitungsressorts.
Die Studie fragt danach, in welcher Form literarischer Journalismus in Qualitätszeitungen erkennbar ist, was seine spezifischen Merkmale sind und welche Rolle er in der journalistischen Qualitätsdiskussion einnimmt.
Die Arbeit nutzt schwerpunktmäßig die Inhaltsanalyse, kombiniert mit einer qualitativen Kategorienbildung auf Basis rhetorischer Figuren, um literarische Qualität empirisch messbar zu machen.
Im Hauptteil werden zentrale Darstellungsformen wie die Reportage, das Feuilleton, der Essay und die Glosse hinsichtlich ihrer sprachlichen Gestaltung und ihrer Bedeutung für das jeweilige Medium detailliert analysiert.
Neben dem literarischen Journalismus sind dies Begriffe wie Sprachqualität, rhetorische Stilistik, Wirklichkeitsinszenierung und der interdisziplinäre Austausch zwischen Literatur- und Kommunikationswissenschaft.
Der „New Journalism“ dient als Referenzpunkt für die Einbettung des literarischen Journalismus in einen breiteren internationalen Kontext, wobei jedoch die spezifischen Bedingungen des deutschsprachigen Tagesjournalismus im Vordergrund stehen.
Die Analyse verdeutlicht Unterschiede in Umfang und Platzierung, während beide Zeitungen ähnliche rhetorische Strategien zur literarischen Gestaltung ihrer Feuilleton-Beiträge nutzten.
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