Bachelorarbeit, 2022
75 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Relevanz
1.2 Zielsetzung und Forschungsfragen
1.3 Methodische Vorgehensweise
1.4 Aufbau der Arbeit
1.5 Definitionen
2 Grundbegriffe zum KEP-Markt im Logistikdienstleistungssektor
2.1 Entstehung und Geschichte der KEP-Dienste
2.2 Abgrenzungen der Dienstleister im KEP-Markt
2.2.1 Kurierdienst
2.2.2 Expressdienst
2.2.3 Paketdienst
2.2.4 Integratoren
2.3 Der KEP-Markt in Österreich – ein Überblick
3 Aktuell diskutierte Probleme
3.1 Überlastung der Infrastruktur und des Straßenverkehrs in den Innenstädten
3.2 Ineffizienzen durch fehlgeschlagene Zustellversuche
3.3 Lärmemissionen und lokale Luftverschmutzung durch den KEP-Verkehr
4 Lösungsansätze zur Bewältigung der genannten Probleme
4.1 Konzepte zur Reduzierung der innerstädtischen Verkehre
4.1.1 Nutzung von City-HUBs/Micro-HUBs
4.1.2 Einsatz von Lastenrädern
4.1.3 Zustellung durch Drohnen
4.1.4 Autonome Zustellung durch unbemannte Roboter
4.1.5 Zustellung durch die Crowd
4.2 Ansätze zur Erhöhung der Erfolgsquote bei der Erstzustellung
4.2.1 Abholstationen/Smart Locker/Paketboxen
4.2.2 Ausweitung des Zeitfensters für Zustellungen (Feierabend- bzw. Wochenendzustellung)
4.2.3 Vorzimmerzustellung/Kofferraumzustellung
4.3 Ansätze zur Reduzierung von Lärm- und Schmutzemissionen durch den KEP-Verkehr
4.3.1 Umstellung der KEP-Fahrzeuge auf Elektroantrieb
4.3.2 Umstellung der Antriebe von KEP-Fahrzeugen auf Wasserstoffbasis
5 Zusammenfassende Beurteilung und Handlungsempfehlungen
6 Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht die aktuellen Herausforderungen und Problematiken im KEP-Markt (Kurier-, Express- und Paketdienste) in Österreich, insbesondere auf der sogenannten "letzten Meile". Das primäre Ziel ist es, den Status quo des Marktes zu analysieren, bestehende Ineffizienzen und Umweltbelastungen aufzuzeigen und Lösungsansätze für eine effizientere und nachhaltigere Zustellung zu evaluieren.
4.1.1 Nutzung von City-HUBs/Micro-HUBs
Als vielversprechendes Konzept gilt eine neue Art der Konsolidierung von Sendungen durch das Aufstellen von City-HUBs bzw. Micro-HUBs in der Innenstadt, wo die Bevölkerungsdichte entsprechend hoch ist. Ein HUB ist ein Drehkreuz in einem Luft- bzw. Güterverkehrsnetz und steht für den abgekürzten Begriff Hauptumschlagbasis. Dieser Faktor spielt eine erhebliche Rolle, da die Sendungen im Radius des City-HUBs zumeist mit Zweirädern zugestellt werden.
In Abbildung 9 wird gezeigt, wie sich die bisherige Versorgung von Innenbezirken der Städte durch ein Micro-HUB-Konzept ersetzen lässt und Touren eingespart werden, die mit großen KEP-Fahrzeugen zu bewältigen wären. Prinzipiell betrifft dies das bewährte ‚Milk-Run-Prinzip‘ in der Innenstadt, die durch große KEP-Fahrzeuge aus einem großen, außerhalb der Stadt liegenden Distributionszentrum versorgt wird. Durch dieses Konzept lassen sich im Durchschnitt bis zu 6000 km pro Jahr und pro Zustellgebiet einsparen, was, auf mehrere Touren und KEP-Dienstleister gerechnet, wesentliche Auswirkungen auf die Umwelt und den Verkehr haben kann.
Da die City-Logistik zumeist durch einen ‚Milk-Run‘ versorgt wird, ist auch dieser Begriff kurz zu erläutern: Er wird gebraucht, wenn Fahrzeuge nach einem Rundgang mit einer großen Anzahl an Stopps zum Startpunkt zurückkehren. Der Begriff nimmt Bezug auf die Zeiten, zu denen die frische Milch nach einem speziellen Konzept ausgeliefert wurde. Die Kunden wurden auf einer festgelegten Tour bedient, wo der Milchmann die leeren, vor der Tür abgestellten Milchflaschen gegen volle austauschte und das Leergut wieder mitnahm, sodass auch das Retouren-Management abgedeckt war. In der Praxis wird dieses Prinzip in regionalen Verteilungs- und Abholungsnetzwerken genutzt, die sich auch durch die Nutzung kleiner Fahrzeuge für die Zustellung von kleinen Sendungen auszeichnen. Unwirtschaftlich wird das System bei größeren Radien, die einen Umkreis von 80 bis 100 km überschreiten. Das Antonym zum Milk-Run ist der Direkttransport.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung des KEP-Marktes ein, erläutert die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Bachelorarbeit.
2 Grundbegriffe zum KEP-Markt im Logistikdienstleistungssektor: Hier werden die historische Entstehung und die Abgrenzung der verschiedenen KEP-Dienstleister sowie ein Marktüberblick für Österreich gegeben.
3 Aktuell diskutierte Probleme: Dieses Kapitel identifiziert zentrale Herausforderungen wie Verkehrsüberlastung, Ineffizienzen bei der Erstzustellung und ökologische Belastungen durch den KEP-Verkehr.
4 Lösungsansätze zur Bewältigung der genannten Probleme: In diesem Hauptteil werden verschiedene technologische und konzeptionelle Lösungsansätze wie City-HUBs, Drohnen, Lastenräder und neue Zustellmethoden detailliert vorgestellt und bewertet.
5 Zusammenfassende Beurteilung und Handlungsempfehlungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt dem Autor zufolge Handlungsempfehlungen für die Zukunft des KEP-Marktes.
6 Literaturverzeichnis: Dieses Kapitel führt alle verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Nachweise auf.
KEP-Markt, Letzte Meile, Logistik, Innenstadtlogistik, Nachhaltigkeit, City-HUBs, Lastenräder, Drohnenlieferung, Autonome Zustellung, E-Mobilität, Paketboxen, Supply-Chain-Management, Fehlzustellungsquote, Covid-19, Zustellkonzepte
Die Arbeit analysiert den KEP-Markt (Kurier-, Express- und Paketdienste) in Österreich, identifiziert aktuelle Probleme bei der Zustellung auf der "letzten Meile" und erarbeitet Lösungsansätze zur Effizienzsteigerung und Umweltentlastung.
Zentrale Themen sind die historische Einordnung von KEP-Diensten, die Herausforderungen der Urbanisierung, Umweltaspekte der Logistik sowie verschiedene innovative Konzepte wie Mikro-Depots und alternative Antriebsformen.
Das Ziel ist es, den aktuellen Stand des KEP-Marktes in Österreich darzustellen, die dort bestehenden Probleme (insbesondere auf der letzten Meile) herauszuarbeiten und mögliche Lösungsansätze aus der Literatur zu identifizieren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche in wissenschaftlichen Datenbanken sowie einer qualitativen Analyse von Fachberichten. Zudem wurde eine quantitative Umfrage unter 53 aktiven Kurieren durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Identifikation der aktuellen Probleme (Verkehrsbelastung, Fehlzustellungen, Lärm/Emissionen) und die Vorstellung sowie Bewertung konkreter Lösungsansätze wie City-HUBs, Lastenräder, Drohnen und automatisierte Paketstationen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie KEP-Markt, Letzte Meile, Innenstadtlogistik, Nachhaltigkeit, City-HUBs, E-Mobilität und Supply-Chain-Management charakterisieren.
Die Pandemie hat das Wachstum im Onlinehandel und damit die Nachfrage nach KEP-Dienstleistungen massiv beschleunigt, was den Druck auf die Zustelllogistik in den Städten weiter erhöht hat.
Der Autor weist darauf hin, dass diese Methode zwar eine Lösung für Fehlzustellungen bietet, jedoch aufgrund von Sicherheitsbedenken und mangelndem Vertrauen seitens der Kunden bisher nur in Pilotprojekten (z.B. durch die Österreichische Post) getestet wird.
Obwohl sie ökologisch sinnvoll sind, stehen viele Kuriere einer flächendeckenden Nutzung ablehnend gegenüber, da sie Herausforderungen bei schwierigem Wetter, topographischen Steigungen und der persönlichen körperlichen Belastung sehen.
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