Diplomarbeit, 2008
122 Seiten, Note: 1,7
I. EINLEITUNG
A. Aktualität des Themas
B. Zielsetzung und Gang der Arbeit
II. GRUNDLAGEN DES MEZZANINE-KAPITALS
A. Begriff des Mezzanine-Kapitals
B. Gegenüberstellung der verschiedenen Finanzierungsformen
C. Grundlegende Kategorisierung mezzaniner Finanzinstrumente
D. Einsatzmöglichkeiten von Mezzanine-Kapital
III. GRUNDLEGENDE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN
A. Rechnungslegungsvorschriften nach HGB
1. Funktionen des Jahresabschlusses nach HGB
2. Eigen- und Fremdkapitalabgrenzung
B. Rechnungslegungsvorschriften nach IAS/IFRS
1. Funktionen des Jahresabschlusses nach IAS/IFRS
2. Eigen- und Fremdkapitalabgrenzung
C. Rechnungslegungsvorschriften nach US-GAAP
1. Funktionen des Jahresabschlusses nach US-GAAP
2. Eigen- und Fremdkapitalabgrenzung
D. Synoptische Gegenüberstellung
IV. BILANZIELLE BEHANDLUNG AUSGEWÄHLTER FINANZINSTRUMENTE
A. Vorzugsaktien
1. Charakterisierung
2. Vorzugsaktien nach HGB
3. Vorzugsaktien nach IAS/IFRS
4. Vorzugsaktien nach US-GAAP
5. Steuerliche Aspekte in Deutschland
B. Stille Gesellschaften
1. Charakterisierung
2. Stille Gesellschaften nach HGB
3. Stille Gesellschaften nach IAS/IFRS
4. Stille Gesellschaften nach US-GAAP
5. Steuerliche Aspekte in Deutschland
C. Genussrechte
1. Charakterisierung
2. Genussrechte nach HGB
3. Genussrechte nach IAS/IFRS
4. Genussrechte nach US-GAAP
5. Steuerliche Aspekte in Deutschland
D. Nachrangdarlehen und partiarische Darlehen
1. Charakterisierung
2. Nachrangdarlehen und partiarische Darlehen nach HGB
a) Bilanzierungsvorschriften
b) Bilanzierungsbeispiel
3. Nachrangdarlehen und partiarische Darlehen nach IAS/IFRS
4. Nachrangdarlehen und partiarische Darlehen nach US-GAAP
5. Steuerliche Aspekte in Deutschland
E. Wandel- und Optionsanleihen
1. Charakterisierung
2. Wandel- und Optionsanleihen nach HGB
a) Bilanzierungsvorschriften
b) Bilanzierungsbeispiel
3. Wandel- und Optionsanleihen nach IAS/IFRS
a) Bilanzierungsvorschriften
b) Bilanzierungsbeispiel
4. Wandel- und Optionsanleihen nach US-GAAP
5. Trennungspflicht bei Wandel- und Optionsanleihen
6. Steuerliche Aspekte in Deutschland
F. Gegenüberstellung der Bilanzierungsvorschriften
V. LÖSUNGSVORSCHLÄGE ZUR ABGRENZUNGSPROBLEMATIK
A. Konzepte zur Gliederung der Passivseite
B. Sonderposten im deutschen Handelsrecht
1. Argumente für einen Sonderposten
2. Argumente gegen einen Sonderposten
3. Zusammenfassung und Wertung
C. Internationale Reformansätze
1. Reformansätze des IASB
2. Reformansätze des FASB
D. Bilanzierung mittels Punktbewertungsverfahren
VI. FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht die bilanzielle Behandlung von Mezzanine-Kapital nach HGB, IFRS und US-GAAP, um zu klären, wie diese hybriden Finanzinstrumente in die Kategorien Eigen- oder Fremdkapital einzuordnen sind. Dabei wird analysiert, welche Probleme sich aus der Passivseitengliederung ergeben und welche Auswirkungen die unterschiedlichen Rechnungslegungssysteme auf die Ratingergebnisse von Unternehmen haben.
A. Begriff des Mezzanine-Kapitals
Aus dem italienischen Wort mezzano leitet sich der Begriff Mezzanin ab, der besonders in der Baukunst von der Renaissance bis zum Klassizismus ein Halb- oder Zwischengeschoss zwischen zwei Hauptstockwerken bezeichnet. Dieser Begriff wird auch in der Unternehmensfinanzierung verwendet, wo er, ausgehend von der dichotomen Struktur der Kapitalgliederung, Finanzinstrumente mit einer Stellung zwischen Eigen- und Fremdkapital bezeichnet. Wenn man das Bild eines Gebäudes auf den Sprachgebrauch der Finanzierung und der Rechnungslegung überträgt, dann könnte man die Passivseite sinnbildlich als ein Haus auffassen. In diesem Fall würde das Eigenkapital das Fundament repräsentieren und das Fremdkapital ein Obergeschoss darstellen.
Für die Aufnahme der Geschäftstätigkeit muss erst einmal eine solide Basis in Form von Eigenkapital vorhanden sein. Die Aufgabe der Haftung, des Verlustausgleichs sowie der Gewinnbeteiligung übernimmt das Kapital während der Geschäftstätigkeit, und im Falle der Insolvenz wird das Fundament zuletzt abgerissen bzw. das Eigenkapital erst am Ende, nach Befriedigung aller Gläubiger, ausgezahlt. Nur wenn man über ein solides Fundament verfügt und der Fortbestand gesichert ist (Kontinuitätsfunktion), kann man auch ein Obergeschoss errichten. Sinnbildlich bedeutet dies, dass ein Unternehmen über eine solide Eigenkapitalbasis verfügen muss, bevor die Banken bereit sind, Fremdkapital zur Verfügung zu stellen.
Diesbezüglich nimmt Mezzanine-Kapital eine Zwischenstellung ein und würde, wenn man das Gebäude von oben betrachtet, einem Obergeschoss respektive dem Fremdkapital ähneln und von unten gesehen einem Fundament respektive dem Eigenkapital gleichen. In der Abbildung 1 wird dieser Zwischenstellungscharakter des Mezzanine-Kapitals in Bezug auf das Eigen- und Fremdkapital innerhalb der Bilanzstruktur dargestellt.
I. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Mezzanine-Kapital in Deutschland vor dem Hintergrund von Basel II und der Kreditklemme und steckt den Rahmen für die bilanzielle Analyse in verschiedenen Rechnungslegungssystemen ab.
II. GRUNDLAGEN DES MEZZANINE-KAPITALS: Dieses Kapitel definiert Mezzanine-Kapital als hybride Finanzierungsform zwischen Eigen- und Fremdkapital und erörtert dessen Einsatzmöglichkeiten sowie eine konzeptionelle Typologie.
III. GRUNDLEGENDE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN: Es werden die Funktionen der Rechnungslegung und die Kriterien zur Eigen- und Fremdkapitalabgrenzung nach HGB, IFRS und US-GAAP detailliert verglichen.
IV. BILANZIELLE BEHANDLUNG AUSGEWÄHLTER FINANZINSTRUMENTE: Dieser Hauptteil analysiert spezifisch die Bilanzierung von Vorzugsaktien, Stillen Gesellschaften, Genussrechten, Nachrangdarlehen sowie Wandel- und Optionsanleihen in den drei Rechnungslegungsstandards.
V. LÖSUNGSVORSCHLÄGE ZUR ABGRENZUNGSPROBLEMATIK: Hier werden Konzepte wie die Einführung eines Sonderpostens in der Bilanz sowie innovative Ansätze wie das Punktbewertungsverfahren zur Überwindung der Abgrenzungsschwierigkeiten diskutiert.
VI. FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass eine einheitliche Kapitalabgrenzung weiterhin eine Herausforderung bleibt, wobei das Punktbewertungsverfahren eine flexiblere Alternative darstellen könnte.
Mezzanine-Kapital, Eigenkapital, Fremdkapital, Bilanzierung, HGB, IFRS, US-GAAP, Kapitalabgrenzung, Vorzugsaktien, Stille Gesellschaft, Genussrechte, Wandelanleihen, Optionsanleihen, Sonderposten, Punktbewertungsverfahren
Die Arbeit befasst sich mit der bilanziellen Einordnung und Behandlung von Mezzanine-Kapital, einer Finanzierungsform, die Merkmale von Eigen- und Fremdkapital vereint, nach HGB, IFRS und US-GAAP.
Zentral sind die Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital, die Analyse spezieller hybrider Finanzinstrumente sowie die unterschiedlichen Anforderungen an die Bilanzierung in nationalen und internationalen Rechnungslegungssystemen.
Das Ziel ist es, die Ausgestaltungsformen von Mezzanine-Kapital aufzuzeigen und zu untersuchen, wie diese in der Bilanz nach verschiedenen Standards behandelt werden und welche Folgen sich daraus ergeben.
Es wird eine rechts- und bilanzanalytische Untersuchung durchgeführt, die internationale und nationale Standards vergleicht und mit einem Punktbewertungsverfahren einen eigenen Lösungsansatz zur Abgrenzungsproblematik vorschlägt.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten bilanziellen Untersuchung von Vorzugsaktien, Stillen Gesellschaften, Genussrechten sowie Wandel- und Optionsanleihen in den drei betrachteten Rechnungslegungswelten.
Wesentliche Begriffe sind Mezzanine-Kapital, Kapitalabgrenzung, Bilanzierung, Hybrid-Finanzinstrumente sowie die Standards HGB, IFRS und US-GAAP.
Diese Instrumente werden als zusammengesetzte Finanzinstrumente analysiert, bei denen die Herausforderung darin besteht, die Anleihe- und Optionskomponenten sachgerecht in Eigen- und Fremdkapital aufzuspalten.
Da Mezzanine-Kapital ökonomisch Merkmale beider Seiten aufweist, passt es oft nicht in die starre, dichotome Struktur der klassischen Bilanz, was zu Problemen bei der Einordnung und dem Gläubigerschutz führt.
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