Akademische Arbeit, 2021
28 Seiten, Note: 1,8
Einleitung
1. Das Stoma
2. Peristomale Hautkomplikationen
2.1 Nahtdehiszenz
2.2 Peristomale Kontaktdermatitis
2.3 Allergisches Kontaktekzem
2.4 Follikulitis
2.5 Chronische Feuchtigkeit peristomal
3. Präventive Maßnahmen
3.1 Reinigung
3.2 Die Versorgung dem Stoma richtig anpassen
4. Assessmentinstrumente
4.1 S.A.C.S-Score
4.2 DET-Score
5. Maßnahmen zur Versorgung peristomaler Hautirritationen
5.1 Präventiver Hautschutz
5.2 Guidelines zur Stomamarkierung
6. Alternative Versorgungsmöglichkeiten
6.1 Irrigation
6.2 Kolostomieverschluss
7. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht, inwiefern standardisierte Assessmentinstrumente Pflegekräfte dabei unterstützen können, peristomale Hautschäden bei Stomaträgern effektiver zu prävenieren, zu beurteilen und professionell zu versorgen, um die Akzeptanz solcher Instrumente im klinischen Alltag zu fördern.
4.1 S.A.C.S-Score
Damit Klassifizierungsinstrumente eine sichere und genaue Anwendung im Alltag finden, ist es wichtig, diese einfach zu gestalten. Ein Klassifizierungsinstrument sollte beschreibend, verständlich und objektiv sein. Mit dem S.A.C.S-Score (Studio Alterazioni Cutanee Stomali) entstand im Jahr 2006 in Italien ein Einschätzungsinstrument, welches diese Eigenschaften integriert. Ein Team aus sieben Stomatherapeutinnen und -therapeuten und vier Chirurginnen und Chirurgen aus acht verschiedenen Einrichtungen aus ganz Italien untersuchte, fotografierte und dokumentierte peristomale Hautveränderungen. Im Jahr 2007 wurde dieses Instrument erstmals am ECET Kongress in Salzburg Europaweit präsentiert.
Es wurden Blutproben analysiert, um mögliche metabolische Entgleisungen bei peristomalen Hautläsionen auszuschließen. Die Datenerhebung dauerte zwei Jahre, zwischen Dezember 2003 und Februar 2006, und schloss 656 Stomaträgerinnen und Stomaträger in die Studie ein. Diese wurden zunächst in zwei Gruppen unterteilt, nämlich in jene, in der peristomale Hautläsionen bereits im Zeitraum bis zu einem Jahr nach der Operation auftraten, und jene, wo Komplikationen erst nach einem Jahr entstanden.
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit fachlicher Expertise in der Stomaberatung und thematisiert das Defizit in der Anwendung standardisierter Assessmentinstrumente im Pflegealltag.
1. Das Stoma: Dieses Kapitel definiert den Begriff Stoma und erläutert den Rehabilitationsprozess sowie die Bedeutung der Anleitung zur Selbstständigkeit.
2. Peristomale Hautkomplikationen: Hier werden häufige Komplikationen wie Nahtdehiszenz, Kontaktdermatitis, allergische Reaktionen, Follikulitis und chronische Feuchtigkeit detailliert beschrieben.
3. Präventive Maßnahmen: Das Kapitel behandelt grundlegende Strategien zur Vermeidung von Hautirritationen, insbesondere durch korrekte Reinigung und individuelle Stomaversorgung.
4. Assessmentinstrumente: Vorstellung und Analyse der Scoring-Systeme S.A.C.S-Score und DET-Score als Werkzeuge zur objektiven Beurteilung von Hautläsionen.
5. Maßnahmen zur Versorgung peristomaler Hautirritationen: Fokus auf präventivem Hautschutz und die Wichtigkeit der präoperativen Stomamarkierung.
6. Alternative Versorgungsmöglichkeiten: Beschreibung der Irrigation und des Kolostomieverschlusses als Methoden zur Erlangung von Kontinenz und mehr Lebensqualität.
7. Zusammenfassung und Ausblick: Fazit zur aktuellen Nutzungssituation von Assessments und Vorschläge zur Verbesserung der Akzeptanz und Implementierung in der Praxis.
Stoma, Stomaversorgung, peristomale Hautschäden, Hautkomplikationen, Assessmentinstrumente, S.A.C.S-Score, DET-Score, Stomaberatung, Patientenberatung, Pflegedokumentation, Prävention, Klassifizierungssysteme, Wundversorgung, Lebensqualität, Kontinenz.
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen bei der Versorgung von peristomalen Hautschäden und untersucht, wie Assessmentinstrumente das Pflegepersonal bei der Klassifizierung und Behandlung unterstützen können.
Die zentralen Themen umfassen die Identifikation von Hautkomplikationen, präventive Maßnahmen, die Anwendung wissenschaftlicher Scoring-Systeme sowie alternative Versorgungsmethoden wie die Irrigation.
Die Arbeit geht der Frage nach, wie Assessmentinstrumente Pflegekräfte in der Prävention und Versorgung peristomaler Hautschäden unterstützen können und wie diese Instrumente eine höhere Akzeptanz in der Praxis finden könnten.
Es handelt sich um ein qualitatives Literaturreview, basierend auf einer systematischen Literaturrecherche in medizinischen Datenbanken wie PubMed und CINAHL.
Der Hauptteil gliedert sich in die klinische Beschreibung von Hautveränderungen, die Prävention, die Erläuterung spezifischer Assessment-Methoden und zusätzliche Versorgungsoptionen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Stomaversorgung, peristomale Hautschäden, Assessmentinstrumente, S.A.C.S-Score und DET-Score definiert.
Beide dienen der standardisierten und objektiven Erfassung von Hautläsionen; der S.A.C.S-Score fokussiert dabei stärker auf topographische und graduelle Läsionsbeschreibungen, während der DET-Score die Ursachen (Farbveränderung, Erosion, Hypergranulation) quantifiziert.
Laut Arbeit werden sie häufig mit einem zu hohen Arbeitsaufwand assoziiert, als zu kompliziert wahrgenommen oder ihr konkreter Nutzen für die Therapieentscheidung wird im stressigen Pflegealltag nicht unmittelbar erkannt.
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