Bachelorarbeit, 2020
64 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Fragestellung und Zielsetzung
1.3 Methodisches Vorgehen
1.3.1 Literaturrecherche
1.3.2 SWOT-Analyse
1.3.3 Halbstrukturierte schriftliche Befragung
1.4 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Wirtschaft in Österreich
2.2 Kleine und mittelständische Unternehmen
2.3 Bruttoinlandsprodukt
2.4 Twenty-foot Equivalent
3. Der Ursprung der Seidenstraße
3.1 Definition der Seidenstraße
3.2 Geschichte der Seidenstraße
3.3 Die Route der ursprünglichen Seidenstraße
3.4 Ziel der Seidenstraße
4. Die neue Seidenstraße
4.1 Motivation und Ziel der chinesischen Initiative
4.1.1 Motivation
4.1.2 Ziel
4.2 Konzept der OBOR-Initiative
4.2.1 Finanzierung der neuen Seidenstraße
4.2.2 Der Verlauf der neuen Landrouten
4.2.3 Der Verlauf der maritimen Route
4.3 Auswirkungen der Initiative
4.3.1 Zugfracht
4.3.2 Seefracht
5. SWOT-Analyse der Initiative
5.1 Stärken österreichischer KMU
5.1.1 Sicherheit
5.1.2 Standort
5.1.3 Arbeitskräfte
5.1.4 Technologie und Innovation
5.1.5 Export
5.2 Schwächen österreichischer KMU
5.2.1 Regularien
5.2.2 Kostenbelastung
5.2.3 Lohnniveau
5.3 Chancen der Initiative für österreichische KMU
5.3.1 Logistik
5.3.2 Globalisierung
5.3.3 Zulieferung bei Infrastrukturprojekten
5.3.4 Reduktion von Zollformalitäten
5.4 Risiken der Initiative für österreichische KMU
5.4.1 Personalkosten
5.4.2 Politische und religiöse Differenzen
5.4.3 Abhängigkeit von chinesischen Unternehmen
6. Verifizierung der Chancen und Risiken durch Experten und Expertinnen
6.1 Methodenauswahl
6.2 Aussendung des Fragebogens
6.3 Auswahl der Experten und Expertinnen
6.4 Auswertung des Experten- und Expertinnenfeedbacks
6.4.1 Auswirkungen der Initiative
6.4.2 Auswirkung auf Unternehmen der Experten und der Expertin
6.4.3 Einfluss auf das Wirtschaften österreichischer KMU
6.4.4 Ausreichende Darstellung von Chancen und Risiken
6.4.5 Die größte Chance
6.4.6 Das größte Risiko
6.4.7 Fehlende Relevanz
6.5 Zusammenfassung Experten- und Expertinnenfeedback
7. Fazit
8. Kritische Würdigung
Die Arbeit untersucht die Chancen und Risiken der chinesischen "Belt and Road Initiative" (neue Seidenstraße) für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in Österreich. Ziel ist es, durch Literaturrecherche und Expertenbefragungen eine fundierte Entscheidungsgrundlage für österreichische Unternehmen zu schaffen.
3.3 Die Route der ursprünglichen Seidenstraße
Die Route der ursprünglichen Seidenstraße erscheint für den Menschen ungeeignet. (siehe hierzu Abbildung 1). Wird die Landschaft, die die Seidenstraße umgibt, betrachtet, so war das Bestreiten des Weges mit Strapazen verbunden. Die Strecke verlief von China bis zum Mittelmeer, wobei ein Großteil der Strecke durch Wüsten, Oasen, Gebirge und ödes Land führte. Die Temperaturen waren den Gebirgen entsprechend niedrig und in den Wüsten entsprechend hoch. Der Handel verlief meist über Zwischenstationen, nur wenige Menschen oder Gruppen von Karawanen bestritten die gesamte Strecke von China bis zum Mittelmeer. (Jahns; Schüffler 2008, S.20f)
Die Route der ursprünglichen Seidenstraße startete im heutigen Xi’an, das früher als Chang’an bezeichnet wurde. Der Weg verlief von Xi’an aus flussaufwärts entlang des Wei. Zunächst führte die Seidenstraße in Richtung Nordwesten durch eine Berglandschaft, bis die Reisenden die Stadt Lanzhou erreichten. Der nächste Teilbereich wurde stark geprägt durch die Chinesische Mauer, von der ein kurzer Streckenabschnitt begleitet wurde. Bei Anxi, nach der Erreichung der Wüste Gobi, teilte sich die Seidenstraße in zwei Routen. Die nördliche Strecke verlief zwischen dem Hochgebirge Tianshan und dem nördlichen Ende der Taklamakan-Wüste, die südliche Strecke dahingegen dem südlichen Ende der Taklamakan-Wüste entlang. Beide Routen trafen nach dem Passieren der Wüste in Kashgar wieder aufeinander. Im nächsten Schritt wurde das Hochgebirge Pamir in Tadschikistan überquert. Im Anschluss konnte dem Fluss Syrdarya in Kirgisistan gefolgt werden, bis die Reisenden zunächst in die Stadt Samarkand und anschließend Buchara in Usbekistan erreichten. Um zum südlichen Teil der Karakum-Wüste zu gelangen, musste zunächst noch der Fluss Amudarya überquert werden. Nachdem der turkmenische Ort Merw durchquert wurde, führte die Strecke in den Iran. Dort wurde die nächste Teilstrecke zwischen Hochgebirge und Wüste beschritten. Die Seidenstraße verlief hier entlang verschiedener Oasen, bis an der Grenze zwischen dem Iran und Irak noch das Zagros Gebirge überwunden werden musste. Im Irak wurde anschließend noch die Flüsse Euphrat und Tigris durchquert, bevor die nächste Wüste in Syrien zu durchqueren war. Nach der syrischen Wüste führten diverse Wege bis nach Damaskus, Aleppo und Antakya. (Höllmann 2011, S.20f)
1. Einleitung: Beschreibt die Ausgangssituation, die Forschungsfrage und das methodische Vorgehen der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen: Definiert wesentliche Begriffe wie KMU, BIP und die logistische Maßeinheit TEU.
3. Der Ursprung der Seidenstraße: Analysiert historische Routen, Entstehung und Zielsetzungen der antiken Seidenstraße.
4. Die neue Seidenstraße: Detaillierte Darstellung der chinesischen Initiative, ihrer Motivation, Finanzierung sowie der Land- und Seerouten.
5. SWOT-Analyse der Initiative: Evaluierung von Stärken und Schwächen österreichischer Unternehmen sowie abgeleitete Chancen und Risiken.
6. Verifizierung der Chancen und Risiken durch Experten und Expertinnen: Validierung der theoretischen Ergebnisse mittels schriftlicher Experteninterviews.
7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Initiative und Handlungsempfehlungen für österreichische KMU.
8. Kritische Würdigung: Reflexion über die Methodik der Arbeit und Grenzen der Literaturrecherche.
Neue Seidenstraße, One Belt One Road, Belt and Road Initiative, österreichische Wirtschaft, KMU, Infrastrukturinvestitionen, Logistik, Export, Import, Chancen, Risiken, Globalisierung, China, Außenhandel, Transportkosten
Die Arbeit untersucht, welche Chancen und Risiken die chinesische "Belt and Road Initiative" für kleine und mittelständische Unternehmen in Österreich bietet.
Die Themen umfassen die logistischen Aspekte der neuen Handelsrouten, die wirtschaftlichen Auswirkungen auf KMU sowie die geopolitischen und unternehmerischen Risiken durch die Abhängigkeit von China.
Die Forschungsfrage lautet: "Welche Chancen und Risiken birgt Chinas One Belt - One Road Initiative für kleine und mittelständische österreichische Unternehmen?"
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche, einer SWOT-Analyse sowie einer qualitativen, halbstrukturierten schriftlichen Befragung von Experten aus dem Logistiksektor.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die historische Herleitung der Seidenstraße, das Konzept der modernen Initiative sowie eine detaillierte SWOT-Analyse und deren Verifizierung.
Zentrale Begriffe sind OBOR-Initiative, österreichische KMU, Logistik-Optimierung, Exportchancen und politische Abhängigkeit.
Die befragten Experten stufen die Auswirkungen als eher chancenreich ein, insbesondere im Bereich der Logistikoptimierung, mahnen jedoch zur Vorsicht hinsichtlich der politischen Abhängigkeit von China.
Das größte identifizierte Risiko ist die politische Einflussnahme der chinesischen Regierung, die über Infrastrukturprojekte Abhängigkeiten schafft, sowie die Gefahr unvorhersehbarer Handelsbeschränkungen.
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