Masterarbeit, 2022
69 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1 Forschungsstand
1.2 Forschungskonzept
2. Schulhunde
2.1 Hund-Mensch-Kommunikation
2.2 Geschichte der Schulhunde
2.3 Einsatz von Schulhunden
2.4 Begründungen zum Einsatz von Schulhunden
2.5 Praxisbeispiele für den Einsatz von Schulhunden
3. Philosophische Theorien zur Mensch-Tier-Beziehung
3.1 Anthropozentrismus
3.2 Physiozentrismus
3.2.1 Pathozentrismus
3.2.2 Biozentrismus
3.2.3 Holismus
3.3 Speziesismus
3.4 Donna Haraway „Das Manifest für Gefährten“
3.5 Martin Balluch „Autonomie bei Hunden“
4. Philosophische Begründungen
4.1 Pathozentrische Begründungen für den Einsatz von Schulhunden
4.2 Biozentrische Begründungen für den Einsatz von Schulhunden
4.3 Konsequenzen aus Haraways Ansatz
4.4 Warum Schulhund und nicht Schulkatze?
5. Tierethische Einwände
6. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Einsatz von Schulhunden aus einer philosophischen Perspektive zu beleuchten und fundierte Begründungen zu liefern, die PädagogInnen als Orientierung in der tiergestützten Arbeit dienen können. Dabei wird untersucht, inwieweit philosophische Theorien zur Mensch-Tier-Beziehung den Einsatz von Hunden im schulischen Kontext rechtfertigen und wie tierethischen Bedenken begegnet werden kann.
2.1 Hund-Mensch-Kommunikation
Grund dafür, dass sich die Sicht auf den Hund gewandelt hat, ist in erster Linie dessen exzellente Kommunikationsfähigkeit. Aus der Notwenigkeit heraus, in einer menschengemachten Umgebung zu überleben, lies der Hund sich mehr und mehr auf die menschliche Kommunikation ein und erkennt diese dabei als vollständigen Sozialpartner an, was ihn von anderen Tieren stark unterscheidet. Wichtig bei dieser Betrachtung ist, dass der Hund nicht länger mit dem Wolf verglichen werden darf. Zwar sind beide gruppendynamische Lebewesen, die in sozialen Gemeinschaften leben, doch während der Wolf in den engen Strukturen eines familiären Rudels lebt, ist der Hund bindungsflexibel und kann Beziehungen zu Menschen und Tieren immer wieder neu aufbauen und abbrechen. Der Hund kann gar nicht anders, als sich innerhalb von wenigen Sekunden in eine neue Gruppe von Tieren oder Menschen durch Kommunikation einzuordnen. Obwohl der Hund ähnlich wie der Mensch mithilfe von Gestik, Mimik und Lauten kommuniziert, bleibt diese Kommunikation für die meisten Menschen unerkannt.
Dies führt häufig zu Missverständnissen und Konflikten zwischen Mensch und Hund. Einer der bekanntesten Irrglauben, der bei Menschen über die Handkommunikation vorherrscht, ist das Schwanzwedeln. Menschen gehen davon aus, dass ein Hund, wenn er mit dem Schwanz wedelt, freudig und freundlich sei. Zwar kann das Schwanzwedeln tatsächlich ein Ausdruck von Freude sein, doch generell zeigt Schwanzwedeln eine Erregung des Hundes an. Hierbei kann es sich um freudige Erregung, jagdliche Erregung, aggressive Erregung, sexuelle Erregung oder unsichere Erregung handeln. Um zu erkennen, in welchem Erregungszustand sich der Hund befindet, ist seine gesamte Körperhaltung zu betrachten.
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Bedeutung von Hunden in der Gesellschaft und in Schulen dar, definiert die Forschungsfrage und begründet die Notwendigkeit einer philosophischen Auseinandersetzung mit dem Einsatz von Schulhunden.
2. Schulhunde: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Kommunikation zwischen Hund und Mensch, die Geschichte sowie die Praxis des Einsatzes von Schulhunden inklusive Strukturierungsphasen.
3. Philosophische Theorien zur Mensch-Tier-Beziehung: Es werden zentrale tierethische Ansätze wie Anthropozentrismus, Physiozentrismus und Speziesismus sowie die Konzepte von Donna Haraway und Martin Balluch theoretisch fundiert dargestellt.
4. Philosophische Begründungen: Hier werden die zuvor genannten Theorien auf den Schulhundeeinsatz angewendet, um philosophische Argumente für dessen pädagogische Legitimität zu entwickeln.
5. Tierethische Einwände: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit tierethischen Vorbehalten auseinander und hinterfragt den Einsatz unter Berücksichtigung von Tierwohl und ethischer Rechtfertigung.
6. Fazit und Ausblick: Die Arbeit resümiert die wesentlichen Ergebnisse und zieht Schlussfolgerungen hinsichtlich der philosophischen Begründbarkeit des Schulhundeeinsatzes.
Schulhund, Tierethik, Inklusion, Mensch-Tier-Beziehung, Anthropozentrismus, Physiozentrismus, Donna Haraway, Koevolution, Tiergestützte Pädagogik, Hund-Mensch-Kommunikation, Schulalltag, Tierwohl, Bindungsflexibilität, Pädagogik, Philosophie.
Die Arbeit untersucht, wie der Einsatz von Hunden in Schulen philosophisch begründet werden kann, da es an ethischen Untersuchungen zu diesem speziellen pädagogischen Feld bisher mangelt.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Tierethik, die Kommunikation zwischen Mensch und Hund, die pädagogische Rolle des Hundes sowie die kritische Reflexion von Tierwohl und Training.
Das Ziel ist es, philosophische Argumente für den Einsatz von Schulhunden zu finden, die als Antwort auf ethische Fragen dienen und PädagogInnen eine Reflexionsgrundlage bieten.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse philosophischer und tierethischer Texte sowie der Auswertung bestehender Literatur zur tiergestützten Pädagogik.
Im Hauptteil werden verschiedene philosophische Theorien (u. a. Anthropozentrismus, Biozentrismus) diskutiert und auf das konkrete Setting "Schule" übertragen, sowie der Einfluss von Training und Haltung kritisch hinterfragt.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Schulhund, Tierethik, Inklusion, Mensch-Tier-Beziehung, Koevolution und Tiergestützte Pädagogik geprägt.
Die Arbeit führt organisatorische Gründe, hygienische Aspekte sowie die exzellente Anpassungs- und Kommunikationsfähigkeit des Hundes an, die eine Interaktion in der Schule deutlich erleichtert.
Haraways Ansatz wird genutzt, um den Hund nicht als bloßes Werkzeug, sondern als eigenständigen, ko-evolutionären Partner zu verstehen, dessen spezifische Bedürfnisse und Fähigkeiten im Unterricht geachtet werden müssen.
Die Arbeit betont, dass eine respektvolle, bedürfnisorientierte und gewaltfreie Erziehung des Hundes sowie eine individuelle Prüfung der Eignung für den Schulalltag ethisch zwingend erforderlich sind.
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