Diplomarbeit, 2007
87 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Podcasting – Was ist das?
1.2 Potenziale und Anwendungsmöglichkeiten von Podcasts in der Aus und Weiterbildung – Vision und Realität
1.3 Problemstellung
2 Theoretische Grundlagen für den Einsatz von Podcasts in pädagogischen Kontexten
2.1 Kognitionspsychologische Grundlagen – Konzepte auditiver Wahrnehmung, auditiver Aufmerksamkeit und Informationsverarbeitung
2.2 Von der Psychologie des Hörens zur Pädagogik des Zuhörens
2.2.1 Vom Hören zum Zuhören
2.2.2 Das Zuhören - Implikationen für das Lehren und Lernen
2.3 Didaktische Umsetzung – Storytelling als Möglichkeit eines Einsatzes von Podcasts im Rahmen von Blended Learning
3 Entwicklung von Kriterien zur Bewertung und effektiven Ausgestaltung von Podcasts – Pädagogische Perspektive
3.1 Grundlagen der Gestaltung und Bewertung von textbasierten Lernangeboten
3.2 Sprachliche und strukturelle Gestaltung von Podcasts
3.2.1 Zuhörerorientierte Texte – Wortwahl, Satzgestaltung, Textstruktur
3.2.2 Zuhörerorientierte Strukturierung von Podcasts auf einer Makroebene nach pädagogischen Prinzipien
3.3 Inhaltliche Gestaltung von Podcasts
3.4 Förderung von Zuhörfertigkeiten durch Podcasts
3.5 Kriterienkatalog für die Bewertung und Ausgestaltung von Podcasts aus einer pädagogischen Perspektive
4 Erstellen eines Podcasts für den Einsatz in der beruflichen Weiterbildung unter Anwendung des erarbeiteten Kriterienkatalogs – „Spannungen beim Thema Klima“
4.1 Rahmenbedingungen für die Produktion und den Einsatz des Podcasts
4.2 Didaktisch-methodische Ausgestaltung anhand des Kriterienkatalogs
4.2.1 Makro-strukturelle Textgestaltung
4.2.2 Inhaltliche Textgestaltung
4.2.3 Die abschließende Ausgestaltung des Podcasts unter Berücksichtigung der sprachlichen Anforderungen an zuhörerorientierte Texte
5 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit analysiert die pädagogischen Potenziale und Grenzen von Podcasts als innovative Audiomedien und entwickelt darauf aufbauend ein Rahmenkonzept für deren didaktisch-methodisch sinnvollen Einsatz in der beruflichen Weiterbildung, wobei der Fokus insbesondere auf Prozessen des Hörens, Zuhörens und Lernens liegt.
Die richtige Wortwahl
Häusermann und Käppeli (1994) weisen darauf hin, dass vor allem in Texten, die wissenschaftliche Themen betreffen, Fachwörter die Grundlage für präzise Aussagen bilden. Ein Text muss aber gleichzeitig zuhörerorientiert sein, das heißt das (begriffliche) Wissen der Zielgruppe muss bei der Textproduktion berücksichtigt werden (S.28). Wenn davon auszugehen ist, dass ein Wort den Zuhörern nicht bekannt ist, kann man darauf unterschiedlich reagieren. Das problematische Wort kann z.B. durch ein anderes Wort ersetzt werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Aussage nicht durch einen kleinen Bedeutungsunterschied zwischen den Wörtern eine völlig andere Gesamtbedeutung bekommt (Häusermann & Käppeli, 1994, S.28). Fachbegriffe sagen für einen Experten regelmäßig weit mehr aus, als ihre alltagssprachlichen Synonyme. Da insbesondere Lehrtexte sich oft dadurch auszeichnen, dass verschiedene Fachtermini eingeführt werden (Ballstaedt et al., 1981, S.204), ist es notwendig, über Hilfskonstruktionen wie z.B. Nebensätze die Begriffe zu erklären. Allerdings sollte die Kohärenz des Textes nicht unter diesen Hilfskonstruktionen leiden (vgl. Absatz über Schachtelkonstruktionen in diesem Abschnitt).
1 Einleitung: Einführung in das Thema Podcasting, Darstellung der Potenziale und Anwendungsmöglichkeiten in der Aus- und Weiterbildung sowie Formulierung der Problemstellung.
2 Theoretische Grundlagen für den Einsatz von Podcasts in pädagogischen Kontexten: Analyse der kognitionspsychologischen Grundlagen auditiver Wahrnehmung sowie Entwicklung eines Konzepts des Zuhörens inklusive didaktischer Umsetzungsmöglichkeiten.
3 Entwicklung von Kriterien zur Bewertung und effektiven Ausgestaltung von Podcasts – Pädagogische Perspektive: Erarbeitung von Gestaltungs- und Bewertungskriterien, die in einem integrativen Kriterienkatalog zusammengefasst werden.
4 Erstellen eines Podcasts für den Einsatz in der beruflichen Weiterbildung unter Anwendung des erarbeiteten Kriterienkatalogs – „Spannungen beim Thema Klima“: Praktische Anwendung des Kriterienkatalogs zur Entwicklung eines konkreten Podcasts im Bereich der beruflichen Weiterbildung.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Arbeit mit Diskussion der Ergebnisse und Aufzeigen von Perspektiven für zukünftige Forschungen.
Podcasting, Pädagogische Potenziale, Audiomedien, Zuhören, Kognitionspsychologie, Storytelling, Blended Learning, Wissenskonstruktion, Motivation, Interesse, Kriterienkatalog, Beruflicher Weiterbildung, Sprachrezeption, Informationsverarbeitung, Lehr-Lern-Prozesse.
Die Arbeit untersucht die pädagogischen Potenziale von Podcasts und entwickelt ein Konzept für deren didaktisch-methodische Ausgestaltung.
Zentrale Felder sind die Kognitionspsychologie der auditiven Wahrnehmung, die Didaktik des Zuhörens sowie Methoden zur Gestaltung von Lerninhalten (Storytelling).
Das Ziel ist die Analyse der Potenziale und Grenzen von Podcasts und die Entwicklung eines Rahmenkonzepts für ihren didaktisch sinnvollen Einsatz.
Es wird ein interdisziplinärer Ansatz verfolgt, der Erkenntnisse aus der Kognitiven Psychologie, Pädagogik und Medienwissenschaft integriert und auf einen Kriterienkatalog überträgt.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Fundierung, der Entwicklung von Bewertungskriterien und deren Anwendung in einem Praxisbeispiel (Podcast zur Klimaproblematik).
Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen Podcasting, Zuhörfertigkeiten, Storytelling, Blended Learning, Motivation und Kriterienkatalog.
Storytelling dient als Instrument, um Fachinhalte spannend und identitätsstiftend zu vermitteln, was die intrinsische Motivation und den Lernerfolg fördert.
Zuhören ist ein aktiver, intentionaler Prozess, der die aktive Konstruktion von Wissen und die Integration in bestehende kognitive Strukturen erfordert, während Hören primär reizgesteuert abläuft.
Podcasts ermöglichen ein "Lernen unterwegs" (Lernraum Straße), bei dem Lerner nebenbei aktiv sind, was hohe Anforderungen an die sprachliche Gestaltung des Podcasts stellt, um Überlastungen zu vermeiden.
Das Beispiel soll zeigen, wie komplexe Fachinhalte durch eine dramaturgische Geschichte in einen für die Zielgruppe (Kaufleute) bedeutsamen Kontext eingebettet und so effektiv vermittelt werden können.
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