Bachelorarbeit, 2021
31 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
2 Grundlagen der relevanten Ethiken
2.1 Grundlagen der deontologischen Ethik
2.2 Grundlagen der konsequentialistischen Ethik
3 Motivation für das Projekt der Konsequentialisierung
4 Rekonstruktion zweier Methoden der Konsequentialisierung
4.1 Rekonstruktion der Methode Philippa Foots
4.2 Rekonstruktion der Methode Douglas W. Portmores
5 Bewertung des Projekts der Konsequentialisierung
6 Schluss
Die Arbeit untersucht kritisch, ob und inwiefern deontologische Moraltheorien durch eine konsequentialistische Interpretation der Handlungsfolgen konsistent begründet werden können, ohne ihre ursprüngliche ethische Intuitivität zu verlieren.
4.2 Rekonstruktion der Methode Douglas W. Portmores
So hat z.B. Douglas W. Portmore in dem Aufsatz „Consequentializing Moral Theories“ aus der Fachzeitschrift „Pacific Philosophical Quarterly“ im Jahr 2007 eingeordnet, inwiefern Foots Ausführungen seiner Auffassung nach bereits als Vorschlag für das Projekt der Konsequentialisierung der deontologischen Ethik zu verstehen sind und darauf aufbauend sowohl Kritik an dieser Theorie geübt als auch einen umfassenden eigenen Vorschlag ausgearbeitet, den er 2009 in „Consequentializing“ noch weiter ausgeführt hat. Im Folgenden rekonstruiere ich sowohl seine Kritik als auch seine eigene Methode.
Alle Ausführungen von Portmore zum Thema Konsequentialisierung basieren auf dem Grundsatz, dass es möglich sei, die Rangliste von Handlungsausgängen beliebig zu verändern, indem man sie mit anderen Bedingungen füttert, welche für ihre Klassifizierung relevant sein sollten.
„Take whatever considerations that the non-consequentialist theory holds to be relevant to determining the deontic status of an action and insist that those considerations are relevant to determining the proper ranking of outcomes.“
- Douglas W. Portmore: Consequentializing Moral Theories; in: Pacific Philosophical Quarterly Nr. 88 (1/2007), S. 39-73 (S. 39)
1 Einleitung: Vorstellung der Debatte um die Trennschärfe von deontologischer und konsequentialistischer Ethik sowie Definition des Ziels, diese durch eine Konsequentialisierung zu verbinden.
2 Grundlagen der relevanten Ethiken: Skizzierung der Kernmerkmale deontologischer und konsequentialistischer Theorieansätze als Basis für die weitere Untersuchung.
3 Motivation für das Projekt der Konsequentialisierung: Erörterung der Gründe für die Zusammenführung beider Ansätze und kritische Reflexion der Intuitionsannahmen.
4 Rekonstruktion zweier Methoden der Konsequentialisierung: Detaillierte Darstellung der Ansätze von Philippa Foot und Douglas W. Portmore zur formalen Konsequentialisierung.
5 Bewertung des Projekts der Konsequentialisierung: Kritische Diskussion der methodischen Probleme und Herausforderungen bei der Umsetzung der Konsequentialisierung.
6 Schluss: Zusammenfassendes Fazit über das Potenzial und die notwendigen Voraussetzungen für ein erfolgreiches Projekt der Konsequentialisierung.
Deontologische Ethik, Konsequentialismus, Konsequentialisierung, Philippa Foot, Douglas W. Portmore, Moraltheorie, Handlungsfolgen, Moralische Intuition, Utilitarismus, Kategorischer Imperativ, Prima-facie-Pflichten, Ethik, Handlungstheorie, Teleologie, Normative Ethik.
Die Arbeit untersucht die philosophische Möglichkeit, deontologische Moraltheorien in ein konsequentialistisches Framework zu integrieren, ohne den normativen Gehalt der ursprünglichen deontologischen Regeln zu verlieren.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Schnittmenge zwischen deontologischen Pflichten (z.B. das Verbot zu lügen) und konsequentialistischen Prinzipien (Maximierung des Gesamtwerts), unter Einbeziehung moralischer Intuitionen.
Das Ziel ist die kritische Evaluation, ob eine konsequentialisierte deontologische Ethik logisch schlüssig ist und ob sie eine praktikable Alternative zu den bisherigen, oft als zu technisch kritisierten Ansätzen bietet.
Es wird eine analytische philosophische Methode verwendet, bestehend aus der Rekonstruktion vorhandener Theorien (Foot, Portmore) und deren kritischer Diskussion sowie der argumentativen Weiterentwicklung mittels funktionalistischer Ansätze.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen beider Ethiken, die Motivation hinter der Konsequentialisierung, die detaillierte Rekonstruktion der Methoden von Foot und Portmore sowie eine abschließende Bewertung der erzielten Ergebnisse.
Zu den zentralen Begriffen gehören Konsequentialisierung, Deontologie, moralische Intuitionen, Handlungsausgänge und ethische Schlüssigkeit.
Während Foot primär von einer Rangfolge der Handlungen ausgeht, entwickelt Portmore ein Kohärentistisches Verfahren, das einen Ausgleich zwischen der Rangfolge von Handlungen und der Rangfolge von Handlungsausgängen anstrebt.
Der Autor argumentiert, dass eine rein technische Konsequentialisierung zu moralischer Beliebigkeit führen kann und anfällig für Vorwürfe des ethischen Egoismus ist, da Akteure ihre eigenen Handlungen als die "besten" rechtfertigen könnten.
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