Bachelorarbeit, 2022
89 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Schule in Deutschland
2.1.1 Sekundarschule in Nordrhein-Westfalen
2.1.2 Zusammengefasst
2.2 Schulklasse als Gruppe
2.2.1 Merkmale der Gruppe
2.2.2 Normen im Gruppenprozess
2.2.3 Schulklasse am Anfang
2.2.4 Zusammengefasst
2.3 Klassenklima
2.4 Gruppenkohäsion
2.4.1 Die vier Kohäsionsfacetten
2.4.2 Zusammengefasst
2.5 Achtsamkeit
2.5.1 Ursprung und Definitionen
2.5.2 Formen der Achtsamkeit
2.5.3 Evidenzen zu Achtsamkeit
2.5.4 Achtsamkeit im Kontext Schule
2.5.5 Achtsamkeitsinterventionen
2.5.6 Zusammengefasst
2.6 Ableitung der Forschungsfragen
3 Methodisches Vorgehen
3.1 Pilotstudie
3.2 Stichprobe
3.3 Messinstrumente
3.3.1 Messinstrument der Lebensqualität
3.3.2 Messinstrument der Gruppenkohäsion
3.4 Auswertung
3.4.1 Prüfung der statistischen Voraussetzungen
3.5 Durchführung
3.5.1 Exemplarische Übung
3.5.2 Feedback nach den Einheiten
4 Ergebnisse
4.1 Deskriptive Statistik
4.1.1 Deskriptive Statistik des Kindl
4.1.2 Deskriptive Statistik des GruKo4
4.2 Inferenzstatistische Prüfung der Hypothesen
5 Diskussion
5.1 Interpretationen der Ergebnisse
5.2 Methodische Mängel und Einschränkungen der Untersuchung
5.3 Ausblick
Die vorliegende Bachelorthesis untersucht empirisch, ob achtsamkeitsbasierte Interventionen die Gruppenkohäsion und die gesundheitsbezogene Lebensqualität von Schülern einer fünften Klasse an einer Sekundarschule verbessern können, besonders vor dem Hintergrund der durch die COVID-19-Pandemie verstärkten psychosozialen Herausforderungen.
Achtsamkeit im Kontext Schule
Der schulische Kontext ist für die Etablierung von Achtsamkeitsinterventionen mit dem Fokus auf das psycho–soziale Erleben der Schüler nicht einfach. „es war tatsächlich schwierig, präsent zu bleiben und unsere Gedanken, Bewertungen, Gefühle und Urteile über diese Zustände in Schach zu halten, …“ (Rogers et al., 2011, S.282–301). Die Autoren um Rogers kommen zu der Erkenntnis, dass schulische Gegebenheiten nicht ignoriert werden dürfen und finden, dass eine Etablierung nur möglich ist, wenn das Umfeld wie es ist, verstanden werden kann (2011).
In Schulen der Schweiz und in der USA ist ein Wachstum an Achtsamkeitskonzepten mit der Intension der Persönlichkeitsentfaltung bereits zu erkennen, während die Entwicklung an deutschen Schulen sich dahingehend schwerfällig zeigt (Kaltwasser, 2011). Gleichzeitig liegt die Motivation der Einführung von Achtsamkeitsbasierten Interventionen oftmals in dem Bestreben einer wachsenden Kompetenz für schnelleres und effektiveres Auffassen von Fachwissen und der Erlangung von vergleichbaren Bildungsstandards (Kaltwasser, 2011). Doch Achtsamkeit ist ohne Absicht und Achtsamkeitslehrende möchten den Schülern ein Mittel zur Verfügung stellen, mit dem die Selbstwahrnehmung geübt werden kann, wodurch eine Aufmerksamkeit für innere und äußere Stressoren entsteht und die Schüler lernen können, mit den inneren Reaktionen umzugehen, wodurch sie bestenfalls zu Ausgeglichenheit, Verbundenheit und Zufriedenheit kommen können (Kaltwasser, 2011).
Vorteile sind u.a. in dem geringen zeitlichen, räumlichen, wie auch technischen Aufwand zu sehen. Übungen können vielfältig eingesetzt werden. Bspw. in den ersten 5 Minuten des Unterrichts, oder in Pausen, oder auch während dem Unterricht, als entspannende, oder besinnende Intervention. Auch vor oder während Konfliktbesprechungen, bei Ausflügen und vor Klassenarbeiten können sich Interventionen als sinnvoll erweisen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die psychischen Belastungen von Schülern während der Pandemie und stellt die Intention dar, durch Achtsamkeit den Zusammenhalt und die Gruppenkohäsion zu stärken.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel fundiert die Arbeit durch Definitionen zu Schule, Klassengruppen, Gruppenkohäsion und Achtsamkeit sowie die theoretische Herleitung der Hypothesen.
3 Methodisches Vorgehen: Das methodische Vorgehen beschreibt das (quasi-)experimentelle Design, die Pilotstudie, die eingesetzten Messinstrumente sowie die Durchführung der Achtsamkeitstrainings.
4 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die deskriptive Statistik sowie die inferenzstatistische Überprüfung der Hypothesen mittels t-Tests und Korrelationsanalysen.
5 Diskussion: Die Diskussion interpretiert die Ergebnisse vor dem Hintergrund der Literatur, benennt methodische Einschränkungen und bietet einen Ausblick für die zukünftige Forschung.
Gruppenkohäsion, Achtsamkeit, Wir-Gefühl, COVID-19, Schülergesundheit, Lebensqualität, Schulklasse, Achtsamkeitsinterventionen, Sozialpsychologie, Resilienz, Gruppenprozess, Sekundarschule, Kindl, GruKo4, Gruppenintegration.
Die Arbeit untersucht, ob achtsamkeitsbasierte Interventionen genutzt werden können, um das soziale Miteinander und die Gruppenkohäsion in einer fünften Klasse zu stärken.
Die Schwerpunkte liegen auf den Auswirkungen der Pandemie auf Schüler, der gruppendynamischen Theorie in Schulklassen und dem Einsatz von Achtsamkeit als Interventionsmethode.
Ziel ist die Überprüfung der Forschungsfrage, ob durch ein strukturiertes Achtsamkeitstraining die Gruppenkohäsion in einer Schulklasse signifikant gesteigert werden kann.
Die Autorin wählt ein quantitatives, (quasi-)experimentelles Design mit Prä-Post-Messungen mittels standardisierter Fragebögen für beide Schülergruppen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Begriffe, die methodische Darstellung des Vorgehens sowie die Auswertung und Diskussion der empirisch erhobenen Daten.
Zentrale Begriffe sind Gruppenkohäsion, Achtsamkeit, psychische Gesundheit von Schülern, Wir-Gefühl und der Einfluss von COVID-19 auf das Schulleben.
Die Pilotstudie diente dazu, Rahmenbedingungen wie Dauer und Inhalt der Achtsamkeitseinheiten zu testen und die Sensibilität für die Bedürfnisse der Schüler vor der eigentlichen Erhebung zu schärfen.
Die Ergebnisse zeigen keine signifikante Steigerung der Kohäsion durch die Intervention. Die Autorin diskutiert dies unter anderem mit dem Phänomen der "Erstverschlimmerung" und der Herausforderung, eine fremde, beobachtende Rolle in einer festen Klasse einzunehmen.
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