Diplomarbeit, 2005
133 Seiten
1. Einleitung
2. Soziale Arbeit
2.1. Sozialarbeit, Sozialpädagogik und Sozialarbeitswissenschaft
2.2. Methodisches Handeln in der Sozialen Arbeit
3. Peer Counseling
3.1. Begriffsbestimmung
3.2. Entstehungsgeschichte
3.3. Grundhaltungen und der Einsatz von Techniken
3.4. Peer Counseling - eine Methode?
4. Peer Counseling in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung
4.1. Behindertenarbeit
4.2. Behindertenarbeit als Fürsorge
4.3. Von der klassischen Behindertenarbeit zur Selbstbestimmung
4.4. Peer Counseling anhand eines Praxisbeispiels der Selbstbestimmt Leben Bewegung
5. Ausbildung und Berufsorganisation
5.1. Ausbildung
5.2. Berufsverband
6. Eine Methode zieht Kreise - Darstellung am Beispiel des Senior Peer Counseling
7. Peer Counseling in der Sozialen Arbeit - Eine Methode mit Zukunft? Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht, inwiefern Peer Counseling eine zukunftsfähige Methode für die Soziale Arbeit darstellt, indem sie die theoretischen Grundlagen der Methode beleuchtet, deren Anwendung im Bereich der Behindertenarbeit analysiert und die Notwendigkeit einer professionellen Ausbildung sowie einer berufsständischen Organisation kritisch hinterfragt.
3.1 Begriffsbestimmung
Der Begriff Peer Counseling entstammt dem Englischen und lässt sich wie folgt übersetzen: Peer = Gleichgestellte, Ebenbürtige, Counseling = Beratung (Langenscheidt, 1990). Peer Counseling bedeutet also, Betroffene beraten Betroffene.
Dies als Definition ist aber bei weitem nicht ausreichend, denn diese Art von Beratung Betroffener durch Betroffene erfolgt in einem bestimmten Kontext. Es muss immer ein ähnlich erlebter Hintergrund, sei es Behinderung, Krankheit, Alter, Studium oder Beruf vorhanden sein.
Peer Counseling entstammt der Behinderten- beziehungsweise Selbstbestimmt-Leben-Bewegung. Dies allein drückt die Besonderheit aus. Peer Counseling verfolgt den Anspruch, Menschen mit Behinderung in ihrer Ganzheitlichkeit wahrzunehmen, sowohl in ihrer Rolle als Frau/ Mann und in ihrer Rolle als Behinderte/r. (Hermes in Hermes, Faber; 2001)
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die zentrale Fragestellung ein, ob Peer Counseling eine wissenschaftlich fundierte und etablierte Methode für die Soziale Arbeit ist.
2. Soziale Arbeit: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Sozialarbeit und Sozialpädagogik und analysiert das methodische Handeln innerhalb dieses Handlungsfeldes.
3. Peer Counseling: Hier werden die begrifflichen Grundlagen, die Entstehungsgeschichte sowie die spezifischen Grundhaltungen und Techniken des Peer Counselings erarbeitet.
4. Peer Counseling in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung: Dieses Kapitel überträgt das Konzept auf die Behindertenarbeit und veranschaulicht die Entwicklung von klassischer Fürsorge hin zum Empowerment mittels eines Praxisbeispiels.
5. Ausbildung und Berufsorganisation: Es wird die Bedeutung einer systematischen Ausbildung und die Rolle von Berufsverbänden für die Anerkennung des Peer Counselings diskutiert.
6. Eine Methode zieht Kreise - Darstellung am Beispiel des Senior Peer Counseling: Dieses Kapitel zeigt die Übertragbarkeit der Methode auf das Arbeitsfeld der Altenarbeit auf.
7. Peer Counseling in der Sozialen Arbeit - Eine Methode mit Zukunft? Zusammenfassung und Ausblick: Der abschließende Teil reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und formuliert Empfehlungen für die Zukunft der Methode in der Sozialen Arbeit.
Peer Counseling, Soziale Arbeit, Behindertenarbeit, Empowerment, Selbstbestimmung, Empowerment, Independent Living, Peer Support, Rehabilitation, Beratungsmethode, Professionalisierung, Senior Peer Counseling, Altenarbeit, Selbsthilfe, Inklusion.
Die Diplomarbeit untersucht den Status und das Potenzial von Peer Counseling als Methode innerhalb der Sozialen Arbeit.
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Fundierung, der Anwendung in der Behindertenarbeit, der Ausbildungsstruktur und der Übertragbarkeit auf andere Zielgruppen wie ältere Menschen.
Die zentrale Frage ist, ob Peer Counseling eine zukunftsorientierte und anerkannte Methode für die Soziale Arbeit sein kann.
Es erfolgt eine theoretische Analyse sowie eine qualitative Auswertung von Fragebögen, die an Fachkräfte gerichtet waren.
Der Hauptteil analysiert Begriffe, Geschichte, Techniken, die Anwendung im Behindertenwesen, Ausbildungswege und die Erweiterung auf die Altenarbeit.
Zu den prägenden Begriffen gehören Empowerment, Selbstbestimmung, Behindertenarbeit, Peer Counseling und die Soziale Arbeit.
Diese Bewegung bildet den historischen und konzeptionellen Ursprung des Peer Counselings und liefert die ethischen Grundhaltungen der Methode.
Die Befragten heben vor allem die niedrigschwellige Vertrauensbasis, das Empowerment durch positive Rollenmodelle und die gegenseitige Akzeptanz hervor.
Es besteht die Sorge, dass eine formale Verbeamtung oder staatliche Reglementierung die Einzigartigkeit der Methode und deren Individualität durch bürokratische Vorgaben zerstören könnte.
Das Senior Peer Counseling wird als innovatives Modell betrachtet, das auf die demografische Entwicklung reagiert und Menschen im Alter neue Handlungsmöglichkeiten durch Empowerment bietet.
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