Masterarbeit, 2021
73 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Allgemeines
3 Begriffsabgrenzungen
3.1 Wahlrecht
3.2 Vergleich
3.3 Tatbestandsmerkmale
3.3.1 Eigener Grundbesitz
3.3.2 Nutzen und Verwalten
3.3.3 Ausschließliche Tätigkeit
3.3.3.1 Verwaltung und Nutzung
3.3.3.2 Eigener Grundbesitz
3.3.3.3 Kontinuität
4 Problemfelder
4.1 Zulässige Tätigkeiten
4.1.1 Verwaltung von Kapitalvermögen
4.1.2 Betreuung von Wohnungsbauten
4.1.3 Errichtung und Veräußerung von EFH, ZFH, ETW
4.1.4 Nebenerwerb
4.1.4.1 Beteiligungen
4.1.4.2 Nebentätigkeiten
4.1.4.3 Überlassungen
4.1.4.4 Private KFZ-Nutzung
4.2 Abgrenzung zu schädlichen Tätigkeiten
4.2.1 Tätigkeitsgebiet
4.2.1.1 Nebentätigkeiten
4.2.1.2 Tätigkeiten für fremde Firmen
4.2.1.3 Tätigkeiten durch Mieter
4.2.1.4 An- und Verkauf von Grundbesitz
4.2.1.5 Gewerblicher Grundstückshandel
4.2.1.6 Gelegentlicher Verkauf
4.2.2 Bereitstellung weiterer Wirtschaftsgüter
4.2.2.1 Betriebsvorrichtungen
4.2.2.2 Möblierte Wohnungen
4.2.3 Beteiligungen
4.2.3.1 Gewerblich tätige Personengesellschaft
4.2.3.2 Zebra Gesellschaft
4.2.3.3 Betriebsaufspaltung
4.2.3.4 Atypisch stille Beteiligung
4.2.3.5 GmbH & Co. KG
4.2.3.6 Organschaft
5 Lösungsansätze
5.1 Teilung von Grundstücken
5.2 Auslagerung verbundene Unternehmen
5.3 Auslagerung von Betriebsvorrichtungen
5.4 Übertragung auf GmbH & Co. KG/GbR
5.5 Formwechsel
5.6 Immobilienleasinggesellschaften
5.7 Vermietung/Übertragung einer Küche
5.8 Wechsel von Tätigkeiten
5.9 Vermietung an Ehegatten statt Gesellschafter
5.10 Verkauf zum Ende des Jahres
5.11 Verkauf nach langjähriger Vermietung
5.12 Verkauf Anteile in Holdingstruktur (Praxishinweis)
6 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die steuerlichen Voraussetzungen und Herausforderungen der erweiterten Gewerbesteuerkürzung gemäß § 9 Nr. 1 S. 2 GewStG für Immobilienunternehmen zu analysieren, um steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten zur Reduzierung der Gewerbesteuerbelastung aufzuzeigen.
1 Einleitung
Bei der Investitionsentscheidung zum Kauf einer Immobilie zur langfristigen Vermietung ist u.a. die steuerliche Betrachtung, neben wirtschaftlichen und zivilrechtlichen Aspekten, für einen Investor maßgeblich. Denn nicht nur die Auswahl der richtigen Immobilie, sondern auch eine angestrebte niedrige Versteuerung der erzielten Gewinne, sind für ein Unternehmen entscheidende Erfolgsfaktoren, welche letztendlich darüber entscheiden, ob eine Investition betriebswirtschaftlich rentabel ist.
Der Gewinn eines Unternehmens wird grundsätzlich in Gewinn nach und vor Steuern unterschieden. Für Unternehmen und deren Investitionen ist es von entscheidender Bedeutung, den Gewinn nach Steuern zu maximieren. Nach betriebswirtschaftlicher Optimierung des Gewinns vor Steuern verbleiben lediglich steuerliche Möglichkeiten zur Verbesserung des Gewinns nach Steuern.
Eine niedrigere Versteuerung und die damit einhergehende Verbesserung des Gewinns nach Steuern kann, im Rahmen eines Vermietungsmodells, lediglich über die Anwendung der erweiterten Gewerbesteuerkürzung erzielt werden. Dabei darf in dem gewählten Unternehmenskonstrukts ausschließlich eigener Grundbesitz genutzt und verwaltet werden. Des Weiteren dürfen, neben den erlaubten Nebentätigkeiten des § 9 Nr. 1 S. 2 GewStG, keine schädlichen Tätigkeiten vorliegen.
Durch die Erfüllung aller Tatbestandsvoraussetzungen der erweiterten Grundstückskürzung gem. § 9 Nr. 1 S. 2 GewStG kann die Steuerbelastung auf erzielte Gewinne durch eine Vermietung auf 15% reduziert werden. Im Vergleich unterliegen Vermietungseinkünfte der Einkommensteuer bis maximal 45%. Die Gewinne im Rahmen einer Kapitalgesellschaft unterliegen grundsätzlich einer Besteuerung von ca. 30%. Diese mögliche Steuerersparnis i.H.v. 15 bzw. 30% kann somit, aus betriebswirtschaftlicher Sicht, von dem Unternehmen bzw. Steuerpflichtigen für höhere Reinvestitionen oder weitere Kapitalanlagen genutzt werden, sodass die Rendite einer erworbenen Immobilie deutlich gesteigert werden kann.
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Bedeutung der steuerlichen Gestaltung bei Immobilieninvestitionen und führt in das Ziel der erweiterten Gewerbesteuerkürzung als Mittel zur Gewinnmaximierung ein.
2 Allgemeines: Das Kapitel behandelt die gewerbesteuerrechtlichen Grundlagen für Immobilienunternehmen und stellt die Funktionsweise sowie den Zweck der Kürzungsvorschrift dar.
3 Begriffsabgrenzungen: Hier werden die wesentlichen Tatbestandsmerkmale, das Wahlrecht und die notwendige Abgrenzung für die Anwendung der Kürzung im Detail definiert.
4 Problemfelder: Dieses Kapitel analysiert kritische Bereiche wie zulässige Tätigkeiten und die schädliche Abgrenzung, insbesondere bei Beteiligungen und Betriebsvorrichtungen.
5 Lösungsansätze: Hier werden konkrete steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten für Berater und Mandanten entwickelt, um trotz der strengen Vorschriften eine Kürzung zu erreichen.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer frühzeitigen und kontinuierlichen steuerlichen Beratung für Immobilienunternehmen.
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Die Arbeit befasst sich mit der erweiterten Gewerbesteuerkürzung nach § 9 Nr. 1 S. 2 GewStG, die es ermöglicht, die Gewerbesteuerbelastung für vermögensverwaltende Immobiliengesellschaften unter strengen Voraussetzungen signifikant zu senken oder aufzuheben.
Zentrale Themen sind die Definition von eigenem Grundbesitz, die zulässigen Neben- und Verwaltungstätigkeiten, die Vermeidung von sogenannten schädlichen Tätigkeiten sowie die steuerlichen Auswirkungen bei verschiedenen Unternehmensformen.
Das Ziel ist es, Steuerpflichtigen und Beratern aufzuzeigen, wie sie durch eine präzise Gestaltung der Unternehmensaktivitäten die Voraussetzungen für die erweiterte Gewerbesteuerkürzung erfüllen können, um die Rendite von Immobilieninvestitionen durch Steuereinsparungen zu maximieren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse aktueller Gesetzestexte, Kommentierungen sowie einer umfangreichen Auswertung der einschlägigen höchstrichterlichen BFH-Rechtsprechung zu den Tatbestandsmerkmalen des Gewerbesteuergesetzes.
Im Hauptteil werden detailliert die gesetzlichen Voraussetzungen, die Abgrenzung von Vermögensverwaltung zur gewerblichen Tätigkeit, spezifische Problemfelder wie die Mitvermietung von Betriebsvorrichtungen und mögliche Lösungsstrategien für die Praxis diskutiert.
Die Arbeit ist geprägt von Begriffen wie Grundstücksunternehmen, erweiterte Kürzung, Vermietung, schädliche Tätigkeit, Gewerbesteuerbelastung, Betriebsvorrichtungen und Gestaltungsoptimierung.
Die Mitvermietung von Inventar kann als gewerbliche Tätigkeit eingestuft werden, die über die reine Verwaltung von eigenem Grundbesitz hinausgeht. Da die Tatbestandsmerkmale kumulativ erfüllt sein müssen, kann dies zur vollständigen Versagung der erweiterten Kürzung führen.
Die 3-Objekt-Grenze ist ein wichtiges Indiz für einen gewerblichen Grundstückshandel. Die Arbeit erläutert, dass eine Überschreitung dieser Grenze die erweiterte Gewerbesteuerkürzung gefährdet, da das Unternehmen dann nicht mehr als rein vermögensverwaltend gilt.
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