Masterarbeit, 2018
162 Seiten, Note: 2,0
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Relevanz
1.2 Absichten und Ziele der Forschungsfrage
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Zoos
2.1.1 Die historische Entwicklung von Zoos – von der Menagerie zum Bildungsort
2.1.2 Zootiere als Botschafter
2.2 Crossmediale Kommunikation in der Umweltbildung und im Naturschutz
2.2.1 Umweltbildung und Bildung für Nachhaltige Entwicklung
2.2.2 Crossmediale Kommunikation zum Naturschutz in Zoos
3. Untersuchungsdesign und Methodik
3.1 Gütekriterien für qualitative Untersuchungen
3.2 Datenerhebung
3.2.1 Untersuchungsort
3.2.1.1 Auswahlverfahren
3.2.1.2 Zoo Heidelberg und Zooschule Heidelberg
3.2.2 Teilnehmer
3.3 Design und Instrumente
3.3.1 Case Study
3.3.2 Experteninterview
3.3.3 Gruppeninterview und -diskussion
3.3.4 Qualitative Inhaltsanalyse
3.4 Durchführung und Analyse
3.4.1 Forschungsbeschränkungen
3.4.2 Datenauswertung
3.4.3 Wirkung der Naturschutzkommunikation
4. Ergebnisse
4.1 Nutzung der Medien in der Naturschutzkommunikation im Zoo Heidelberg
4.1.1 Medienarten
4.1.1.1 Websites
4.1.1.2 Social Media
4.1.1.3 Informationsflyer
4.1.1.4 Beschilderung
4.1.1.5 Orientierungsplan
4.1.1.6 Zooführer
4.1.1.7 Lehrmedien
4.1.1.8 Lernwege
4.1.1.9 Weitere Kommunikationsmittel
4.1.2 Crossmediale Vernetzung der genutzten Medien
4.1.3 Einsatz von Botschaftertieren in der Naturschutzkommunikation des Heidelberger Zoos
4.2 Wirkung der Naturschutzkommunikation
5. Diskussion
5.1 Nutzung der Medien in der Naturschutzkommunikation
5.1.1 Medienarten
5.1.2 Crossmediale Vernetzung der genutzten Medien
5.1.3 Organisation der Kommunikation
5.2 Zielgruppe Kinder
5.3 Wirkung der Naturschutzkommunikation
5.3.1 Wirkung der Botschaftertiere
5.3.2 Wirkung der Botschaften
5.4 Methodendiskussion
6. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Wirkung von crossmedialer Kommunikation im Bereich des Naturschutzes bei Kindern im Alter von 10 bis 12 Jahren am Fallbeispiel des Heidelberger Zoos. Ziel ist es zu analysieren, ob und wie Zootiere als Botschafter innerhalb dieser Kommunikation das Erinnerungsvermögen der Kinder beeinflussen und ob ihr Einsatz für die Umweltbildung effektiv ist.
2.1.2 Zootiere als Botschafter
In dem vielseitigen Bestand der Tiere besitzen Zoos gewöhnlich Arten, die nach VdZ als Botschaftertiere ausgewählt wurden. Diese sollen in der Zooarbeit als Botschafter dienen, um auf die Gefährdung ihrer Art oder ihres Lebensraumes aufmerksam zu machen. Vor allem sollen sogenannte Flaggschiffarten als Botschafter eingesetzt werden. Als Flaggschiffarten werden nach Wittig & Niekisch Tierarten bezeichnet, die sympathische und charismatische Arten sind und als Stellvertreter ihres Lebensraums werblich eingesetzt werden können (vgl. Wittig & Niekisch, 2014, p. 427); bzw. laut VdZ ist es „eine Art, deren Schutz sich besonders lohnt, da durch die Schutzmassnahmen für diese Art auch andere Arten oder ganze Lebensräume profitieren. Oftmals sind es charismatische Arten, welche in der Bevölkerung beliebt sind. Diese Beliebtheit vereinfacht es auch, Mittel für die Schutzmassnahmen zu finden“ (Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) e.V. , 2017).
Meier nennt als Beispielarten den Flachlandtapir für das Amazonasbecken, das Spitzmaulnashorn für die Regionen Afrikas mit Gehölzpflanzen oder krautiger Vegetation sowie den Eurasischen Luchs für die europäischen Wälder.
Den Schauwert der einzelnen Tierart legen die Besucher fest. Hier gilt: "große, aktive, tagesaktive und / oder gesellig lebende Tiere sind für die Besucher interessanter als kleine, inaktive, nachtaktive und / oder allein lebende Tiere" (Meier, 2009, p. 112). Davon abgeleitet zeigen die Zoobesucher bei einigen Tieren mehr Interesse als bei anderen Tieren. So verweilen sie bei bestimmten Gehegen entsprechend länger. Dies größere Interesse kann mit Hilfe von fünf Faktoren weiter verdeutlicht werden: Menschenähnlichkeit, Superlative, Niedlichkeit, aufrechte Haltung und kontrastreiche Färbung (vgl. Meier, 2009, p. 115).
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt das Forschungsthema der Naturschutz- und Umweltkommunikation in Zoos vor und umreißt die Relevanz der Untersuchung des crossmedialen Medieneinsatzes für Kinder als Zielgruppe.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert den theoretischen Rahmen über die historische Entwicklung von Zoos, deren Wandel zum Bildungsort sowie die Konzepte der Umweltbildung und des Einsatzes von Botschaftertieren.
3. Untersuchungsdesign und Methodik: Hier werden die qualitativen Forschungsmethoden erläutert, darunter Experteninterviews, eine Inhaltsanalyse von Kommunikationsmaterialien und Gruppendiskussionen mit Schulklassen.
4. Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die Analyseergebnisse der verschiedenen Kommunikationsmittel des Zoo Heidelberg sowie die Resultate der Gruppendiskussionen zur Wirkung bei Kindern präsentiert.
5. Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse zur Mediennutzung, zur Organisation der Kommunikation und zur Wirkung auf die Zielgruppe der Kinder im Kontext der Forschungsfrage.
6. Fazit und Ausblick: Hier werden die Kernergebnisse zusammengefasst, der Erkenntnisgewinn für die Praxis abgeleitet und weitere mögliche Forschungsfelder skizziert.
Botschaftertiere, Crossmedia, Kommunikation, Naturschutz, Öffentlichkeitsarbeit, Umweltbildung, Zoo, Heidelberg, Wirkungsforschung, Kinder, Zielgruppe, Biodiversität, Artenschutz, Nachhaltigkeit, Lernort
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung der Wirkung von crossmedialer Naturschutzkommunikation in Zoos auf die Zielgruppe Kinder.
Zentrale Themen sind der Einsatz von Botschaftertieren, die Wirksamkeit pädagogischer Kommunikationsmittel in Zoos und der Zoo als Bildungsort für nachhaltige Entwicklung.
Die Forschungsfrage lautet, welche Wirkung Zootiere als Botschafter innerhalb der Naturschutzkommunikation bei Kindern haben und ob deren Einsatz zur Vermittlung von Umweltproblemen wirksam ist.
Es handelt sich um eine qualitative Fallstudie, die Experteninterviews, eine qualitative Inhaltsanalyse von Medien und Gruppendiskussionen mit Kindern umfasst.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen, das methodische Untersuchungsdesign, die konkrete Mediennutzung im Heidelberger Zoo sowie die Ergebnisse der Befragungen zur Wirkung.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Botschaftertiere, Naturschutzkommunikation, Umweltbildung, Crossmedia, Zoo und Wirkungsforschung bei Kindern.
Der Zoo Heidelberg bot eine Kooperation an, die organisatorisch günstig war und eine praxisnahe Durchführung der Untersuchung mit Schulklassen vor Ort ermöglichte.
Die Studie zeigt, dass eine emotionale Bindung zu bestimmten Tierarten die Erinnerung an die vermittelten Naturschutzbotschaften bei Kindern deutlich stärkt.
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