Bachelorarbeit, 2021
58 Seiten, Note: 3,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Addition
2.2 Subtraktion
2.3 Rechenmethoden
2.3.1 Halbschriftliche Rechenstrategien
2.3.2 Halbschriftliche Rechenstrategien: Addition und Subtraktion und deren möglichen Fehler
2.4 Forschungsstand
3 Forschungsfragen
4 Methode
4.1 Untersuchungsdesign
4.2 Beschreibung der Untersuchung
4.3 Die Subtraktionsaufgaben
5 Ergebnisse und Diskussion
6 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, welche Rechenstrategien Grundschulkinder einer vierten Klasse bei Additions- und Subtraktionsaufgaben im Zahlenraum bis 1000 bevorzugt anwenden und ob sie diese adäquat zur jeweiligen Aufgabe wählen. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob die Kinder in der Lage sind, ihre Lösungswege flexibel und strategisch an die spezifischen Anforderungen der Rechenaufgaben anzupassen.
1. Stellenweises Rechnen
Bei dieser halbschriftlichen Strategie werden die beiden Summanden bzw. der Teilminuend und Teilsubtrahend in ihre einzelnen Stellenwerte (Hunderter, Zehner, Einer) zerlegt (Padberg & Benz, 2011, S. 178). Dabei können die Kinder bei Additionsaufgaben entweder mit dem kleinsten oder mit dem größten Stellenwert beginnen, da das Assoziativ- und Kommunikativgesetz der Addition für diese Strategie entscheidend ist (vgl., ebd.). Nachdem die einzelnen Stellenwerte nacheinander miteinander addiert beziehungsweise subtrahiert wurden, erhält man Teilergebnisse, die am Schluss noch addiert werden müssen. Dies stellt nach Padberg und Benz (ebd.) das Endergebnis der Additionsaufgabe dar.
Mögliche Fehler: Beim Subtrahieren wird nach Padberg und Benz (2011, S.181 f.) diese halbschriftliche Rechenstrategie durch die „potenziellen Schwierigkeiten“ eher selten thematisiert. Es gehen mehrere Verständnisfehler mit dieser Strategie einher: Obwohl beim halbschriftlichen Rechnen mit Zahlen gerechnet wird, werden rund 30% aller Fehler bei Subtraktionsaufgaben auf das konsequente Subtrahieren einer größeren von der kleineren (Teil-) Zahl zurückgeführt. Die Ursache könnte ein „[…] fehlerhafter Transfer von der Addition sein […]“ (Padberg & Benz, 2011, S.201), da hierbei die Reihenfolge der Summanden aufgrund des Kommutativgesetzes vertauscht werden darf. Weitere Verständnisfehler stellen beispielsweise falsche Subtraktion der Zehner oder Einer vom Minuenden dar (vgl., ebd., S.201). Die Gefahr, dass nach Einführung des algorithmischen Rechenverfahren während des stellenweisen Rechnens ziffernweise und nicht zahlenweise gerechnet wird, stellt ebenso eine Schwierigkeit dar (Fast, 2017).
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des halbschriftlichen Rechnens als flexible Rechenmethode ein und stellt die Relevanz der Untersuchung für den Mathematikunterricht dar.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die mathematischen Grundlagen der Addition und Subtraktion sowie die verschiedenen Rechenmethoden und die spezifischen halbschriftlichen Rechenstrategien mitsamt ihrer Fehlermöglichkeiten.
3 Forschungsfragen: Hier werden die zentrale Hauptforschungsfrage sowie die fünf daraus abgeleiteten Unterfragen zur Strategienutzung und Fehleranalyse formuliert.
4 Methode: Das Kapitel beschreibt das qualitative Forschungsdesign der Studie, inklusive der Auswahl der zehn Probanden, des Interviewleitfadens und der Auswertung mittels Mayrings qualitativer Inhaltsanalyse.
5 Ergebnisse und Diskussion: Dieser Teil präsentiert die erhobenen Daten in Form von Diagrammen und analysiert die genutzten Rechenmethoden, Fehlerquoten und die Strategiewahl der Kinder bei den gewählten Aufgaben.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Hauptergebnisse zusammen, reflektiert die Tendenz zum stellenweisen Rechnen und bietet Ansätze für zukünftige wissenschaftliche Untersuchungen.
Halbschriftliches Rechnen, Rechenstrategien, Addition, Subtraktion, Grundschule, Stellenwertverständnis, Fehleranalyse, Mathematische Kompetenz, Qualitatives Interview, Operative Strategien, Zahlenraum bis 1000, Mathematisches Denken, Lernprozesse, Fehlerquote, Strategiewahl.
Die Arbeit untersucht die Rechenstrategien von Viertklässlern bei Additions- und Subtraktionsaufgaben im Zahlenraum bis 1000 und beleuchtet, wie die Kinder diese Aufgaben lösen.
Zentrale Felder sind das halbschriftliche Rechnen im Vergleich zu anderen Methoden, die Entwicklung mathematischer Strategien in der Grundschule sowie die Analyse typischer Fehler bei der Subtraktion.
Das Ziel ist herauszufinden, ob Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse halbschriftliche Rechenstrategien adäquat zur jeweiligen Rechenaufgabe auswählen und einsetzen.
Die Autorin führt eine empirische, qualitative Untersuchung durch, basierend auf Experteninterviews mit zehn Grundschulkindern, die mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden.
Im Hauptteil werden die Auswertungen der Interviews präsentiert, insbesondere die Häufigkeit der Strategienutzung, der Zusammenhang zwischen Aufgabenkomplexität und Fehlern sowie die Verteilung verschiedener Fehlertypen.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie "halbschriftliches Rechnen", "Stellenwertverständnis", "Fehleranalyse" und "operative Strategien".
Das schriftliche Rechnen wird als algorithmisches Standardverfahren identifiziert, das die Kinder oft aus Gewohnheit anwenden, was jedoch häufig zu einem Verlust des verständnisorientierten Rechnens führt.
Ein häufiger Fehlertyp ist der "falsche Transfer des Kommutativgesetzes", bei dem Kinder versuchen, bei der Subtraktion Minuend und Subtrahend zu vertauschen, um Rechenschwierigkeiten zu vermeiden, was mathematisch inkorrekt ist.
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