Bachelorarbeit, 2017
63 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Gesundheit und Krankheit
2.1 Die Bedeutung von Gesundheit
2.2 Die Bedeutung von Krankheit
2.3 Die Entstehung von Gesundheit und Krankheit
3 Erscheinungsbilder von Essstörungen
3.1 Anorexia nervosa
3.2 Bulimia nervosa
3.3 Adipositas
3.4 Binge- Eating- Disorder
4 Soziale Lebenslagen und Gesundheit
4.1 Soziale Problematiken
4.2 Soziale Lage und gesundheitliche Ungleichheit
4.2.1 Gesundheitliche Belastungen
4.2.2 Gesundheitsrelevante Bewältigungsressourcen
4.2.3 Gesundheitliche Versorgung
4.2.4 Gesundheitsverhalten
4.2.5 Gesundheitliche Ungleichheit
4.3 Soziale Lage und Ernährung
4.4 Soziale Lage im Jugendalter
5 Das soziale System Familie
5.1 Familienformen und familiäre Beziehungen
5.2 Das Familiensystem in der Jugendphase
5.3 Funktionalität und Dysfunktionalität familiärer Strukturen
5.4 Familiäre Beziehungen unter dem Einfluss sozialer Lebenslagen
6 Die Entstehung von Essstörungen im sozialen Kontext
6.1 Die körperliche Entwicklung im sozialen Kontext
6.2 Familiendynamisches Erklärungsmodell
6.3 Direkte familiäre Faktoren
6.3.1 Esskultur und Essen als Medium
6.3.2 Umgang mit Gewicht und Aussehen
6.4 Indirekte familiäre Faktoren
6.4.1 Normen und Werte
6.4.2 Streitkultur
6.4.3 Ablösungsprozess und Autonomie
6.4.4 Trennung und Verlust eines Elternteils
6.5 Essstörungen als Folge der sozialen und familiären Lage
7 Essstörungen im Kontext der sozialen Arbeit
7.1 Berührungspunkte & Aufgaben der sozialen Arbeit
7.2 Sozialpädagogische Präventionsmöglichkeiten
7.3 Sozialpädagogische Interventionsmöglichkeiten
8 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen sozialen Lebenslagen, familiären Strukturen und der Entstehung von Essstörungen im Jugendalter, um daraus Möglichkeiten für präventives und intervenierendes Handeln in der Sozialen Arbeit abzuleiten.
6.3.1 Esskultur und Essen als Medium
Das Familiensystem hat großen Einfluss auf das Ernährungswissen und -verhalten von Kindern und Jugendlichen (s. Kap. 4.3., 5.3.). Untersuchungen belegen, dass das elterliche Essverhalten, die Einstellungen in Bezug auf Essen, sowie ein Diätverhalten der Eltern in direktem Zusammenhang mit dem Essverhalten des Kindes stehen (vgl. Jeong 2005: S. 28). Ein restriktives, stark kontrolliertes oder maßloses Essverhalten der Eltern ist ein Indikator für ein erhöhtes Risiko, dass das Kind an einer Essstörung erkrankt. Untersuchungen haben diesbezüglich festgestellt, dass besonders häufig ein Zusammenhang zwischen einem gestörten Essverhalten der Mutter und einer Essstörung der Tochter besteht (vgl. Reich 2005: S. 318 ff.)
Das Essverhalten von Kindern wird zudem durch Äußerungen von Abneigungen und Vorlieben in Bezug auf bestimmte Nahrungsmittel geprägt (vgl. Ders. 2003: S. 2)
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Untersuchung ein, stellt die Forschungsfrage nach den Einflussfaktoren der sozialen Lage und der Familie auf Essstörungen und skizziert den weiteren Aufbau der Arbeit.
2 Gesundheit und Krankheit: Das Kapitel definiert Gesundheit und Krankheit als relative, wechselseitig abhängige Begriffe und erläutert anhand des Salutogenese-Modells die Entstehung von Gesundheitszuständen.
3 Erscheinungsbilder von Essstörungen: Hier werden die wichtigsten medizinischen Erscheinungsformen von Essstörungen, wie Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Adipositas und Binge-Eating-Disorder, dargestellt.
4 Soziale Lebenslagen und Gesundheit: Dieses Kapitel analysiert, wie soziale Ungleichheit durch Faktoren wie Bildung, Einkommen und Wohnverhältnisse die gesundheitlichen Chancen beeinflusst.
5 Das soziale System Familie: Hier wird die Familie als zentrales soziales System beleuchtet, insbesondere hinsichtlich ihrer Funktion als Ressource oder Belastungsfaktor für Jugendliche.
6 Die Entstehung von Essstörungen im sozialen Kontext: In diesem Hauptteil wird die Entstehung von Essstörungen durch das Zusammenspiel von körperlichen Entwicklungsprozessen, Familiendynamiken und sozialen Lebenslagen analysiert.
7 Essstörungen im Kontext der sozialen Arbeit: Das Kapitel beschreibt konkrete Ansätze und Aufgaben der Sozialen Arbeit, um präventiv tätig zu werden und bei bestehenden Essstörungen zu intervenieren.
8 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die multifaktorielle Bedingtheit von Essstörungen sowie die wichtige Rolle der Sozialen Arbeit.
Soziale Ungleichheit, Gesundheit, Essstörungen, Familie, Jugendalter, Soziale Arbeit, Prävention, Intervention, Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Adipositas, Binge-Eating-Disorder, Familiensystem, Gesundheitsförderung, Lebenslage.
Die Arbeit untersucht den Einfluss von sozialen Lebenslagen und familiären Strukturen auf die Entstehung von Essstörungen bei Jugendlichen.
Zu den zentralen Themen gehören soziale Ungleichheit, Familiendynamiken, Jugendphase und die Rolle der Sozialen Arbeit.
Das Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen sozialen Faktoren und der Entstehung von Essstörungen aufzuzeigen, um daraus Handlungsempfehlungen für die Soziale Arbeit zu entwickeln.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Zusammenführung theoretischer Erklärungsmodelle aus Soziologie und Psychologie.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit Erscheinungsbildern von Essstörungen, dem Zusammenhang von sozialer Lage und Gesundheit sowie spezifischen familiären Faktoren, die eine Erkrankung begünstigen können.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem soziale Ungleichheit, Familiensystem, Jugendalter, Essstörungen und Prävention.
Das Familiensystem kann eine wichtige Ressource für das Wohlbefinden sein, aber durch dysfunktionale Strukturen, etwa durch Leistungsdruck oder destruktive Konfliktmuster, auch die Entstehung von Essstörungen begünstigen.
Die Soziale Arbeit agiert präventiv durch Aufklärung und Sensibilisierung sowie intervenierend, indem sie Betroffene und Angehörige unterstützt und zur Inanspruchnahme therapeutischer Hilfen motiviert.
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