Diplomarbeit, 2002
104 Seiten, Note: 1,0
I Basismodelle des NLP
A Von der Wahrnehmung zum Verhalten und Erleben
1. Subjektive Wahrnehmung der äußeren Welt
2. Individuelle Einschränkungen: Mechanismen und Filter der Modellbildung
2.1 Prozessmechanismen: Tilgung, Verzerrung, Generalisierung
2.2 Prozessfilter: Glaubenssätze, Werte und Meta-Programme
3. Kognitive Repräsentationen
3.1 Analoge Repräsentationssysteme
3.2 Digitales Repräsentationssystem
4. Strategien: Die Repräsentationen als Grundlage des Verhaltens
4.1 Das TOTE – Modell
4.2 Integration der Repräsentationssysteme in das TOTE – Modell
B Die Grundstruktur der Persönlichkeit
1. Das Konzept der Logischen Ebenen der Veränderung
1.1 Glaubenssätze
2. Zeitebenen: Das „Time-Line“ – Konzept
3. Wahrnehmungspositionen
4. Meta – Programme
4.1 Äußeres Verhalten: Introvertierter Typus vs. Extrovertierter Typus
4.2 Innerer Prozess: Intuitiver Typus vs. Empfindungstypus
4.3 Innerer Zustand: Denktypus vs. Fühltypus
4.4 Berücksichtigung der Zeit: Beurteiler vs. Wahrnehmer
5. Zusammenfassung in der NLP – System – Matrix
C Entwicklungsmodell des NLP
1. Das Entwicklungsmodell Jean Piagets in Bezug auf das NLP
1.1 Genetische Erkenntnistheorie
1.2 Der strukturalistische Ansatz
1.3 Biologischer Ansatz
II Von den Ursachen problematischen Verhaltens zur Praxeologie des NLPs
A Determinanten problematischen Verhaltens
1. Grundüberlegungen
2. Spezifische Ursachen problematischen Verhaltens
B Rahmenbedingungen der NLP Veränderungsarbeit
1. Idealtypische Beschreibung des NLP – Praktikers
2. Verlaufsmodell der NLP – Verhaltensmodifikation
2.1 Die Phase der Informationssammlung
C Spezifische Techniken der NLP – Verhaltensmodifikation
1. Ankern
1.1 Moment of Excellence
1.2 Kollaps – Anker
2. Reframing
2.1 Inhaltliches Reframing
2.2 Verhandlungsreframing
3. Das Interventionsmodell der Neuprägung
4. Future Pacing
Abschließende Diskussion
Die vorliegende Arbeit untersucht das Neurolinguistische Programmieren (NLP) nicht lediglich als Sammlung von Techniken, sondern als systematisches Modell der Verhaltensmodifikation. Das primäre Ziel ist es, ein theoretisches Grundverständnis für die Mechanismen des NLP zu entwickeln und die zugrunde liegenden Vorstellungen über menschliches Verhalten und Erleben zu explizieren, um die Frage zu klären: „Warum funktioniert NLP?“.
Subjektive Wahrnehmung der äußeren Welt
„Die Wirklichkeit und die Welt als solche ist vom Menschen nicht objektiv, sondern nur subjektiv mit Hilfe kognitiver Repräsentationen (Modelle) erkennbar und denkbar.“ (Weerth 1994, S. 25)
In diesem Zitat, welches eine zentrale Grundannahme des NLP wiedergibt, wird deutlich, dass die äußere Welt in ihrer Vielfältigkeit vom Menschen weder objektiv noch in ihrer Gesamtheit erfahrbar und begreifbar ist. Im ersten Moment mag sich diese Erkenntnis negativ anhören und es scheint sich um eine grundlegende Einschränkung des Menschen zu handeln. Bei genauerer Betrachtung wird die Einschränkung allerdings schnell zu einer menschlichen Fähigkeit, welche das Überleben und das Zurechtfinden in der Welt ermöglicht. Da jedes Individuum zu jeder Zeit einer fast unendlichen Menge an Reizen aus der Umwelt ausgesetzt ist, ist es notwendig, sich ein Modell der Welt zu schaffen. Das Charakteristikum von Modellen ist es, Sachverhalte in einer vereinfachten Form darzustellen, um sich leichter in ihnen zurechtzufinden (vgl. Duden 1997, S. 525). Der Sachverhalt, um den es sich hier handelt, ist die Welt und das Leben in ihr.
I Basismodelle des NLP: Dieses Kapitel erläutert, wie Menschen durch Wahrnehmungsfilter, kognitive Repräsentationen und Strategien ihre subjektive Realität konstruieren.
B Die Grundstruktur der Persönlichkeit: Hier wird ein Persönlichkeitsmodell des NLP entfaltet, das auf logischen Ebenen, Zeitebenen, Wahrnehmungspositionen und Meta-Programmen basiert.
C Entwicklungsmodell des NLP: In diesem Teil wird argumentiert, dass das kognitive Entwicklungsmodell von Jean Piaget als theoretische Grundlage für die menschliche Entwicklung im NLP dienen kann.
II Von den Ursachen problematischen Verhaltens zur Praxeologie des NLPs: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Modelle mit der Praxis der Veränderungsarbeit, von der Analyse der Ursachen bis hin zu einem konkreten Verlaufsmodell.
A Determinanten problematischen Verhaltens: Hier werden die Ursachen von Verhaltensproblemen als Diskrepanzen zwischen Ist- und Soll-Zuständen innerhalb des subjektiven Weltmodells definiert.
B Rahmenbedingungen der NLP Veränderungsarbeit: Dieser Abschnitt beschreibt die idealtypische Rolle des NLP-Praktikers und skizziert ein systematisches Phasenmodell der Veränderung.
C Spezifische Techniken der NLP – Verhaltensmodifikation: Das letzte Kapitel stellt zentrale Interventionsmethoden vor, darunter Ankern, Reframing, Neuprägung und Future Pacing, und verankert diese in den Basismodellen.
Neurolinguistisches Programmieren, NLP, Verhaltensmodifikation, kognitive Repräsentation, logische Ebenen, Wahrnehmungspositionen, Meta-Programme, Jean Piaget, Veränderungsarbeit, Ankern, Reframing, Neuprägung, Future Pacing, subjektive Welt, kognitive Entwicklung.
Die Arbeit untersucht das NLP als systematisches Modell der Verhaltensmodifikation und versucht, die theoretischen Hintergründe zu ergründen, die hinter der Anwendung der NLP-Techniken stehen.
Die zentralen Themen umfassen die kognitive Wahrnehmung, die Strukturierung der Persönlichkeit, die menschliche Entwicklung sowie die praktische Anwendung von NLP-Interventionen in der Veränderungsarbeit.
Das primäre Ziel ist es, über die bloße Beschreibung von Techniken hinaus ein fundiertes theoretisches Grundverständnis für die NLP-Veränderungsarbeit zu etablieren.
Die Arbeit basiert auf einer intensiven Literaturstudie, durch die bestehende NLP-Modelle theoretisch verknüpft und durch Konzepte wie das Entwicklungsmodell von Jean Piaget sowie kognitionspsychologische Ansätze ergänzt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Basismodelle des NLP (Wahrnehmung, Persönlichkeitsstruktur, Entwicklung), die Analyse der Ursachen problematischen Verhaltens und die Erläuterung spezifischer Interventionstechniken wie Ankern und Reframing.
Zu den prägenden Begriffen gehören „subjektives Modell der Welt“, „kognitive Repräsentationssysteme“, „Logische Ebenen der Veränderung“, „Neuprägung“ und „Verhaltensmodifikation“.
Die logischen Ebenen bilden eine hierarchische Struktur der Persönlichkeit, die es erlaubt, Probleme gezielt auf verschiedenen Ebenen – von der Umgebung bis zur Identität – zu identifizieren und durch entsprechende Interventionen zu verändern.
Durch die Technik der „Neuprägung“ wird die traumatische Prägung in der Erinnerung des Klienten identifiziert, mit benötigten Ressourcen angereichert und so positiv verändert, dass der einschränkende Glaubenssatz aufgelöst wird.
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