Bachelorarbeit, 2020
67 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die Verdachtsdiagnose Trisomie 21
2.1 Das Erleben der Verdachtsdiagnose
2.2 Das charakteristische Erscheinungsbild bei Trisomie 21
3. Diagnostik
3.1 Postnataldiagnostik
3.2 Cytogenetische Formen der Trisomie 21
3.2.1 Freie Trisomie 21
3.2.2 Translokations-Trisomie 21
3.2.3 Mosaik-Trisomie 21
3.2.4 Partielle Trisomie 21
3.3 Genetische Beratung
3.4 Echokardiographie
3.5 Gesundheitliche Einschränkungen
3.6 Entwicklung von Kindern mit Trisomie 21
3.6.1 Die kognitive Entwicklung
3.6.2 Die (non-)verbale Kommunikationsentwicklung
3.6.3 Die motorische Entwicklung
4. Umgang und Diagnosebewältigung
4.1 Die Situation der Eltern
4.2 Situation der Geschwister
4.3 Potenzielle Beziehungsbelastungen
4.3.1 Eltern-Kind-Beziehung
4.3.2 Beziehung der Eltern
4.3.3 Geschwisterbeziehung
4.3.4 Beziehungen zu Familie und Bekanntschaft
4.4 Stresstheoretische Perspektive
4.5 Krisenbewältigung
4.6 Ressourcen der Bewältigung
4.6.1 Das soziale Netzwerk
5. Frühförderung
5.1 Physiotherapie
5.2 Ergotherapie
5.3 Logopädie
5.4 Das Förderprogramm „Kleine Schritte“
6. Elternzentrierte Unterstützungsmöglichkeiten
6.1 Selbsthilfegruppen für betroffene Eltern
6.2 Arbeits- und sozialrechtliche Hilfen
6.3 Beratungsangebote
6.4 Therapeutische Unterstützung
6.5 Mobilisierung sozialer Unterstützung
7. Abschließendes Fazit
Das primäre Ziel dieser Bachelorarbeit ist die Beantwortung der Forschungsfrage, welche Unterstützungsmöglichkeiten Eltern für die Bewältigung der Diagnose Trisomie 21 bei ihrem Neugeborenen sowie für den Umgang mit dieser Herausforderung im Alltag zur Verfügung stehen. Die Arbeit untersucht dabei den Prozess von der ersten Verdachtsdiagnose bis zur Inanspruchnahme konkreter Hilfsangebote.
2.1 Das Erleben der Verdachtsdiagnose
Nach der Geburt empfinden Eltern meist eine Vielzahl von positiven Gefühlen der Erleichterung und Freude und werden von den anwesenden Ärzt/innen, Hebammen und Pflegekräften zur Geburt beglückwünscht. Das Verhalten dieser Anwesenden bietet der Mutter eine Rücksicherung, dass keine Komplikationen vorliegen und können dadurch eine Erleichterung darstellen und somit die Gefühle der Eltern entscheidend beeinflussen. Ein ungewöhnliches Verhalten, wie beispielsweise Schweigen, kann die Mutter nach der Geburt verunsichern und Ängste bzgl. der Gesundheit des Kindes auslösen.
Bettina F. berichtet: „Nach einer komplikationslosen Geburt freute ich mich, dass das ganze anstrengende Prozedere nun vorüber war und ich endlich mein Kind in den Armen halten kann. Doch auf einmal war so ein Schweigen im Kreißsaal. Es war bedrückend, niemand sagte etwas und keiner schaute mich mehr direkt an. Da dachte ich nur: Oh da stimmt etwas nicht.“ [selbstständige Transkription des Gesprächs mit Bettina F., einer betroffenen Mutter, vom 19.08.2020]
Ein konkreter Verdacht muss daher nicht geäußert werden, da die Mütter trotz der Überflutung von Hormonen die Stimmungswandlung im Kreißsaal unmittelbar wahrnehmen (Tamm, 2006, S. 22). Insbesondere wenn während der Schwangerschaft pränatale Untersuchungen in Anspruch genommen wurden, die spezifisch auf die Früherkennung chromosomaler Aberrationen ausgerichtet ist und diese Ergebnisse negativ ausfielen, kann die Geburt eines Kindes mit Trisomie 21 die Eltern zusätzlich erschüttern, da sie sich auf die Geburt eines gesundes Kindes eingestellt hatten.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die medizinischen Grundlagen der pränatalen Diagnostik und thematisiert die traumatische Ausgangslage der Eltern bei einer unerwarteten postnatale Diagnose von Trisomie 21.
2. Die Verdachtsdiagnose Trisomie 21: Dieses Kapitel widmet sich der emotionalen Schockphase nach der Geburt und stellt anhand von Interviewausschnitten die subjektiven Erfahrungen betroffener Eltern mit der Diagnosemitteilung dar.
3. Diagnostik: Es werden die medizinischen Sicherungsmethoden, die verschiedenen genetischen Formen der Trisomie 21 sowie die damit verbundenen gesundheitlichen Einschränkungen und Entwicklungsaspekte des Kindes erläutert.
4. Umgang und Diagnosebewältigung: Dieses Kapitel analysiert die psychosozialen Auswirkungen der Diagnose auf das gesamte Familiensystem, inklusive Stresstheorien und Phasenmodelle der Krisenbewältigung.
5. Frühförderung: Der Fokus liegt hier auf interdisziplinären Therapieansätzen wie Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie sowie dem speziellen Förderprogramm „Kleine Schritte“.
6. Elternzentrierte Unterstützungsmöglichkeiten: Hier werden konkrete Entlastungsangebote wie Selbsthilfegruppen, arbeits- und sozialrechtliche Hilfen sowie professionelle Beratungs- und Therapieangebote vorgestellt.
7. Abschließendes Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz einer passgenauen Unterstützung zusammen und kritisiert die bürokratischen Hürden, die den Zugang zu notwendigen Hilfen für betroffene Familien erschweren.
Trisomie 21, Down-Syndrom, Diagnosebewältigung, Frühförderung, Elternberatung, Krisenbewältigung, soziale Unterstützung, Selbsthilfegruppen, soziale Netzwerke, Familiendynamik, Postnataldiagnostik, therapeutische Unterstützung, SGB V, Entwicklungsverzögerung.
Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Eltern, die nach der Geburt ihres Kindes überraschend mit der Diagnose Trisomie 21 konfrontiert werden, und untersucht deren Bewältigungsstrategien.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Unterstützungsmöglichkeiten existieren, um den betroffenen Eltern die Bewältigung der Diagnose und die Organisation des Familienalltags zu erleichtern.
Neben medizinischen Grundlagen der Diagnose sind die psychosozialen Auswirkungen auf die Eltern, Geschwister und das erweiterte soziale Umfeld sowie die Inanspruchnahme therapeutischer und rechtlicher Hilfen zentrale Themen.
Neben einer fundierten theoretischen Auseinandersetzung mit Fachliteratur wurden ergänzend selbst geführte und transkribierte Interviews mit einer betroffenen Mutter sowie einer Vereinsmitgründerin ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Diagnostik, Entwicklung des Kindes, Umgang mit der Diagnose innerhalb der Familie, Unterstützung durch soziale Netzwerke und konkrete Fördermaßnahmen.
Down-Syndrom, Diagnosebewältigung, Frühförderung, Familiensystem, psychosoziale Belastung und soziale Netzwerke.
GuK wird als Methode vorgestellt, um Sprachbarrieren bei Kindern mit Trisomie 21 zu überbrücken und den Kommunikationsdruck zwischen Kind und Eltern zu mindern.
Die Autorin argumentiert, dass die Inanspruchnahme von Hilfen für Eltern in einer Krisensituation oft zu komplex und bürokratisch ist, was eine professionelle Begleitung zur Entlastung erforderlich macht.
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