Diplomarbeit, 2008
78 Seiten, Note: 1,7
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Analyse des Reproduktionsmechanismus der Management-Elite. Ziel ist es, die Verfahren und Kriterien zu untersuchen, die zur Reproduktion dieser Elite beitragen. Dabei wird die Frage untersucht, inwieweit Leistung als Zugehörigkeitsbedingung von Eliten relevant ist und welche Rolle Rekrutierungskanäle, fachliche und persönlichkeitsgebundene Auswahlkriterien spielen.
Das erste Kapitel bietet eine Einleitung in die Thematik und stellt den Forschungsgegenstand sowie die Forschungsfrage dar. Das zweite Kapitel behandelt die theoretischen Grundlagen der Elitesoziologie. Es werden verschiedene Ansätze zur Definition von Eliten sowie deren Reproduktionsmechanismen und Funktionen vorgestellt. Darüber hinaus wird der Begriff der Leistung im Kontext von Eliten diskutiert. Kapitel drei widmet sich der Analyse des Reproduktionsmechanismus der Management-Elite. Es werden die Bedeutung von Rekrutierungskanälen, fachlichen und persönlichkeitsgebundenen Auswahlkriterien sowie die Rolle der Leistungsideologie untersucht.
Management-Elite, Elitesoziologie, Reproduktion, Rekrutierung, Auswahlkriterien, Leistung, Leistungsideologie, Funktionseliten, Sozialisation, Bildung, Status, Macht.
Die Arbeit untersucht, ob der Zugang zu Topmanagement-Positionen in Deutschland tatsächlich nach dem Leistungsprinzip erfolgt oder ob soziale Herkunft und Selektionsmechanismen eine entscheidende Rolle bei der Reproduktion der Elite spielen.
Vertreter des Leistungsprinzips postulieren, dass Elitepositionen jedem offenstehen. Die Untersuchung hinterfragt jedoch, ob dies eine ideologisch gefärbte Verfahrensweise ist, die eine tatsächliche soziale Selektion verschleiert.
Zu den Mechanismen gehören Rekrutierungskanäle (offen und geschlossen), fachliche Auswahlkriterien (formal und informal) sowie persönlichkeitsgebundene Kriterien wie der bisherige Lebensweg und der persönliche Eindruck.
Rekrutierungskanäle entscheiden maßgeblich darüber, wer überhaupt für eine Position in Betracht gezogen wird. Die Arbeit unterscheidet hierbei zwischen offenen Kanälen und geschlossenen, exklusiven Netzwerken.
Die Leistungsideologie wird kritisch als ein Konstrukt diskutiert, das dazu dienen kann, bestehende Machtstrukturen und soziale Schließungsprozesse zu legitimieren, indem Erfolg ausschließlich auf individuelle Leistung zurückgeführt wird.
Neben formalen Bildungsabschlüssen spielen informale Prozesse, der soziale Status, die Sozialisation und die Übereinstimmung mit dem Habitus der bestehenden Elite eine wesentliche Rolle.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

