Diplomarbeit, 2008
92 Seiten, Note: 1,0
1. Problemstellung
2. Darstellung und Diskussion des Rahmenkonzepts und der damit verbundenen Vermögenswertkonzeption der IFRS
2.1 Das Rahmenkonzept nach den derzeit gültigen IFRS
2.2 Das Rahmenkonzept im Lichte des „Conceptual Framework Project“
2.3 Würdigung des Vermögenswertbegriffes des IFRS Rahmenkonzepts
2.3.1 Diskussion verschiedener Vermögenswertansatzkonzeptionen
2.3.1.1 Der „Legal Property- Approach“
2.3.1.2 Der „Control- Approach“
2.3.1.3 Der „Risks and Rewards- Approach“
2.3.2 Der Vermögenswertbegriff im Lichte verschiedener Bilanztheorien
2.3.2.1 Die bilanztheoretische Ausrichtung der „Revenue- Expense- Theory“
2.3.2.2 Die bilanztheoretische Ausrichtung der „Asset- Liability- Theory“
2.3.3 Einordnung der bilanztheoretischen Ausrichtung und der Ansatzkonzeption des Frameworks der IFRS
2.4 Zwischenbetrachtung
3. Das „Leasing Project“ des IASB: Ausgangssituation, Problemstellung, Lösungsansätze
3.1 Darstellung der aktuellen Regelungen des IAS 17
3.2 Das Problem des „All- Or- Nothing- Approach“ des IAS 17 vor dem Hintergrund der Entscheidungsnützlichkeit der IFRS und der Maxime eines „True And Fair View“
3.3 Lösungsansätze für die Bilanzierung von Leasingsachverhalten nach IFRS
3.3.1 Die Vorschläge der „G4+1- Working Group“
3.3.2 Die aktuellen Ansätze des IASB zur Lösung des Bilanzierungsproblems nach IAS 17
3.4 Die Erfassung von Leasingoptionen im Rahmen der Modellüberlegungen des IASB
3.5 Die Bilanzierung von Nutzungsrechten unter juristischen Gesichtspunkten
3.6 Kritische Würdigung des „Leasing Project“ des IASB
4. Das „Revenue Recognition Project“ des IASB im Kontext der „Asset- Liability- Theory“
5. Verknüpfungspunkte der dargestellten Projekte im Rahmen der „Asset- Liability- Theory“ und vor dem Hintergrund der Vermögenswertkonzeption des Frameworks
6. Thesenförmige Zusammenfassung
Die Arbeit analysiert kritisch den Vermögenswertbegriff der IFRS im Kontext aktueller Nivellierungsprojekte des IASB. Das Hauptziel ist die Untersuchung, ob den IFRS ein theoretisch konsistentes Vermögenswertkonzept zugrunde liegt, wobei die Interdependenzen zwischen dem „Conceptual Framework Project“, dem „Leasing Project“ und dem „Revenue Recognition Project“ aufgezeigt werden.
Der „Legal Property- Approach“
Der „Legal Property Approach“, welcher in der deutschsprachigen Literatur am besten unter dem Begriff der „formalrechtlichen Betrachtungsweise“ subsumiert werden kann, bezeichnet eine juristisch geprägte Vermögenszurechnungskonzeption. Nach dieser Konzeption wird bei der Frage, welcher (Vertrags-) Partei ein Vermögenswert bilanziell (i.S.e. Aktivierung) zuzurechnen ist, auf das (zivil-) rechtliche Eigentum abgestellt. Ob ein Vermögenswert bilanziell abzubilden ist, muss daher unter Würdigung des jeweiligen Rechtssystems eines Landes beantwortet werden.
Da in Deutschland zwischen rechtlichem Eigentum und dem Besitz an einem Vermögenswert unterschieden wird, ist die Wirksamkeit der (Eigentums-) Übertragung im Rahmen eines Verpflichtungsgeschäfts Grundvoraussetzung für die Bilanzierungsfähigkeit im Kontext des „Legal Property- Approach“. Zusammenfassend bedeutet dies, dass der alleinige Abschluss eines (schuldrechtlichen) Kausalgeschäfts, wie bspw. eines Kaufvertrags nach § 433 BGB, nicht zum Eigentumserwerb beim Käufer führt. Erst mit Erfüllung des abstrakten (sachenrechtlichen) Geschäfts nach § 929 BGB erfolgt die Übertragung des Gegenstandes des Kaufgeschäfts und damit der Eigentumserwerb. Für den Bilanzausweis bedeutet dies gemäß des „Legal Property- Approach“, dass erst bei sachenrechtlicher Übertragung des Vermögenswertes die Aktivierungsfähigkeit gegeben ist. Da dieses Trennungsprinzip aber eine Besonderheit des römischen Rechts ist und es in anderen Rechtskreisen nicht befolgt wird, lassen sich je nach Rechtssystem unterschiedliche Zeitpunkte bzw. Tatbestände für eine wirksame Übertragung testieren.
1. Problemstellung: Einleitung in die EU-Verordnung zur Anwendung der IFRS und Darstellung der Notwendigkeit einer konsistenten Vermögenswertkonzeption vor dem Hintergrund der Entscheidungsnützlichkeit.
2. Darstellung und Diskussion des Rahmenkonzepts und der damit verbundenen Vermögenswertkonzeption der IFRS: Theoretische Herleitung und kritische Würdigung der Vermögenswertansätze sowie Einordnung in die IFRS-Bilanztheorien.
3. Das „Leasing Project“ des IASB: Ausgangssituation, Problemstellung, Lösungsansätze: Detaillierte Analyse der Mängel des aktuellen IAS 17 und Diskussion der Reformvorschläge zur einheitlichen Bilanzierung von Nutzungsrechten.
4. Das „Revenue Recognition Project“ des IASB im Kontext der „Asset- Liability- Theory“: Untersuchung der Neuausrichtung der Ertragsrealisierung unter Berücksichtigung der Vermögenswert- und Schuldkonzeption.
5. Verknüpfungspunkte der dargestellten Projekte im Rahmen der „Asset- Liability- Theory“ und vor dem Hintergrund der Vermögenswertkonzeption des Frameworks: Synthese der Erkenntnisse zur Interdependenz der Projekte und der Bedeutung der Asset-Liability-Theory als Fundament der IFRS.
6. Thesenförmige Zusammenfassung: Zusammenfassende Thesen zu den behandelten Projekten und der theoretischen Ausrichtung des IASB.
IFRS, Rahmenkonzept, Framework, Vermögenswert, Leasing, IAS 17, Revenue Recognition, Asset- Liability- Theory, Revenue- Expense- Theory, Control- Approach, Legal Property- Approach, Bilanzierung, Entscheidungsnützlichkeit, Nutzungsrechte, Prinzipienorientierung.
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse des Vermögenswertbegriffs in der internationalen Rechnungslegung (IFRS) und untersucht, wie aktuelle Projekte des IASB dazu beitragen, eine inhaltlich und theoretisch konsistente Konzeption zu etablieren.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen des Rahmenkonzepts (Framework), der Vergleich verschiedener Ansatztheorien (Legal Property, Control, Risks and Rewards) sowie die praktische Anwendung dieser Theorien an ausgewählten Projekten wie dem Leasing- und Revenue Recognition Project.
Die Arbeit untersucht primär, inwiefern den IFRS ein einheitlicher, inhaltlich und theoretisch konsistenter Vermögenswertbegriff zugrunde liegt und wie aktuelle Reformprojekte des IASB diesen Begriff weiterentwickeln.
Es handelt sich um eine kritische Analyse, die auf einer umfassenden Auswertung des aktuellen Normengefüges der IFRS, der Rahmenkonzepte sowie der Diskussionspapiere und Reformvorschläge des IASB und FASB basiert.
Im Hauptteil werden die Bedeutung des Rahmenkonzepts, die verschiedenen bilanztheoretischen Ansätze, die Problematik der Leasingbilanzierung nach IAS 17 sowie die Konsequenzen der neuen Ansätze zur Ertragsrealisierung ausführlich analysiert.
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie IFRS, Vermögenswertbegriff, Asset-Liability-Theory, Leasing-Project, Revenue Recognition und Prinzipienorientierung geprägt.
Der Autor sieht in der binären Klassifizierung (Finance oder Operate Lease) ein Instrument zur Bilanzpolitik, das den „off balance sheet effect“ ermöglicht und somit die Entscheidungsnützlichkeit und Vergleichbarkeit der Abschlüsse erheblich beeinträchtigt.
Das „right of use model“ zielt auf eine einheitliche Bilanzierung von Teilrechten aus Leasingverträgen ab. Dadurch sollen Leasinggegenstände nicht mehr pauschal als „ganzes Asset“ zugerechnet, sondern als Nutzungsrechte bilanziert werden, was die Konsistenz zum Rahmenkonzept erhöhen soll.
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