Examensarbeit, 2008
33 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Vorüberlegungen
3 Definitionen und Begründungen
3.1 Der Begriff der Farbwahrnehmung
3.1.1 Physiologische Grundlagen der Farbwahrnehmung
3.1.2 Neurobiologische Grundlagen der Farbwahrnehmung
3.1.3 Wahrnehmung und Kognition
3.2 Farbsensibilisierung
3.3 Notwendigkeit der Farbsensibilisierung
3.3.1 Begründung der Farbsensibilisierung durch die Bildungsziele
3.3.2 Farbsensibilisierung in der Kunstdidaktik
3.4 Die Farbe Grün – eine Sachanalyse
3.5 Didaktische Begründung der Farbwahl und des Lernangebots
3.6 Begründung für die Wahl der Methode des Stationsbetriebs
3.6 Planerische Überlegungen hinsichtlich eines kompetenzorientierten Unterrichts
4 Beschreibung der Lerngruppe
5 Schülerbeobachtungen aus der Praxis und deren Reflexion
5.1 Grüntöne des Waldes
5.2 Grünes Bad
5.3 Grüne Farbnamen
5.4 Grüne Collage
5.5 Grüne Projektion
5.6 Grün am PC
5.7 Grün mischen
5.8 Grün sortieren
5.9 Grünes Theater
5.10 Grünes Gemälde
5.11 Grünes Abschlussfest
6 Erkenntnisse hinsichtlich der Ausgangsfragestellung unter Hinzunahme von Testverfahren und Schüleraussagen
7 Kritische Reflexion der Lernprozessbeobachtungen
8 Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Möglichkeiten der Farbsensibilisierung im kompetenzorientierten Kunstunterricht der Grundschule zu untersuchen und deren Auswirkungen auf die Wahrnehmungsfähigkeit von Schülern zu evaluieren, wobei die Forschungsfrage lautet, inwiefern eine gezielte „grüne Einheit“ eine differenziertere Farbwahrnehmung initiieren kann.
3.1 Der Begriff der Farbwahrnehmung
Das Auge ist dazu ausgebildet, Lichtreize aufzunehmen. Objekte reflektieren Licht, wobei aufgrund ihrer physikalischen Struktur einzelne Frequenzbereiche nicht zurückgeworfen, sondern absorbiert werden. Somit reflektiert ein grüner Gegenstand nur die Wellen des Bereichs zurück, die wir als Grün wahrnehmen. Alle anderen werden absorbiert.
3.1.1 Physiologische Grundlagen der Farbwahrnehmung
Der Prozess der Farbwahrnehmung wird erst durch die Einheit von Sensorik und Kognition möglich. Das menschliche Sehen beruht auf einer Sinnesleistung, die Lichtenergie in elektrische Impulse verwandelt. Im Gehirn werden diese verarbeitet, wodurch die Illusion von Farbe entsteht. Die Grundlage des Farbensehens ist die Fähigkeit, unterschiedliche Wellenlängen des Lichts erkennen zu können.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der Farbe für die Wahrnehmung und begründet die Notwendigkeit einer Farbsensibilisierung im Kunstunterricht.
2 Vorüberlegungen: In diesem Kapitel werden grundlegende konzeptionelle Entscheidungen getroffen, wie die Wahl einer spezifischen Farbe und die methodische Entscheidung für den Stationsbetrieb.
3 Definitionen und Begründungen: Es erfolgt die wissenschaftliche Herleitung der Begriffe Farbwahrnehmung und Farbsensibilisierung sowie eine Legitimation des Lernangebots im Rahmen von Bildungszielen und Kunstdidaktik.
4 Beschreibung der Lerngruppe: Dieses Kapitel analysiert die spezifische Ausgangslage der Klasse 3a und deren individuelles Lernverhalten.
5 Schülerbeobachtungen aus der Praxis und deren Reflexion: Eine detaillierte Darstellung der einzelnen Lernstationen und der Beobachtungen zur Entwicklung der Schüler während der „Grünen Woche“.
6 Erkenntnisse hinsichtlich der Ausgangsfragestellung unter Hinzunahme von Testverfahren und Schüleraussagen: Hier werden die Ergebnisse der durchgeführten Lernstandtests ausgewertet und den qualitativen Beobachtungen gegenübergestellt.
7 Kritische Reflexion der Lernprozessbeobachtungen: Eine zusammenfassende Reflexion des Lernprozesses und der Wirksamkeit der gewählten Lehrmethode.
8 Ausblick: Der abschließende Teil blickt auf die langfristige Entwicklung der Schüler und die Möglichkeiten einer Übertragung des Konzepts auf andere Farben.
Farbsensibilisierung, Farbwahrnehmung, Kunstunterricht, Grundschule, Farbe Grün, Stationsbetrieb, Wahrnehmungslernen, Kompetenzorientierung, Farbmischung, Schülerbeobachtung, ästhetische Bildung, Lernausgangslage, Lernprozess, Farbwirkung, Farbgedächtnis
Die Arbeit untersucht, wie durch eine gezielte Unterrichtseinheit zur Farbe Grün die Farbwahrnehmung und Farbsensibilisierung von Grundschülern der 3. Klasse nachhaltig gefördert werden kann.
Im Zentrum stehen die physiologischen und kognitiven Grundlagen der Farbwahrnehmung, die didaktische Begründung von Farberfahrungen und die praktische Umsetzung mittels stationsorientiertem Lernen.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob und wie Schüler durch ein kompetenzorientiertes Lernangebot ihre Fähigkeit zur differenzierten Farbwahrnehmung und Benennung von Farbnuancen verbessern können.
Es werden eine fachwissenschaftliche Fundierung durch Wahrnehmungsforschung sowie eine praxisorientierte Untersuchung durch Lernstandtests und qualitative Schülerbeobachtungen kombiniert.
Der Hauptteil beschreibt die Konzeption der „Grünen Woche“, analysiert die Lernausgangslage der Klasse und dokumentiert detailliert die Durchführung und Ergebnisse der verschiedenen Stationen.
Farbsensibilisierung, Kompetenzorientierung, Stationsbetrieb, Wahrnehmungslernen, ästhetische Bildung und differenzierte Farbwahrnehmung sind die zentralen Begriffe.
Grün ist die vorherrschende Farbe der Natur, stark nuancenreich und für Kinder aufgrund ihrer Lebensweltbedeutung und der jahreszeitlichen Präsenz im Frühling besonders erlebbar.
Die Schüler zeigten sich hoch motiviert und konnten ihre Lernwege weitgehend selbstständig gestalten, was die differenzierte Auseinandersetzung mit den angebotenen Lerninhalten förderte.
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