Examensarbeit, 2005
140 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
2 DER AUFSATZUNTERRICHT IN DER SZL
2.1 HERKÖMMLICHER AUFSATZUNTERRICHT IN DER SZL
2.1.1 Das traditionelle Konzept des Aufsatzunterrichts
2.1.2 Kritik am „herkömmlichen“ Aufsatzunterricht
2.2 NEUANSATZ FÜR DEN AUFSATZUNTERRICHT IN DER SZL
2.2.1 Terminologie und Rahmenbedingungen
2.2.2 Das gegenwärtige Konzept des schriftlichen Sprachhandelns
2.2.2.1 Darstellung des neuen Konzepts schulischen Schreibens
2.2.2.2 Die Ziele des Neuansatzes mit dem Schwerpunkt des adressatenbezogenen und situativen Schreibens
2.2.3 Darstellung der allgemeinen Unterrichtsmethodik für das neue Konzept des Aufsatzunterrichts
2.2.3.1 Die Bedingungsfaktoren schriftsprachlicher Kommunikation
2.2.3.2 Adressatengerichtetes Schreiben in realen und fiktiven Schreibsituationen
2.3 DIE GEGENWÄRTIGE SITUATION DES AUFSATZUNTERRICHTS MIT DEN GRENZEN ADRESSATENBEZOGENEN SCHREIBENS
3 DIE MUSTERTEXTMAPPE IM UNTERRICHT ZUR TEXTERSTELLUNG IN DER SZL
3.1 DIE FORMALE BESCHREIBUNG DER MUSTERTEXTMAPPE
3.1.1 Inhalt und Aufbau einer Mustertextmappe
3.1.2 Anzahl und Art der Mustertexte pro Schuljahr
3.2 INTENTIONEN EINER MUSTERTEXTMAPPE
3.2.1 Verwendung der Mustertextmappe in der Schule
3.2.2 Der selbstständige Umgang der Förderschüler mit der Mustertextmappe nach ihrer Schulentlassung
3.3 DIE BEGRÜNDUNG DER MUSTERTEXTMAPPE SOWIE DER AUSGEWÄHLTEN MUSTERTEXTE
3.3.1 Gründe für die Erstellung einer Mustertextmappe
3.3.2 Begründung der Auswahl und der Gestaltung der einzelnen Mustertexte
4 DIE MUSTERTEXTMAPPE IN DER ACHTEN UND NEUNTEN KLASSE IM UNTERRICHT ZUR TEXTERSTELLUNG IN DER SZL
4.1 DIE DIDAKTISCH-METHODISCHE UMSETZUNG EINES ADRESSATENGERICHTETEN SCHREIBENS – EIN METHODISCHES GRUNDMODELL
4.2 DIE MUSTER- GEBRAUCHSTEXTE IN DER ACHTEN UND NEUNTEN KLASSE DER SZL
4.2.1 Die Darstellung der didaktisch-methodischen Unterrichtsgestaltung bei Gebrauchstexten am Beispiel der Erstellung eines Bewerbungsschreibens
4.2.1.1 Vorbemerkungen und Sachinformationen zur Unterrichtseinheit
4.2.1.2 Die unterrichtliche Realisierung: Lernziele, methodische Schritte und Unterrichtsverlauf
4.2.2 Das Bewerbungsschreiben: der Mustertext und ergänzende Informationstexte
4.2.3 Der Lebenslauf: der Mustertext und ergänzende Informationstexte
4.2.4 Das Protokoll: der Mustertext und ergänzende Informationstexte
4.2.5 Die Inseratzuschrift: der Mustertext und ergänzende Informationstexte
4.2.6 Die Reklamation: der Mustertext und ergänzende Informationstexte
4.2.7 Das Entschuldigungsschreiben: der Mustertext und ergänzende Informationstexte
4.2.8 Die Anfrage: der Mustertext und ergänzende Informationstexte
4.2.9 Die Kündigung: der Mustertext und ergänzende Informationstexte
4.3 DIE MUSTERFORMULARE IN DER ACHTEN UND NEUNTEN KLASSE DER SZL
4.3.1 Darstellung der didaktisch-methodischen Unterrichtsgestaltung zum Thema Formulare am Beispiel einer Überweisung
4.3.1.1 Vorbemerkungen und Sachinformationen
4.3.1.2 Die unterrichtliche Realisierung: Lernziele, methodische Schritte und Unterrichtsverlauf
4.3.2 Das Überweisungsformular: das Musterformular und ergänzende Informationstexte
4.3.3 Die GEZ- Anmeldung: das Musterformular und ergänzende Informationstexte
4.3.4 Die Beantragung eines Telefonanschlusses: das Musterformular und ergänzende Informationstexte
4.3.5 Die Beantragung einer Lohnsteuerkarte: das Musterformular und ergänzende Informationstexte
4.3.6 Die Wohnungsanmeldung: das Musterformular und ergänzende Informationstexte
4.3.7 Die Wohnungsabmeldung: das Musterformular und ergänzende Informationstexte
4.3.8 Der Nachsendeantrag: das Musterformular und ergänzende Informationstexte
4.3.9 Der Antrag auf Kindergeld: das Musterformular und ergänzende Informationstexte
5. SCHWIERIGKEITEN BEI DER TEXTERSTELLUNG SOWIE BEI DER ERSTELLUNG UND VERWENDUNG DER MUSTERTEXTMAPPE FÜR DIE SCHÜLER DER SZL
5.1 SCHWIERIGKEITEN BEI DER TEXTERSTELLUNG FÜR DIE SCHÜLER MIT DEM FÖRDERSCHWERPUNKT LERNEN
5.2 MÖGLICHE PROBLEME BEI DER ERSTELLUNG UND VERWENDUNG EINER MUSTERTEXTMAPPE FÜR DIE FÖRDERSCHÜLER
6 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Ziel der Arbeit ist es, die didaktisch-methodische Erstellung und Nutzung einer sogenannten Mustertextmappe als wesentliches Instrument für den Unterricht zur Texterstellung in der Schule zur Lernförderung (SzL) darzulegen. Hierbei wird der Übergang von einem traditionellen, ergebnisorientierten Aufsatzunterricht hin zu einem adressatenbezogenen und kommunikativen Schreibkonzept untersucht, um Förderschülern eine praxisnahe Bewältigung lebenspraktischer Alltagssituationen zu ermöglichen.
2.1.1 Das traditionelle Konzept des Aufsatzunterrichts
Die traditionelle Aufsatzkonzeption der SzL war, infolge der literarischen Anstöße der 50er und 60er Jahre, geprägt durch die starke Betonung der und die Orientierung an den „Darstellungsformen“ der Erzählung, des Berichts, der Beschreibung, der Schilderung und der Betrachtung.
Somit war es für den herkömmlichen Aufsatzunterricht charakteristisch, dass die Erlebniserzählung bzw. der Erlebnisaufsatz in allen Klassen der SzL stets einen sehr hohen Stellenwert hatte (nach BÖHM 1999, S. 49).
Subjektives Gestalten von Erlebnissen und Eindrücken sowie eine einseitige Betonung des Erlebnishaften standen hier inhaltlich im Vordergrund. Diese Form galt für Kinder besonders angemessen, um die freie Entfaltung der Phantasie zu fördern. Die Schulung der Ausdrucksfähigkeit, die Schärfung von Sprachgefühl und Sprachgewissen, die Bereicherung des Wortschatzes sowie die Verwendung bestimmter sprachlicher und formaler Gestaltungsmittel dienten der Darstellung dieser Erlebnisse (nach GRAMPP 1983, in BLEIDICK 1983, S. 238).
In diesem Zusammenhang ist aber auch darauf aufmerksam zu machen, dass die Schüler die Erlebniserzählung einerseits nur als speziell schulische Aufsatzform erleben und ihr im nachschulischen Leben keine Bedeutung beimessen. Andererseits halten sie Zweckformen wie etwa den Brief, den Lebenslauf oder die Bewerbung und auch so genannte „objektivere“ Darstellungsarten wie den Bericht oder die Beschreibung sehr wohl für das spätere Schreiben relevant. Das ergab auch eine Befragung von Schülern der Abschlussklassen einer SzL durch SPODEN (1976, in BÖHM 1999, S. 49).
1 EINLEITUNG: Die Arbeit erörtert die Diskrepanz zwischen traditionellem Aufsatzunterricht und dem Bedarf an lebenspraktischen Fähigkeiten, wobei die Mustertextmappe als Lösungsansatz für eine praxisorientierte Texterstellung in der SzL eingeführt wird.
2 DER AUFSATZUNTERRICHT IN DER SZL: Dieses Kapitel analysiert das traditionelle Aufsatzkonzept, kritisiert dessen mangelnde Alltagsrelevanz und stellt den Neuansatz des adressatenbezogenen und kommunikativen Schreibens als moderne, schülerorientierte Didaktik vor.
3 DIE MUSTERTEXTMAPPE IM UNTERRICHT ZUR TEXTERSTELLUNG IN DER SZL: Hier erfolgt eine detaillierte formale Beschreibung der Mustertextmappe sowie ihrer Bausteine und die Begründung ihrer Bedeutung als Instrument für die Bewältigung nachschulischer Schreibsituationen.
4 DIE MUSTERTEXTMAPPE IN DER ACHTEN UND NEUNTEN KLASSE IM UNTERRICHT ZUR TEXTERSTELLUNG IN DER SZL: Dieses Kapitel erläutert die didaktisch-methodische Umsetzung anhand konkreter Beispiele, wie Bewerbungsschreiben, Lebenslauf und diverse behördliche Formulare, die in der Abschlussstufe besonders relevant sind.
5. SCHWIERIGKEITEN BEI DER TEXTERSTELLUNG SOWIE BEI DER ERSTELLUNG UND VERWENDUNG DER MUSTERTEXTMAPPE FÜR DIE SCHÜLER DER SZL: Der Text beleuchtet die spezifischen Barrieren und Probleme, denen Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen bei der Produktion schriftsprachlicher Texte sowie beim Umgang mit der Mustertextmappe begegnen.
6 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Die Arbeit zieht Bilanz, bekräftigt die Notwendigkeit des adressatenorientierten Schreibens und fordert eine stärkere Verankerung der praxisnahen Texterstellung in der Lehrerausbildung und Schulpraxis.
Mustertextmappe, Sonderpädagogik, Schule zur Lernförderung, Aufsatzunterricht, lebenspraktische Texte, Gebrauchsschreiben, adressatenbezogenes Schreiben, Textproduktion, Förderschwerpunkt Lernen, Bewerbung, Lebenslauf, Formularwesen, Schreibkompetenz, Schulentlassung, Kommunikation.
Die Arbeit befasst sich mit der Erstellung und Nutzung von Mustertextmappen als didaktischem Hilfsmittel im Unterricht zur Texterstellung für Schüler an Schulen zur Lernförderung (SzL).
Zentrale Themen sind die Kritik am herkömmlichen, rein literarisch orientierten Aufsatzunterricht sowie die theoretische Fundierung und praktische Ausgestaltung eines lebenspraktischen, adressatenorientierten Schreibkonzepts.
Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Schüler durch systematische Vorlagen (Mustertexte und -formulare) dazu befähigt werden können, schriftsprachliche Alltagssituationen nach ihrer Schulzeit erfolgreich und selbstständig zu bewältigen.
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse einschlägiger Fachliteratur, bildungsplanrelevante Vorgaben sowie die methodische Ausarbeitung von Unterrichtsbeispielen im Bereich der lebenspraktischen Textproduktion.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Auseinandersetzung mit dem modernen Aufsatzkonzept, die detaillierte Beschreibung der Mustertextmappe als Ordnersystem sowie die konkrete unterrichtliche Umsetzung verschiedener Gebrauchstexte wie Bewerbungen und Formulare für die achte und neunte Klasse.
Wichtige Schlagworte sind neben der Mustertextmappe und der Schule zur Lernförderung insbesondere die Adressatenbezogenheit, das lebenspraktische Schreiben, die Förderung der schriftsprachlichen Handlungskompetenz und der Übergang in das Berufsleben.
Während der traditionelle Ansatz lehrerzentriert ist, formale Textgattungen in den Vordergrund stellt und für die Benotung schreibt, orientiert sich der adressatenorientierte Ansatz am Schreibprozess, an realen Kommunikationsanlässen und an der tatsächlichen Lebenswirklichkeit der Schüler.
Das Datenblatt dient als obligatorische Basis, da es die persönlichen Daten des Schülers enthält, die für das Ausfüllen nahezu aller behördlichen Formulare und Anträge zwingend und fehlerfrei beherrscht werden müssen.
Der "Ernstfall" bedeutet für die Schüler, für echte Anlässe und an reale Adressaten zu schreiben. Dies erhöht ihre intrinsische Motivation massiv, da sie den unmittelbaren Nutzen ihrer Schreibprodukte in ihrem eigenen Leben erkennen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

