Bachelorarbeit, 2019
56 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Macht
2.1 Konturen eines Machtbegriffes
2.2 Machtkonzept nach Heinrich Popitz
2.3 Machttheorien
3 Machtprozesse in der Heimerziehung
3.1 Exkurs: Alltag und professionelle Erziehung: Ebenen der Legitimation
3.2 Machtquellen in der Heimerziehung
3.3 Körperkontrolle als Dominanz- und Machtthematik am Beispiel des Essens
3.4 Organisationskulturen in der Heimerziehung
4 Machtkonzepte Professioneller in der stationären Heimerziehung
4.1 Vorstellung des Beispielmaterials
4.2 Bestimmung des Ausgangsmaterials
4.3 Fragestellung der Analyse
4.4 Ablaufmodell der Analyse
5 Ergebnisse und Auswertung der Materialanalyse
5.2 Verregelung des Alltags
5.3 Partizipation als Entscheidungsmacht
5.4 Beziehungsarbeit
5.5 Beantwortund der Forschungsfragen
6 Fazit
Die Arbeit untersucht subjektive Machtkonzepte von Professionellen in der stationären Heimerziehung und analysiert, inwiefern diese mit den implementierten Partizipationskonzepten der Einrichtungen sowie dem pädagogischen Alltag in Einklang stehen.
Machtquellen in der Heimerziehung
Macht- und Abhängigkeitsbeziehungen sind zentrale Elemente für die Entwicklungschancen von Kindern und Jugendlichen. Erziehung ist einerseits ohne einen gewissen Machtüberhang auf Seiten des Erwachsenen bzw. der Erzieherinnen nicht möglich, andererseits müssen die Erziehenden genügend Spielräume lassen und Möglichkeiten zur Entfaltung der Persönlichkeit geben, um diesen Überhang abzubauen und den Kompetenzzuwachs bei Kindern zu fördern. So könnte man also davon ausgehen, dass dort, wo Erziehung stattfindet, auch immer Machtprozesse, in welchem Ausmaße sei dahingestellt, gegeben sind. Worin sie ihren Ursprung haben und wie sie sich dahingehend darstellen lassen, wird anhand ausgewählter Beispiele der Schwerpunkt des nächsten Abschnittes sein. Mithilfe der von Klaus Wolf erstellten qualitativen Studie zu Settings klassischer Heimerziehung werden im Folgenden fünf ausgewählte Machtquellen beleuchtet.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein, die sich aus der gesetzlich vorgeschriebenen Partizipation in der Heimerziehung ergibt, und legt die Forschungsfrage zur Machtkonzeption professioneller Erziehender dar.
2 Macht: Das Kapitel bietet einen theoretischen Überblick über Machtbegriffe und -theorien, mit besonderem Fokus auf Heinrich Popitz und die Konstruktivismus-Debatte.
3 Machtprozesse in der Heimerziehung: Es werden Machtquellen in der Heimerziehung identifiziert und anhand von Alltagsbeispielen sowie Organisationskulturen im Kontext der Fremdunterbringung beleuchtet.
4 Machtkonzepte Professioneller in der stationären Heimerziehung: Hier wird das methodische Vorgehen der empirischen Untersuchung (leitfadengestützte Interviews) sowie das Analysedesign detailliert beschrieben.
5 Ergebnisse und Auswertung der Materialanalyse: Dieses Kapitel präsentiert die empirischen Befunde aus den geführten Experteninterviews und diskutiert die subjektiven Machtkonzepte der Befragten im Abgleich mit Partizipationsvorgaben.
6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und reflektiert die Balance zwischen notwendiger pädagogischer Macht und dem Anspruch auf Partizipation.
Machtkonzepte, Heimerziehung, stationäre Jugendhilfe, Partizipation, Beteiligungsrechte, Beschwerdemanagement, pädagogische Macht, Abhängigkeitsverhältnisse, professionelles Handeln, Grenzsetzung, Organisationskultur, Machtausübung, qualitatives Interview, Erziehungsprozesse, Machtreflexion
Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Untersuchung, wie professionelle Fachkräfte in der stationären Heimerziehung Macht definieren und in ihrem pädagogischen Alltag mit Jugendlichen ausüben bzw. reflektieren.
Zentrale Themen sind das Spannungsfeld zwischen pädagogischer Grenzsetzung, dem gesetzlich verankerten Partizipationsanspruch und der professionellen Reflexion von Macht in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
Die Arbeit fragt nach den subjektiven Machtkonzepten professioneller Erziehender und untersucht, inwieweit diese Machtauffassungen mit den Partizipationskonzepten ihrer Einrichtung sowie dem Beziehungsalltag korrespondieren.
Es wurde eine qualitative empirische Untersuchung durchgeführt, wobei leitfadengestützte problemzentrierte Interviews mit Fachkräften aus drei verschiedenen Wohngruppen geführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung verschiedener Machttheorien und eine empirische Analyse, in der Kategorien wie „Machtprozesse“, „Verregelung des Alltags“ und „Beziehungsarbeit“ anhand der Interviewdaten untersucht werden.
Die wichtigsten Schlüsselbegriffe sind Machtkonzepte, stationäre Heimerziehung, Partizipation, pädagogische Macht, Abhängigkeit, Fremdunterbringung und professionelle Reflexion.
Die Arbeit zeigt, dass die Befragten Machtmissbrauch als kritische Gefahr bewerten und ihn durch offene Kommunikation, Reflexion im Team und institutionelle Kontrollmechanismen (wie Supervision) zu verhindern versuchen.
Die Verregelung dient nach Einschätzung der Fachkräfte als notwendiger Orientierungsrahmen für die Jugendlichen, wird jedoch von den Professionellen selbst teilweise als Machtinstrument zur Strukturierung des Alltags identifiziert.
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