Bachelorarbeit, 2021
53 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die Autismus-Spektrum-Störung
2.1. Die geschichtliche Entwicklung des Begriffes „Autismus-Spektrum-Störung“
2.2. Die Diagnose: was genau ist Autismus?
2.2.1. Die Erscheinungsformen des Autismus
2.2.1.1. Der frühkindliche Autismus
2.2.1.2. Der Atypische Autismus
2.2.1.3. Das Rett-Syndrom
2.2.1.4. Das Asperger-Syndrom
2.2.2. Autismus bei Mädchen und Frauen
2.2.3. Die Diagnose im Kindesalter
2.2.4. Die Diagnose im Erwachsenenalter
2.3. Ursachen und Risikofaktoren
2.4. Häufigkeit in der Bevölkerung
2.5. Einblicke in das Leben Betroffener
2.5.1. Intelligenz und spezielle Begabungen – positive Aspekte des Autismus
2.5.2. Die Wahrnehmung – Detailreichtum und Overload
2.5.3. Rituale, Planungsprozesse und Ordnungsliebe
2.5.4. Die Kommunikation – bloß kein Smalltalk
2.5.5. Theory of mind – empathisch oder nicht?
2.5.6. Spezialinteressen – Züge, Geräusche oder Helikopter?
2.5.7. Die Beachtung des Kontextes – bloß nicht den Überblick verlieren!
2.6. Therapiemöglichkeiten
3. Der Bezug zum polizeilichen Dienst
3.1. Praktische Hinweise zur Erkennung
3.2. Konfliktpotential und Lösungsansätze
4. Schlusswort
Diese Arbeit zielt darauf ab, ein grundlegendes Verständnis der Autismus-Spektrum-Störung zu vermitteln und Handlungsempfehlungen für den polizeilichen Dienst abzuleiten, um den Umgang mit Betroffenen in Einsatzsituationen zu verbessern.
2.5.2. Die Wahrnehmung – Detailreichtum und Overload
Alltägliche Reize, wie zum Beispiel Berührungen oder Geräusche, die durch Neurotypische als vollkommen „normal“ angesehen werden, können für Autisten zur Herausforderung werden. Aufgrund einer intensiveren Wahrnehmung und oft fehlendem Selektionsvermögen bei Geräuschen kann es bis zu einem sogenannten „Overload“ kommen – einer Überforderung des Betroffenen durch zu viele auf ihn einströmende Reize. Durch diese spezielle sensorische Empfindlichkeit kann es zu massiven Problemen im Alltag kommen.
Überempfindlichkeiten bestehen zum Beispiel in Bezug auf Geräusche, Berührungsreize, Lichtreize, den Geschmack des Essens, Gerüche oder Schmerzen. Es kann aber auch zu mangelnder anstatt gesteigerter Empfindlichkeit in den genannten Bereichen kommen. Störungen im Bereich des Gleichgewichts- oder Orientierungssinns sowie der Bewegungs-wahrnehmung können zusätzlich zu Problemen führen. Im Bereich der Geräusche werden vor allem „überraschende, unerwartete Geräusche [oder] hohe, andauernde Geräusche; verwirrende, komplexe, sich überlagernde Geräusche“ als unangenehm wahrgenommen. Autisten hören oftmals durch diese gesteigerte Wahrnehmung und den Sinn für Details „Flöhe husten“ – nehmen also kleinste Geräusche war, die normalerweise bei der Wahrnehmung herausgefiltert würden.
1. Einleitung: Die Arbeit erläutert die Zielsetzung, eine Darstellung der Autismus-Spektrum-Störung sowie Handlungsempfehlungen für den polizeilichen Dienst zu entwickeln.
2. Die Autismus-Spektrum-Störung: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung, die verschiedenen Erscheinungsformen, Diagnosekriterien, Ursachen und die Wahrnehmungswelt Betroffener.
3. Der Bezug zum polizeilichen Dienst: Hier werden praktische Hinweise zur Erkennung von Autismus im Polizeieinsatz gegeben sowie Konfliktpotentiale analysiert und Lösungsansätze für den Umgang mit Betroffenen formuliert.
4. Schlusswort: Das Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer individuellen Wahrnehmung und Akzeptanz von autistischen Besonderheiten in der Gesellschaft.
Autismus-Spektrum-Störung, Asperger-Syndrom, Frühkindlicher Autismus, Diagnosekriterien, Wahrnehmung, Overload, Polizeilicher Dienst, Einsatzsituation, Kommunikation, Spezialinteressen, Theorie der Sinne, Kontextblindheit, Neurobiologie, Sozialverhalten, Inklusion.
Die Arbeit behandelt die Autismus-Spektrum-Störung, ihre Erscheinungsformen und die besonderen Anforderungen, die Betroffene an ihre Umwelt – insbesondere im polizeilichen Dienst – stellen.
Die zentralen Themen sind die medizinisch-diagnostischen Grundlagen von Autismus, die Lebensrealität Betroffener sowie die Herausforderungen bei polizeilichen Kontakten.
Das Ziel ist es, Polizisten für das Thema Autismus zu sensibilisieren und ihnen praxisnahe Denkanstöße für den Umgang mit autistischen Personen in Einsätzen zu geben.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender Diagnosekriterien sowie klinischer Studien basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Störungsbilder, die Ursachenforschung, Einblicke in die Wahrnehmungswelt der Autisten sowie die konkrete Anwendung dieser Erkenntnisse auf polizeiliche Einsatzsituationen.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Autismus-Spektrum-Störung, Asperger-Syndrom, polizeiliche Einsatzsituation, Kommunikation und Wahrnehmungsbesonderheiten geprägt.
Die Arbeit empfiehlt eine ruhige, klare und einfache Kommunikation sowie die räumliche Trennung von der überfordernden Einsatzsituation, um den Stresspegel des Betroffenen zu senken.
Die Autorin hebt hervor, dass der Fokus nicht nur auf Defiziten liegen sollte, da viele Autisten besondere Begabungen, eine hohe Detailwahrnehmung und spezielles Fachwissen mitbringen, die als wertvoll angesehen werden sollten.
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