Examensarbeit, 2005
90 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Stadt und Militärstaat in der frühen Neuzeit
2.1 Entstehung und Ausprägung des frühneuzeitlichen Militärstaats
2.2 Entwicklung der Festungsstadt in der frühen Neuzeit
2.3 Die frühneuzeitliche Fortifikation
2.4 Das Leben in einer frühneuzeitlichen Festungsstadt
2.5 Abschließende Betrachtungen
3. Fallbeispiel Stralsund
3.1 Forschungstand und Quellenlage
3.2 Das Verhältnis Schwedens zu Pommern und Stralsund
3.3 Die Befestigungen Stralsunds zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges
3.4 Der Einfluss Jan van Valckenburghs auf die Befestigungsarbeiten
3.5 Die Belagerung von 1628
3.6 Die erste Neubefestigung unter schwedischer Aufsicht (1630 – 1648)
3.7 Der Zustand der Befestigungsanlagen zwischen Westfälischem Frieden und Nordischem Krieg (1648 – 1720)
4. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die bauliche Transformation der Stadt Stralsund von einer spätmittelalterlichen Stadt zu einer frühneuzeitlichen Festungs- und Garnisonsstadt unter schwedischer Herrschaft im Zeitraum von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis zum Ende des Nordischen Krieges.
Die frühneuzeitliche Fortifikation
Der Aufstieg der mittelalterlichen Stadtgemeinden war eng mit dem Ausbau ihrer Wehrhaftigkeit verbunden. Wehrhaftigkeit, damit war vor allem der Auf- und Ausbau der Stadtmauer gemeint. Denn aus mittelalterlicher Sicht galt die Ringmauer als das wichtigste Kriterium für eine Stadt. Das bedeutete, dass ganze Landstriche mit festen Plätzen angefüllt waren. Neben den Adelsburgen fallen hier in besonderem Maße die Städte darunter.
Das häufig durch die römisch-deutschen Kaiser vergebene Befestigungsrecht, ihre Förderung des Städtebaus sowie die einseitige Ausrichtung des damaligen Kriegswesens auf die Verbesserung der Ritterheere hatten dazu geführt, dass die Mauern der Städte und Burgen nur schwer überwindbare Barrieren waren. Der Schutz, den die seit dem 12. Jahrhundert qualitativ immer besser werdenden Ringmauern boten, war so effektiv, dass im gesamten Mittelalter eine ziemliche Überlegenheit der Verteidigung über den Angriff herrschte.
1. Einleitung: Darstellung der gesellschaftlichen Veränderungen und der Entwicklung des Kriegswesens als Auslöser für die "militärische Revolution".
2. Stadt und Militärstaat in der frühen Neuzeit: Theoretische Herleitung des Zusammenhangs zwischen Staatsbildung, Militarisierung und dem Wandel der Festungsarchitektur.
3. Fallbeispiel Stralsund: Detaillierte Rekonstruktion der baulichen Genese Stralsunds unter schwedischem Einfluss von 1628 bis 1720.
4. Zusammenfassung und Ausblick: Resümee über die Bedeutung der Befestigungsgeschichte für das Ende der schwedischen Großmachtzeit in der Region.
Stralsund, Schweden, Festungsstadt, Garnison, Militärstaat, Befestigungsanlagen, 17. Jahrhundert, Dreißigjähriger Krieg, Stadtentwicklung, Fortifikation, Bastion, Stadtautonomie, Landesherrschaft, Nordischer Krieg, Verteidigungsarchitektur.
Die Arbeit analysiert die Entwicklung der Befestigungsanlagen von Stralsund während der schwedischen Herrschaft im 17. und frühen 18. Jahrhundert.
Im Zentrum stehen die Militär- und Stadtbaugeschichte sowie die politisch-ökonomischen Rahmenbedingungen der frühneuzeitlichen Staatsbildung.
Es soll der äußere Wandel Stralsunds von einer mittelalterlichen Stadt zu einer frühneuzeitlichen Garnisonsfestung nachgezeichnet werden.
Die Untersuchung erfolgt methodisch auf Basis von Archivrecherchen und der Analyse von historischen Festungsplänen sowie zeitgenössischen Dokumenten.
Der Hauptteil widmet sich der chronologischen Untersuchung der Baumaßnahmen, der Belagerungen und dem Einfluss schwedischer Ingenieure auf das Stadtbild.
Wichtige Begriffe sind "Festungsstadt", "Frühe Neuzeit", "schwedische Großmachtpolitik" und "Sozialdisziplinierung".
Es markierte den Beginn der Integration Stralsunds in das schwedische Sicherheits- und Verteidigungssystem, was die Stadtautonomie langfristig einschränkte.
Als niederländischer Ingenieur lieferte er durch seine Projektierungen wichtige Impulse für die Modernisierung der Befestigungen nach zeitgenössischen Standards.
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