Bachelorarbeit, 2019
40 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Handlungsfeld Geflüchtete und aktuelle Situation seit 2015
2.1 Begriffserklärungen
2.2 Willkommenskultur und „Refugees (not) welcome“?
3. Rechtlicher Rahmen – Aufenthaltsstatus und Asylverfahren
3.1 Asyl als Grundrecht
3.2 Verschiedene Aufenthaltsstatus
3.3 Ablauf des Asylverfahrens
3.4 Dublin-Verfahren
3.5 EASY-System und Wohnsitzregelung
4. Studieninteressierte mit Fluchthintergrund
4.1 Fakten
4.2 Voraussetzungen
4.3 Fehlen der Hochschulzugangsberechtigung und Integration
4.4 Finanzierung
5. Verschiedene Herkunftsländer und Fluchtgründe
5.1 Hintergründe Syrien
5.2 Ausblick Syrien
6. Geflüchtete im Lehramtsstudium
6.1 Anerkennung Regierungspräsidium Tübingen
6.2 Eignungsprüfung und Anerkennungslehrgang
6.3 Pädagogische Hochschule Karlsruhe
6.4 Qualifizierungsprogramme am Beispiel „Lehrkräfte Plus“
7. Weiterführende Stellen speziell in Karlsruhe
7.1 Weiterbildung
7.2 Freizeit
8. Beratung und Erfahrungen als wissenschaftliche Hilfskraft
8.1 Peer-Beratung
8.2 Beratung Akademisches Auslandsamt
9. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die komplexen Hürden und Schwierigkeiten, mit denen Studieninteressierte mit Fluchthintergrund auf ihrem Weg in ein Lehramtsstudium in Deutschland konfrontiert sind. Ziel ist es, diese Hindernisse systematisch darzustellen und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, um Unterstützungsangebote effektiver zu gestalten und den Hochschulzugang für diese Personengruppe zu erleichtern.
6.2 Eignungsprüfung und Anerkennungslehrgang
Eine Eignungsprüfung (im Primarbereich) besteht aus folgenden Teilen (§§ 8 ff. EU-EWR-Lehrerverordnung):
• „eine mündliche Prüfung in Schulrecht und Beamtenrecht (zählt 1-fach)
• eine Lehrprobe in den Unterrichtsfächern Mathematik oder Deutsch und einem Fach ihrer Wahl (zählt je 5-fach)
• mündliche Prüfungen in der entsprechenden Fachdidaktik beider Fächer (zählt je 3-fach)
• ein Pädagogisches Kolloquium (zählt 3-fach)“ (Regierungspräsidium Tübingen 2019b: 4).
Um sich besser auf die Prüfung vorbereiten zu können, erhalten AnwärterInnen die Möglichkeit zur Hospitation und Erteilung von Unterricht für einen vierwöchigen Zeitraum.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderung der Integration von Geflüchteten in das deutsche Hochschulsystem seit 2015 und definiert den Fokus der Arbeit auf Hürden im Bereich der Lehramtsausbildung.
2. Handlungsfeld Geflüchtete und aktuelle Situation seit 2015: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die weltweiten Fluchtbewegungen und die spezifische Situation in Deutschland ab 2015, einschließlich einer kritischen Auseinandersetzung mit den Begriffen "Flüchtlingskrise" und "Willkommenskultur".
3. Rechtlicher Rahmen – Aufenthaltsstatus und Asylverfahren: Hier werden das Grundrecht auf Asyl sowie die verschiedenen Aufenthaltsstatus und der Ablauf des Asylverfahrens, inklusive des Dublin-Verfahrens und des EASY-Systems, erläutert.
4. Studieninteressierte mit Fluchthintergrund: Das Kapitel thematisiert die spezifischen Hürden für geflüchtete Studieninteressierte, wie das Fehlen von Bildungsnachweisen, Probleme bei der Finanzierung und bürokratische Voraussetzungen für die Einschreibung.
5. Verschiedene Herkunftsländer und Fluchtgründe: Der Fokus liegt auf dem Herkunftsland Syrien, dessen politischer Kontext, die Ursachen der Flucht und die aktuelle humanitäre Lage für das Verständnis der Hintergründe der Ratsuchenden analysiert werden.
6. Geflüchtete im Lehramtsstudium: Hier werden die Anerkennung ausländischer Abschlüsse durch das Regierungspräsidium, Eignungsprüfungen, Anpassungslehrgänge sowie spezifische Programme wie "Lehrkräfte Plus" vorgestellt.
7. Weiterführende Stellen speziell in Karlsruhe: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über lokale Unterstützungsangebote, Beratungsnetzwerke und Freizeitangebote in Karlsruhe für Geflüchtete.
8. Beratung und Erfahrungen als wissenschaftliche Hilfskraft: Basierend auf der eigenen Tätigkeit der Autorin im Akademischen Auslandsamt wird die Bedeutung von Peer-Beratung und die Praxis der universitären Beratung reflektiert.
9. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, identifiziert weiteren Handlungsbedarf bei der Standardisierung von Zulassungsverfahren und unterstreicht die gesellschaftliche Verantwortung der Hochschulen.
Fluchthintergrund, Lehramtsstudium, Hochschulzugang, Anerkennung, Asylverfahren, Willkommenskultur, Pädagogische Hochschule Karlsruhe, Qualifizierungsprogramm, Peer-Beratung, Integrationspolitik, Studienberatung, Bildungsausländer, Ausländerbehörde, Schulpraktikum, Sprachförderung
Die Arbeit analysiert die spezifischen rechtlichen, bürokratischen und persönlichen Hürden, die geflüchtete Menschen bei ihrem Wunsch nach einem Lehramtsstudium in Deutschland überwinden müssen.
Die Arbeit fokussiert auf den rechtlichen Rahmen des Asylverfahrens, die Anerkennung ausländischer Qualifikationen, lokale Beratungsstrukturen in Karlsruhe und die praktische Umsetzung der Integration an Hochschulen.
Das Ziel ist es, die Komplexität der Hindernisse für geflüchtete Studieninteressierte aufzuzeigen und durch eine Analyse der Prozesse sowie der eigenen Beratungserfahrung Verbesserungsvorschläge für die Unterstützungspraxis zu liefern.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie auf die reflektierte Praxiserfahrung der Autorin während ihrer Tätigkeit als wissenschaftliche Hilfskraft im Akademischen Auslandsamt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Asylrechts, die Analyse der Situation für Studieninteressierte, eine spezifische Betrachtung des Lehramtsstudiums sowie eine praxisnahe Darstellung der Beratungsarbeit.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Fluchthintergrund, Lehramtsausbildung, Anerkennungsverfahren, Integrationsprogramme und akademische Beratung bestimmt.
Das Regierungspräsidium Tübingen ist für die Anerkennung ausländischer Lehrerdiplome in Baden-Württemberg zuständig und damit eine entscheidende Instanz für Personen mit Fluchthintergrund, die wieder als Lehrkraft arbeiten möchten.
Die Peer-Beratung ermöglicht durch den Austausch auf Augenhöhe und das Verständnis für ähnliche biographische Erfahrungen eine niedrigschwellige, authentische und bedarfsorientierte Unterstützung, die oft sprachliche und kulturelle Barrieren besser überwindet.
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