Bachelorarbeit, 2021
53 Seiten, Note: 2,0
Diese Bachelorarbeit untersucht, wie sich der Arbeitsraum im Homeoffice im Kontext der COVID-19-Pandemie als liminaler Raum konstituiert. Dabei werden die Veränderungen in der Beziehung zwischen Arbeitsleben und Privatleben im Kontext der Pandemie aus ethnologischer Perspektive beleuchtet, insbesondere in Bezug auf die rituellen Prozesse, die durch die räumliche Veränderung ausgelöst werden. Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des Homeoffice auf den Alltag der Angestellten und die Bedeutung des Arbeitsraums für die Selbstverständlichkeiten und Vorstellungen der Menschen.
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung, in der der Untersuchungsgegenstand und die Fragestellung dargelegt werden. Anschließend erfolgt im zweiten Kapitel eine kontextuelle Einführung und Definition der wichtigsten Begriffe. Hier werden die ethnologische Betrachtung der Arbeit, Übergangsriten und Liminalität sowie die Kategorisierung von Raum und Zeit beleuchtet. Das dritte Kapitel erläutert die verwendeten qualitativen Forschungsmethoden, den Zugang zu den Informant:innen und die Datenauswertung. Im vierten Kapitel werden ethnografische Beschreibungen der alltäglichen Praxen im Homeoffice vorgestellt, einschließlich der Morgenroutine, der Kleidung, des Arbeitsplatzes, der Pausen und des Feierabends. Das fünfte Kapitel diskutiert die Ergebnisse und stellt dar, wie das Arbeiten im Homeoffice als Übergangsritual betrachtet werden kann, mit den Phasen Trennungsphase, Schwellenphase und Integrationsphase.
Homeoffice, COVID-19, Liminalität, Rituale, Übergangsriten, Ethnologie, Arbeit, Raum, Zeit, Ethnografie, Alltagskultur, Soziale Praxen, Selbstverständlichkeiten, Vorstellungen, Mikrostudie.
Es beschreibt einen Schwellenzustand, in dem die Grenzen zwischen privatem Wohnraum und professionellem Arbeitsplatz verschwimmen, was neue Rituale erfordert.
Rituale wie die Morgenroutine, das Anziehen von Arbeitskleidung oder ein bewusster Feierabend helfen dabei, psychologische Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben zu ziehen.
Durch den Wegfall der Mobilität und den physischen Kontakt zu Kollegen mussten Verhaltens- und Denkmuster an die neue räumliche Situation im eigenen Zuhause angepasst werden.
Die Studie basiert auf Interviews, autoethnografischen Tagebucheinträgen und der „Extended Case Method“, um den Alltag im Homeoffice tiefgehend zu analysieren.
Die Arbeit überträgt die Phasen Trennung, Schwellenzustand (Liminalität) und Integration auf den Prozess des täglichen Arbeitsbeginns und -endes zu Hause.
Kleidung dient als rituelles Werkzeug zur Rollenidentifikation. Der Wechsel vom Schlafanzug zur Arbeitskleidung markiert den rituellen Übergang in den Arbeitsmodus.
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