Masterarbeit, 2019
109 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Stand der Forschung
1.3 Forschungsfragen
1.4 Struktur der Forschungsarbeit
2 Grundlagen für die Hilfen zur Erziehung als professioneller sozialpädagogischer Auftrag
2.1 Hilfen zur Erziehung
2.1.1 Stationäre Hilfe zur Erziehung
2.1.2 Die Pflegekinderhilfe
2.1.3 Kooperation zwischen ASD und PKD
3 Partizipation
3.1 Partizipation – Eine Begriffsdiskussion
3.2 Gesetzliche Grundlagen von Partizipation
3.3 Partizipationstheorien und -konzepte
3.4 Standards für Partizipation im Vermittlungsprozess Zwischen – Standardisierung und Nicht-Standardisierung
3.5 Bedeutung von Partizipation für die Lebenssituation der Pflegekinder
3.6 Pädagogische Überlegungen zur Partizipation
3.7 Handlungsleitende Prinzipien
4 Methodologie
5 Methodik
5.1 Datenerhebung
5.2 Auswahl der Expert*innen
5.3 Erhebungsinstrument
5.4 Durchführung
5.5 Datenauswertung
5.6 Beschreibung der befragten Personen
6 Darstellung, Interpretation und Diskussion der Untersuchungsergebnisse
6.1 Darstellung der Ergebnisse
6.1.1 Gelegenheiten stattfindender Partizipation
6.1.2 Strukturen und Verfahren zur Umsetzung von Partizipation
6.2 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
7 Ausblick und Limitation
8 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die in der Theorie geforderten Ansprüche an Partizipation von Kindern im Vermittlungsprozess der Pflegekinderhilfe tatsächlich in der fachlichen Praxis berücksichtigt werden und welche Hindernisse oder förderlichen Strukturen dabei bestehen.
3.1 Partizipation – Eine Begriffsdiskussion
Während in den gesetzlichen Grundlagen der Begriff „Beteiligung“ Verwendung findet, wird in der Fachliteratur oft – synonym – der Ausdruck „Partizipation“ verwendet. Nach Angaben von Scheu und Autrata (2013) kann keine eindeutige definitorische Bestimmung des Begriffs „Partizipation“ festgehalten werden, da dieser in vielfältigen Zusammenhängen und als Sammelbegriff für unterschiedliche Formen der Beteiligung verwendet wird (vgl. S. 279). Die Bezeichnung weist insbesondere in der Politik und der Pädagogik einige Unschärfen auf. Was mit Partizipation beschrieben wird, was der Begriff über die Funktion, den Umfang und die Begründungen aussagt, ist je von unterschiedlichen Konzepten abhängig (vgl. Hafeneger 2005, S. 11).
Aufgrund der Unschärfe im Umgang mit dem Partizipationsbegriff und mit Bezug auf die verschiedenen Dimensionen, auf die dieser Begriff Anwendung findet, wird im Folgenden eine Begriffsdiskussion vorgenommen. Im Anschluss wird als Resultat ein Verständnis von Partizipation expliziert werden, wie dieser Begriff im Rahmen der Masterarbeit als Konzept verstanden und verwendet wird.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Partizipation im Kontext der Pflegekinderhilfe und definiert die Forschungsfrage, die sich mit der Diskrepanz zwischen rechtlichem Anspruch und praktischer Umsetzung befasst.
2 Grundlagen für die Hilfen zur Erziehung als professioneller sozialpädagogischer Auftrag: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Hilfen zur Erziehung, insbesondere der Vollzeitpflege, und beschreibt die Aufgabenverteilung zwischen dem Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) und dem Pflegekinderdienst (PKD).
3 Partizipation: Es werden theoretische Ansätze, gesetzliche Grundlagen und Stufenmodelle zur Partizipation diskutiert, um die Bedeutung von Teilhabe für die Entwicklung von Pflegekindern und die Anforderungen an professionelles Handeln herauszuarbeiten.
4 Methodologie: Hier wird die Wahl eines qualitativen Forschungsansatzes begründet, um die subjektiven Perspektiven der Fachkräfte und die Komplexität des Untersuchungsgegenstands erfassen zu können.
5 Methodik: Dieses Kapitel beschreibt das Vorgehen bei der Datenerhebung mittels leitfadengestützter Experteninterviews, die Auswahl der Interviewpartner und die strukturierende qualitative Inhaltsanalyse der Daten.
6 Darstellung, Interpretation und Diskussion der Untersuchungsergebnisse: Die erhobenen Daten aus den Interviews werden kategorisiert dargestellt, interpretiert und kritisch im Hinblick auf die theoretischen Annahmen sowie die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit diskutiert.
7 Ausblick und Limitation: Das Kapitel reflektiert die Grenzen der durchgeführten Studie und gibt Anregungen für zukünftige Forschungsvorhaben zur Partizipation in der Pflegekinderhilfe.
8 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und stellt fest, dass die Partizipationspraxis hinter den theoretischen und gesetzlichen Anforderungen zurückbleibt und weiter professionalisiert werden muss.
Partizipation, Pflegekinderhilfe, Vermittlungsprozess, Kinderrechte, ASD, PKD, Vollzeitpflege, Mitbestimmung, Kindeswohl, Professionalisierung, Experteninterviews, Sozialpädagogik, Stufenmodelle, Handlungsmacht, Hilfeplanung.
Die Masterarbeit befasst sich mit der Partizipation von Kindern und Jugendlichen im Prozess der Vermittlung in Pflegefamilien und untersucht, wie dieses Recht in der Praxis umgesetzt wird.
Zentrale Themen sind die gesetzliche Verankerung der Beteiligung, die Rollenverteilung zwischen ASD und PKD sowie die Herausforderungen der Partizipation bei Kindern mit belasteten Biografien.
Das Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen dem rechtlichen Anspruch auf Partizipation und der tatsächlichen Umsetzung durch die Fachkräfte im Vermittlungsalltag aufzuzeigen.
Die Arbeit nutzt einen qualitativen Forschungsansatz mit leitfadengestützten Experteninterviews, die mittels strukturierender Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Hilfen zur Erziehung, eine ausführliche Diskussion des Partizipationsbegriffs sowie die Analyse und Interpretation der empirisch gewonnenen Interviewdaten.
Wichtige Begriffe sind Partizipation, Pflegekinderhilfe, Vermittlungsprozess, Mitbestimmung, Kindeswohl und Professionalisierung.
Fachkräfte argumentieren, dass Partizipation bei sehr jungen Kindern schwieriger umzusetzen ist und die Gefahr der Überforderung besteht, weshalb Entscheidungen oft stellvertretend durch Erwachsene getroffen werden.
Die Fachkräfte betonen die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit, sehen aber auch Schwierigkeiten in der Aufgabentrennung und den teilweise unterschiedlichen professionellen Perspektiven.
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