Bachelorarbeit, 2022
108 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Stresserleben
2.1.1 Definition von Stress
2.1.2 Stresstheorien
2.1.3 Stresserleben von Studierenden
2.2 Achtsamkeit
2.2.1 Historie der Achtsamkeit
2.2.2 Definition von Achtsamkeit
2.3 Achtsamkeitsbasierte Verfahren
2.3.1 Atemraum
2.3.2 Body-Scan
2.4 Selbstwirksamkeit
2.4.1 Definition der Selbstwirksamkeitserwartung
2.5 Aktueller Forschungsstand
3 Hypothesen
4 Methode
4.1 Studiendesign
4.2 Erhebungsinstrument
4.2.1 Methode zur Erfassung der Konstrukte
4.2.2 Gütekriterien der verwendeten Instrumente
4.3 Stichprobenkonstruktion
4.4 Durchführung
4.5 Statistische Auswertung
5 Ergebnisse
5.1 Stichprobenbeschreibung
5.2 Vergleich der beiden Messzeitpunkte
5.3 Hypothesenprüfende Datenauswertung
6 Diskussion und Ausblick
6.1 Interpretation der Untersuchungsergebnisse
6.2 Reflexion der Untersuchung
6.3 Implikation für die weitere Forschung
6.4 Implikation für die Praxis
7 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Einfluss von Achtsamkeit auf das Stresserleben von Studierenden unter Berücksichtigung der Selbstwirksamkeitserwartung, um festzustellen, inwieweit diese Faktoren zur Stressbewältigung beitragen können.
2.2.1 Historie der Achtsamkeit
Die Entwicklung der Achtsamkeit kann in fünf Phasen eingeteilt werden. Seinen Ursprung findet das Konzept der Achtsamkeit, mit einer 2.500 Jahre alten Tradition, im Buddhismus. Achtsamkeit bezeichnet in diesem Fall eine konkrete Art der Aufmerksamkeit und ist auf die Erfahrungen des momentanen Augenblicks bezogen. Diese Erfahrungen sollen weder bewertet werden, noch soll versucht werden sich mit ihnen zu identifizieren (Tammena & Iwers-Stelljes, 2014). Innerhalb des Buddhismus gibt es verschiedene, komplexe Strömungen und Schulen. Beispielsweise hat sich in Südostasien und Sri Lanka der „Theravada“ ausgebreitet und in China der „Zen“ beziehungsweise „Chan“. Der tibetische Buddhismus reicht von „Mahayana“ bis zum tantrischen „Vayrayana“. Diese Strömungen betrachten Achtsamkeit auf unterschiedliche Art und Weise (Heidenreich & Michalak, 2004). Das Konstrukt wird zum einen als eine Eigenschaft, die es zu entwickeln und zu verbessern gilt und zum anderen „als ein Aspekt der uns innewohnenden Natur des Geistes“ (Heidenreich & Michalak, 2004, S. 27) verstanden.
In den ältesten Schriften des Buddhismus ist die Rede von „sati“. Dies ist eine sinngemäße Übersetzung für Achtsamkeit in der Sprache Pāli (Heidenreich & Michalak, 2004). Pāli ist eine frühe Form des Mittelindoarischen. Es wird vermutet, dass die Lehre Buddhas in dieser Sprache zum ersten Mal niedergeschrieben wurde (Bechert & Gombrich, 2000). „Sati“, ist wie anfangs beschrieben, eine Art der Aufmerksamkeit des gegenwärtigen Momentes ohne Bewertung und Verurteilung. Die Lehre des Buddha besagt, dass Achtsamkeit sowohl der Weg als auch das Ziel ist. Die Reden und Taten des Buddhas wurden in drei sogenannten Körben von seinen Jüngern niedergeschrieben. Diese lauten „Vinaya Pitaka“, „Sutta Pitaka“ und „Abidhamma Pitaka“. Das „Sutta Pitaka“ ist in verschiedene Sammlungen, die „Nikaya“ eingeteilt. In der mittleren Sammlung dieser Lehrrede ist die „Rede von den Grundlagen der Achtsamkeit“, der „Satipatthana Sutta“, dargestellt. Diese Rede des Buddhas ist für viele buddhistische Strömungen die Grundlage ihrer Praktiken. Achtsamkeit wird hier in vier Trainings- und Beobachtungsbereiche eingeteilt.
1 Einleitung: Beleuchtet den Achtsamkeitstrend vor dem Hintergrund einer zunehmend stressigen Umwelt und der besonderen Belastungsfaktoren für Studierende.
2 Theoretischer Hintergrund: Definiert die zentralen Konstrukte Stresserleben, Achtsamkeit, achtsamkeitsbasierte Verfahren sowie Selbstwirksamkeit und gibt eine Übersicht zum Forschungsstand.
3 Hypothesen: Leitet auf Basis des theoretischen Rahmens fünf gerichtete Zusammenhangshypothesen zur Untersuchung des Stresserlebens ab.
4 Methode: Erläutert das quantitative Forschungsdesign, die Erhebungsinstrumente (SCI, FFA, SWE) sowie das Vorgehen bei der Stichprobenkonstruktion und Durchführung.
5 Ergebnisse: Stellt die Ergebnisse der statistischen Auswertung dar, einschließlich der Stichprobenbeschreibung und der Hypothesenprüfung mittels Korrelationsanalysen.
6 Diskussion und Ausblick: Interpretiert die Ergebnisse, reflektiert das methodische Vorgehen kritisch und leitet Implikationen für Forschung und Praxis ab.
7 Fazit: Fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Bedeutung der untersuchten Konstrukte für den Studienalltag.
Achtsamkeit, Stresserleben, Selbstwirksamkeit, Studierende, Stressbewältigung, MBSR, Intervention, psychische Gesundheit, Studienbelastung, Coping, Längsschnittstudie, Stressoren, kognitiv-transaktionale Stresstheorie, Achtsamkeitsbasierte Verfahren, psychische Belastung
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Achtsamkeit, Selbstwirksamkeit und dem Stresserleben von Studierenden und prüft, ob Achtsamkeitsübungen zur Stressreduktion beitragen können.
Die zentralen Themenfelder umfassen psychologische Stresstheorien, Konzepte der Achtsamkeit (insbesondere MBSR), die Theorie der Selbstwirksamkeit nach Bandura und deren Anwendung bei studentischen Belastungsfaktoren.
Ziel ist es, den Einfluss von Achtsamkeit auf das Stresserleben zu analysieren und zu klären, welche Bedeutung die Selbstwirksamkeitserwartung in diesem Kontext einnimmt.
Es wurde eine deduktive Längsschnittstudie mit einer quantitativen Online-Befragung an einer Stichprobe von N=42 Studierenden durchgeführt, wobei Messwiederholungen vor und nach einer 14-tägigen Interventionsphase analysiert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Hintergrund, die Hypothesenbildung, die methodische Vorgehensweise, die Ergebnisanalyse sowie eine Diskussion, in der die Hypothesen auf Basis der Daten validiert werden.
Wichtige Begriffe sind Achtsamkeit, Stresserleben, Selbstwirksamkeit, Stressbewältigung, MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction), studentische Studienbelastung und quantitatives Coping.
Die Untersuchung konnte einen starken positiven Zusammenhang zwischen Achtsamkeit und Selbstwirksamkeitserwartung statistisch belegen, wobei die Selbstwirksamkeit sich als besserer Prädikator für Achtsamkeit erwies.
Die Daten deuten auf eine tendenzielle Verbesserung im Umgang mit Stress und eine Reduktion des Stresserlebens nach dem Interventionszeitraum hin, wobei der Effekt jedoch variiert.
Die Selbstwirksamkeit gilt als zentrale Ressource bei der Bewältigung kritischer Anforderungssituationen, deren Einfluss auf das Stresserleben bei Studierenden zuvor wissenschaftlich wenig erforscht war.
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