Bachelorarbeit, 2020
53 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Anorexia nervosa
2.1. Allgemeines
2.2. Erscheinungsbild der Anorexia nervosa
2.2.1. Psychosoziales Erscheinungsbild
2.2.2. Körperliches Erscheinungsbild und Folgen
2.3. Ätiologie
2.4. Psychische Komorbiditäten
2.5. Verlauf
3. Selbstverletzendes Verhalten
3.1. Allgemeines
3.2. Ätiologie
3.3. Funktionen des selbstverletzenden Verhaltens
3.4. Erkennungsmerkmale für die Soziale Arbeit
4. Suizidalität
4.1. Allgemeines
4.2. Formen
4.3. Ätiologie
4.4. Erkennungsmerkmale für die Soziale Arbeit
5. Allgemeine Vorgehensweise zu Hilfsmöglichkeiten für an Anorexia nervosa erkrankte Jugendliche
5.1. Erkenntnis der Erkrankung und Motivationsförderung zur Behandlung
5.2. Psychotherapie
5.2.1. Ambulantes Setting
5.2.2. Teilstationäres Setting
5.2.3. Stationäres Setting
5.3. Hilfen zur Alltagsbewältigung
5.3.1. Ambulante/teilstationäre Hilfen
5.3.2. Stationäre Hilfen
6. Hilfen im sozialarbeiterischen Kontext bei anorektischen Mädchen mit selbstverletzendem Verhalten und Suizidalität
6.1. Hilfen bei anorektischen Mädchen mit selbstverletzendem Verhalten
6.2. Hilfen bei anorektischen Mädchen mit Suizidalität
7. Fazit
Die Bachelor-Arbeit untersucht, welche Hilfsmöglichkeiten Sozialarbeiterinnen bei weiblichen Jugendlichen mit Anorexia nervosa zur Verfügung stehen, insbesondere wenn die Betroffenen zusätzlich Symptome von selbstverletzendem Verhalten oder Suizidalität zeigen. Ziel ist es, fundiertes Wissen über diese Krankheitsbilder und deren Begleiterscheinungen zu vermitteln sowie Handlungsstrategien aufzuzeigen, um die Unsicherheit in der pädagogischen Praxis zu minimieren und professionelle Unterstützung zu gewährleisten.
2.1. Allgemeines
Die Anorexia nervosa (AN), auch (Pubertäts)-Magersucht genannt, ist eine Form der Essstörung und heißt übersetzt „nervös bedingte Appetitlosigkeit“ (Friedrich et al., 2014, S.5). Die Übersetzung ist missverständlich, da die Betroffenen nicht an einer Appetitlosigkeit leiden. Gerade am Anfang werden die Hungergefühle bewusst unterdrückt (vgl. Friedrich et al., 2014, S.5).
Die AN gehört zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und ist die dritthäufigste chronische Erkrankung in der weiblichen Jugend. Sie zeigt die höchste Neuerkrankungsrate zwischen dem vierzehnten und neunzehnten Lebensjahr. Ungefähr jedes fünfzigste Mädchen in der entsprechenden Altersspanne erkrankt an einer AN. Neue Untersuchungen haben ergeben, dass die AN im Jugendalter zunimmt (vgl. Herpertz-Dahlmann, 2020, S. 327).
Im Vordergrund der Erkrankung stehen hierbei der willentlich herbeigeführte extrem hohe Gewichtsverlust und die daraus resultierende Folge des dauerhaft zu niedrigen Körpergewichts. Die Betroffenen haben panische Angst vor einer der Norm entsprechenden Gewichtszunahme und denken trotz des Untergewichts, dass sie zu dick sind (vgl. Preuß, 2010, S. 179).
Weitere charakteristische Züge sind das schwierige Essverhalten, geprägt durch die dauerhafte Beschäftigung mit dem Thema „Essen“, die extreme Sorge um das Gewicht und eine gestörte Wahrnehmung des eigenen Körperbildes, indem sie ihr eigenes, abgemagertes Erscheinungsbild selbst nicht wahrnehmen (vgl. Simchen, 2016, S.47).
Für die Einteilung der AN im Jugendalter sind drei Typen relevant. Die Unterscheidung findet zwischen der Form des passiven/restriktiven Typus (der Gewichtsverlust gelingt durch die Begrenzung der Nahrungszufuhr und/oder exzessive körperliche Aktivität), des aktiven/bulimischen Typus (neben der eingeschränkten Nahrungszufuhr kommt es zur Einnahme von Laxativum, Diuretikum oder selbst herbeigeführtem Erbrechen) und des atypischen Typus (hierbei sind nur einige klinische Kriterien vorhanden) statt (vgl. Preuß, 2010, S.179; Steinhausen, 2019, S.233).
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Anorexia nervosa, ihre psychischen Folgen und die Relevanz der Unterstützung durch die Soziale Arbeit bei begleitendem selbstverletzendem Verhalten.
2. Anorexia nervosa: Detaillierte Darstellung des Krankheitsbildes, seiner Erscheinungsformen, Ursachen und psychischen Komorbiditäten bei Jugendlichen.
3. Selbstverletzendes Verhalten: Analyse des Phänomens SVV, seiner Funktionen als Bewältigungsstrategie und der notwendigen Erkennungsmerkmale für pädagogische Fachkräfte.
4. Suizidalität: Erläuterung der Formen und Hintergründe von Suizidalität im Jugendalter sowie Darstellung der Warnsignale, die ein sofortiges Handeln erfordern.
5. Allgemeine Vorgehensweise zu Hilfsmöglichkeiten für an Anorexia nervosa erkrankte Jugendliche: Überblick über therapeutische Ansätze und verschiedene Settings sowie Strategien zur Motivationsförderung und Alltagsbewältigung.
6. Hilfen im sozialarbeiterischen Kontext bei anorektischen Mädchen mit selbstverletzendem Verhalten und Suizidalität: Konkrete Interventionsmöglichkeiten und Krisenbewältigung für Sozialarbeiterinnen bei Vorliegen dieser komplexen Begleitsymptome.
7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse hinsichtlich der Fragestellung und Ausblick auf die Bedeutung fachlicher Qualifizierung für die Arbeit mit dieser Zielgruppe.
Anorexia nervosa, Soziale Arbeit, Mädchen, Jugendalter, Selbstverletzendes Verhalten, Suizidalität, Essstörung, Krisenintervention, Psychosoziale Hilfe, Motivationsförderung, stationäre Behandlung, psychiatrische Komorbidität, Bewältigungsstrategien, therapeutisches Setting, Jugendhilfe.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Unterstützungsmöglichkeiten, die Sozialarbeiterinnen für an Anorexia nervosa erkrankte Mädchen anbieten können, sofern diese zusätzlich selbstverletzendes Verhalten oder Suizidalität aufweisen.
Zentrale Themen sind die Anorexia nervosa als Essstörung, die Phänomenologie von SVV und Suizidalität sowie die verschiedenen klinischen und pädagogischen Hilfesettings für betroffene Jugendliche.
Das Ziel ist es, das Fachwissen der Leser über diese Krankheitsbilder zu vertiefen und konkrete Handlungsoptionen für die Soziale Arbeit aufzuzeigen, um Unsicherheiten im professionellen Umgang abzubauen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und einer kritischen Auseinandersetzung mit vorhandenen Fachpublikationen, um Hilfsmöglichkeiten systematisch abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der drei Störungsbilder (AN, SVV, Suizidalität) sowie die anschließende Darstellung konkreter Hilfs- und Interventionsangebote im sozialpädagogischen Alltag.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Anorexia nervosa, Soziale Arbeit, Krisenintervention, Selbstverletzendes Verhalten und Suizidalität beschreiben.
Die MI dient dazu, die oft ambivalente Haltung der Betroffenen gegenüber einer Behandlung zu adressieren und durch einen kooperativen Gesprächsstil die intrinsische Motivation zur Veränderung zu fördern.
BELLA ist ein Akronym für die fünf wichtigsten Aspekte der Krisenintervention: Beziehungsaufbau, Erfassung der Situation, Linderung der Symptomatik, Einbezug des sozialen Umfelds und Aktivierung von Ressourcen.
Wohngruppen bieten einen intensiven Lebenskontext, in dem Sozialarbeiterinnen rund um die Uhr Unterstützung bei der Alltagsbewältigung und der Etablierung eines gesunden Essverhaltens leisten können.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

