Bachelorarbeit, 2021
69 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Der Gewaltbegriff und Gewalt gegen Schiedsrichter im Amateurfußball
2.1 Der Gewaltbegriff und Formen der Gewalt
2.2 Gewalt gegen Schiedsrichter im Amateurfußball
3. Das Sicherheitsgefühl von Schiedsrichtern im Amateurfußball
3.1 Begriffsbestimmung Sicherheitsgefühl
3.2 Erklärungsgrößen des Sicherheitsgefühls
3.3 Einflussfaktoren auf das Sicherheitsgefühl auf dem Fußballplatz
3.4 Der Forschungsstand im Kontext von Fußballschiedsrichtern
4. Präventionsmaßnahmen
4.1 Grundlagen der Prävention
4.2 Primäre Gewaltprävention
4.2.1 „Fair ist mehr“
4.2.2 „Fair Play-Tage“
4.2.3 „Fair Play-Liga“
4.3 Sekundäre Gewaltprävention
4.3.1 „Ordnungs- und Sicherheitsdienst“
4.3.2 Lizensierung von Trainern
4.4 Tertiäre Gewaltprävention
5. Zwischenfazit
6. Empirische Untersuchung
6.1 Einführung in die empirische Sozialforschung
6.2 Konzeption der empirischen Studie
6.2.1 Die verwendete Methode
6.2.2 Beschreibung des Datenerhebungsinstrumentes
6.2.3 Durchführung der empirischen Erhebung
7. Darstellung der Ergebnisse
7.1 Auswertung
7.2 Ergebnisse der Fragebogenuntersuchung
7.2.1 Stichprobenkonstruktion
7.2.2 Empirische Analysen
8. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Sicherheitsgefühl von aktiven Schiedsrichtern im KFV Harz, um zu klären, welche Faktoren dieses beeinflussen. Ziel ist es, auf Basis einer empirischen Untersuchung und unter Berücksichtigung bestehender Präventionsmaßnahmen Erkenntnisse zu gewinnen, die Aufschluss über die Sicherheitssituation bei Spielleitungen geben.
2.1 Der Gewaltbegriff und Formen der Gewalt
Gewalt ist Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Disziplinen und umfasst je nach Definition sehr unterschiedliche Phänomene, Praktiken, soziale, politische und ökonomische Konstellationen und Verhältnisse sowie deren jeweilige Ursachen und Folgen. Juristisch wird Gewalt definiert: „Als körperlicher Zwang die Entfaltung von Kraft oder durch sonstige physische Einwirkung, die nach ihrer Intensität dazu geeignet ist, die freie Willensentschließung oder Willensbetätigung eines anderen zu beeinträchtigen.“ In der Kriminologie und den Sozialwissenschaften ist die Auslegung des Gewaltbegriffes nicht einheitlich. Die Gewalt ist Forschungsgegenstand von Gewaltforschern in den unterschiedlichen Disziplinen der Wissenschaft. Dort werden der Gewaltbegriff und die Gewalt je nach Disziplin anders verstanden und im Kontext der Fragestellung, der wissenschaftlichen Zielsetzung und Problemstellung anders interpretiert. „Wird man aber Gewalt verstehen und sich nicht in der Vielfältigkeit von Gewaltbegriffen, die zugleich die Ausdifferenzierung von Gewaltverständnissen anzeigt, verlieren, dann gilt es, Typen und Formen, Dimensionen und Sinnstrukturen, Dynamiken und Kontexte von Gewalt zu unterscheiden.“
Es gibt unterschiedliche Arten der Gewalt gegen Schiedsrichter. Nicht alle werden sofort erkannt. Deutliche Anzeichen, wie eine eingeschlagene Scheibe am Fahrzeug des Schiedsrichters, oder ein durch eine Körperverletzung verursachtes blaues Auge während oder nach dem Spiel, werden eher auffallen als Angstzustände oder Schlaflosigkeit nach Beleidigungen und Drohungen durch Spieler und Zuschauer. Nach Schwind werden zwei Formen der Gewalt unterschieden. Die erste Form benennt er als personale Gewalt. Diese wird in die physische und die psychische Gewalt unterteilt. Die physische Gewalt kann sowohl gegen Personen als auch gegen Sachen ausgeübt werden.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Rückgang der Schiedsrichterzahlen und die zunehmende Gewaltproblematik, die in der Öffentlichkeit durch mediale Berichte über Angriffe auf Unparteiische verstärkt wahrgenommen wird.
2. Der Gewaltbegriff und Gewalt gegen Schiedsrichter im Amateurfußball: Dieses Kapitel definiert Gewalt theoretisch und differenziert zwischen personaler und struktureller Gewalt, wobei der Fokus auf den spezifischen Gewaltformen gegenüber Schiedsrichtern liegt.
3. Das Sicherheitsgefühl von Schiedsrichtern im Amateurfußball: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Sicherheitsgefühls und dessen Bestimmungsgrößen sowie der aktuelle Forschungsstand im Kontext der Fußballschiedsrichter erörtert.
4. Präventionsmaßnahmen: Das Kapitel erläutert Konzepte der Prävention im Fußball und stellt konkrete Maßnahmen wie primäre, sekundäre und tertiäre Präventionsstrategien vor.
5. Zwischenfazit: Das Zwischenfazit fasst den theoretischen Rahmen zusammen und begründet den weiteren Forschungsbedarf für den KFV Harz.
6. Empirische Untersuchung: Dieses Kapitel führt in die Methoden der empirischen Sozialforschung ein und erläutert die Konzeption, das Datenerhebungsinstrument sowie die Durchführung der eigenen Studie.
7. Darstellung der Ergebnisse: Die Ergebnisse der Fragebogenuntersuchung werden hier ausgewertet und durch grafische Darstellungen visualisiert.
8. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, prüft die aufgestellten Hypothesen und reflektiert kritisch den gesamten Forschungsprozess.
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Die Arbeit befasst sich mit dem Thema Gewalt gegen Schiedsrichter im Amateurfußball und untersucht, wie sich verschiedene Präventionsmaßnahmen auf das Sicherheitsgefühl von Schiedsrichtern im Landkreis Harz auswirken.
Die zentralen Themen sind der theoretische Gewaltbegriff, die Analyse des Sicherheitsgefühls, die verschiedenen Ebenen der Prävention im Fußball sowie die Durchführung einer empirischen Studie unter Schiedsrichtern.
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage: Welche Faktoren beeinflussen das Sicherheitsgefühl von Schiedsrichtern bei ihren Spielleitungen im KFV Harz?
Es wird eine quantitative empirische Sozialforschungsmethode angewandt, wobei Daten mittels eines Online-Fragebogens erhoben und anschließend statistisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Gewalt und Sicherheitsgefühl sowie eine praktische empirische Untersuchung, inklusive der Erstellung und Auswertung eines standardisierten Fragebogens.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Sicherheitsgefühl, Gewaltprävention, Schiedsrichter, Amateurfußball, empirische Forschung und Konfliktmanagement charakterisieren.
Die Mehrheit der befragten Schiedsrichter im KFV Harz (93,10 %) fühlt sich bei ihren Spielleitungen eher sicher oder sehr sicher.
Die Schiedsrichter stehen den bestehenden Präventionsmaßnahmen, wie etwa dem Einsatz vereinseigener Ordner, eher kritisch oder skeptisch gegenüber, was den Bedarf an weiterführenden Schulungen unterstreicht.
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