Bachelorarbeit, 2021
79 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Soziale Bewegungen im digitalen Zeitalter
3 Fridays for Future als soziale Bewegung
4 Öffentliche Meinung zu Fridays for Future
5 Verwandte Studien
6 Forschungsfragen und Hypothesen
7 Methode
7.1 Auswahl der Untersuchungsgegenstände
7.2 Opinion mining
7.3 Topic Modeling
7.4 Manuelle Sentimentanalyse
8 Ergebnisse
8.1 Preprocessing
8.2 Topic Modeling Gesamtkorpus
8.3 Topic Modeling Teilkorpora
8.3.1 Teilkorpus 2019
8.3.2 Teilkorpus 2020
8.3.3 Teilkorpus 2021
8.3.4 Worthäufigkeiten
8.4 Sentimentanalyse
8.4.1 Wörterbuchbasierte Sentimentanalyse
8.4.2 Manuelle Sentimentanalyse
8.4.3 Thematische Gemeinsamkeiten
9 Fazit
Die Arbeit untersucht das Stimmungsbild und die Diskussionsthemen in Kommentaren zu Instagram-Posts der Klimaschutzbewegung Fridays for Future, um Veränderungen im zeitlichen Verlauf zu erfassen und die Eignung automatisierter Analysemethoden in diesem Kontext zu bewerten.
1 Einleitung
„Gallionsfigur für die einen, Hassfigur für die anderen“, so fasst Simanowski (2019) die Meinungen über Greta Thunberg als eine der bekanntesten Klimaaktivist*innen zusammen. Im Sommer 2018 sitzt sie anfangs noch allein mit einem Plakat, das die Aufschrift „Schulstreik für das Klima“ (Jakob, 2019) trägt, vor dem schwedischen Parlament und demonstriert für das Einhalten des Pariser Klimaabkommens. Doch schon im Januar 2019 findet der erste zentral-organisierte Klimastreik in Deutschland von Fridays for Future (im Weiteren FFF genannt) in Berlin statt, mit angeblich mehr als 10000 Teilnehmern. Keine zwei Monate später wird am 15. März 2019 der erste globale Klimastreik organisiert. Über 100 Länder beteiligen sich an den Protesten, allein in Deutschland finden an mindestens 200 Standorten Klimastreiks statt (Schirmer, Kainz & Blickle, 2019). FFF ist wohl spätestens zu diesem Zeitpunkt nicht mehr aus der gesellschaftlichen Debatte wegzudenken (Wehrden, Kater-Wettstädt & Schneidewind, 2019). Dazu trägt zum Großteil auch die starke Nutzung der Social Media-Plattformen, vor allem Instagram, bei. Auf diesem Weg erreicht FFF zwar eine breite mediale Öffentlichkeit, erntet letztlich aber auch scharfe Kritik. Insbesondere die Verletzung der Schulpflicht, das geringe Alter der Teilnehmer und die gestellten Forderungen werden häufig in den Medien diskutiert (Sommer, Rucht, Haunss & Zajak, 2019). Oftmals wird der FFF-Bewegung auch ihre Ernsthaftigkeit abgesprochen, durch Bezeichnungen wie „Kinderkreuzzug“ oder „Bewegung der Wohlstandskinder“ (Rucht, 2019). Vor allem das Klischee „[m]it dem SUV zur Öko-Demo und danach mit dem Flieger in den Urlaub“ (Simanowski, 2019) ist vorherrschend. Dennoch kann Instagram als sehr fördernd für FFF angesehen werden, denn die Plattform ermöglicht „mobile, soziale und visuelle Kommunikation“ (Kernen, Adriaensen & Tokarski, 2021, S. 355). Als „eine (teil-)öffentliche Plattform, die many-to-many-Kommunikation erlaubt“ (Oswald, 2021, S. 19), bietet Instagram unter anderem die wichtige Kommentar-Funktion an, welche als direkter Modus der Evaluation angesehen werden könne (Oswald, 2021, S. 19).
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Fridays for Future Bewegung und deren Nutzung von Instagram ein und formuliert das Forschungsziel der Analyse.
2 Soziale Bewegungen im digitalen Zeitalter: Dieses Kapitel erläutert, wie soziale Medien wie Instagram kollektive Identität und Partizipation bei modernen sozialen Bewegungen fördern.
3 Fridays for Future als soziale Bewegung: Es werden die zentralen Ziele und Forderungen der FFF-Bewegung sowie deren Wandlung und Mobilisierungsstrategien dargestellt.
4 Öffentliche Meinung zu Fridays for Future: Hier wird der Forschungsstand zur medialen und gesellschaftlichen Wahrnehmung von FFF und deren politischen Einfluss zusammengefasst.
5 Verwandte Studien: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über bestehende wissenschaftliche Arbeiten zu Sentimentanalyse und Topic Modeling im Kontext von sozialen Bewegungen und Klimawandel.
6 Forschungsfragen und Hypothesen: Die Arbeit leitet basierend auf der Literaturrecherche die zentrale Fragestellung sowie zwei Hypothesen zur Stimmung und Thematik der Instagram-Kommentare ab.
7 Methode: Dieser Abschnitt beschreibt das methodische Vorgehen bei der Datenerhebung, der automatisierten Textanalyse mittels R sowie der manuellen Validierung.
8 Ergebnisse: Die Kapitel stellen die Preprocessing-Schritte, die Topic-Modellierung der Korpora sowie die Ergebnisse der automatisierten und manuellen Sentimentanalyse dar.
9 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, diskutiert die Limitationen der Methodenkombination und gibt Ausblicke für zukünftige Forschungen.
Fridays for Future, Instagram, Sentimentanalyse, Topic Modeling, Soziale Bewegungen, Opinion Mining, Klimawandel, Digitale Kommunikation, Politische Partizipation, Kommentarfunktion, Öffentliche Meinung, Manuelle Codierung, Textanalyse, Klimagerechtigkeit, Soziale Medien.
Die Arbeit untersucht das Stimmungsbild und die Diskussionsthemen in den Kommentaren unter Instagram-Beiträgen der Fridays for Future Bewegung über einen Zeitraum von drei Jahren.
Die zentralen Themen umfassen Klimaschutzforderungen, politische Kontroversen, die Verbindung zu anderen politischen Gruppierungen (z.B. Antifa, Feminismus) sowie die Kritik an Protestformen.
Das Ziel ist es, zu analysieren, wie die Stimmung in Kommentaren zu FFF-Beiträgen aussieht und ob sich diese über die Zeit verändert hat.
Es wurde eine Kombination aus automatisierter (wörterbuchbasierter) Sentimentanalyse und Topic Modeling in R sowie eine validierende manuelle Inhaltsanalyse (Codebuch) angewendet.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Methodenbeschreibung, die Auswertung der Themenmodelle sowie eine umfassende Analyse der Sentimentwerte und deren Validierung.
Die wichtigsten Begriffe sind Fridays for Future, Instagram, Sentimentanalyse, Topic Modeling, soziale Medien und Klimakommunikation.
Die manuelle Analyse diente als Gegenprobe, da automatisierte Wörterbuchansätze oft den Kontext, Sarkasmus oder Emojis nicht korrekt erfassen können.
Die Untersuchung zeigt, dass 2020 das negativste Jahr war, während ab 2021 eine positive Tendenz im Sentiment der Kommentare festzustellen ist.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

