Bachelorarbeit, 2021
53 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau und Methodik der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Risikomanagement
2.1.1 Begriffsklärung und allgemeine Grundlagen
2.1.2 Nutzen und Bedeutung
2.1.3 Stufen des Risikomanagementprozesses
2.1.4 Risikomanagement in der Supply Chain
2.2 Einkauf
2.2.1 Begriffsklärung, Tätigkeitsschwerpunkte und Ziele
2.2.2 Organisationsformen von Einkaufsabteilungen
2.2.3 Hebelwirkung von Erfolgspotenzialen im Einkauf
2.3 Strategisches Lieferantenmanagement als Prozess
2.3.1 Allgemeine Überlegungen
2.3.2 Lieferantenauswahl
2.3.3 Lieferantenbewertung
2.3.4 Lieferantenentwicklung und -controlling
2.3.5 Lieferantenintegration
3 Risikomanagement im Einkauf und die Bedeutung strategischer Lieferantenbeziehungen
3.1 Visualisierung einkaufstypischer Risiken mit Hilfe einer Risk Map
3.1.1 Risk Map: Vorstellung und allgemeine Charakterisierungen
3.1.2 Risk Map im Einkauf
3.2 Einsatz ausgewählter Konzepte des strategischen Lieferantenmanagements zur Eindämmung von Einkaufsrisiken – unterschieden nach Einflussfaktoren
3.2.1 Qualitätsrisiken
3.2.2 Lieferverzögerungen
3.2.3 Lieferantenausfälle
4 Resümee und Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht die zentrale Fragestellung, wie Einkaufs- und Beschaffungsabteilungen modernen Risiken begegnen können und welchen spezifischen Beitrag Instrumente des strategischen Lieferantenmanagements zur Steigerung der Supply-Chain-Resilienz leisten können.
3.1.2 Risk Map im Einkauf
Generell lassen sich Risiken im unternehmerischen Umfeld und somit auch im Einkauf in endogene, also selbst beeinflussbare, wie Managementschwächen und fehlende Frühwarnsysteme und exogene, ergo fremdbeeinflusste, Ursachen wie Preisverfall, Marktsättigung und Preissteigerungen bei Lieferanten unterscheiden. Da sich die vorliegende Arbeit mit der Bedeutung strategischer Lieferantenbeziehungen für das Risikomanagement beschäftigt, werden hier nur exogene auf Beschaffungstätigkeiten bezogene Risiken betrachtet. Eine 2019 durchgeführte Studie der Einkaufs- und Supply-Chain-Management-Beratung Inverto identifizierte fünf maßgebliche Risikogruppen in Einkauf und Beschaffung.
Da es für die allgemeine Betrachtung von Einkaufsrisiken unmöglich ist, Schadensausmaße und Eintrittswahrscheinlichkeiten genau zu quantifizieren, wird im Folgenden eine Klassifizierung der einzelnen Bedrohungen gemäß der in 2.1.3.2 beschriebenen Methodik vorgenommen.
Versorgungsrisiken genossen bereits 2020 unter Einkäufern die höchste Priorität. Die aktuellen ökonomischen Umstände zeichnen ein klares Bild, wie akut diese Bedrohung für Unternehmen ist. So ergab eine im Oktober 2021 veröffentliche Umfrage des ifo Institus, dass nach aktuellem Stand 74 % aller Einzelhändler in Deutschland Lieferverzögerungen zu beklagen haben. Eine Ursache dieses Phänomens ist die massiv zurückgegangene Pünktlichkeit internationaler Containerschiffe, die entsprechende Quote betrug im Dezember 2020 lediglich 44,6 %. Vor diesen Hintergründen ist die Eintrittswahrscheinlichkeit von Versorgungsrisiken als sehr hoch und damit mit 5 Indexpunkten zu bewerten. Die Eintrittsfolgen eines Risikos dieser Risikogruppe sind oft jene Kosten, die durch nicht nutzbare Mengen entstehen, viel schwerwiegender sind aber Umsatzeinbußen durch ausbleibende Auslieferungen und Verkäufe. Man spricht bei durch Abweichung und Fehlern entstandenen Kosten auch vom Preis der Abweichung (PdA). Zwar schlagen sich hier die ausbleibenden Erträge nieder, sie sind aber entstehenden Kosten nachzustellen, wodurch das Schadensausmaß als mittel und somit mit 3 Indexpunkten bewertet wird.
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz widerstandsfähiger Lieferketten und definiert die Forschungsfrage bezüglich des Risikomanagements im Einkauf.
2 Grundlagen: Hier werden die theoretischen Konzepte des Risikomanagements, die Aufgaben moderner Einkaufsabteilungen und der Prozess des strategischen Lieferantenmanagements dargelegt.
3 Risikomanagement im Einkauf und die Bedeutung strategischer Lieferantenbeziehungen: Dieser Hauptteil verknüpft Risikomanagement-Instrumente mit dem Lieferantenmanagement und analysiert spezifische Risiken wie Qualität, Lieferverzögerungen und Lieferantenausfälle.
4 Resümee und Ausblick: Das Fazit fasst die Bedeutung eines systematischen Risikomanagements zusammen und gibt einen Ausblick auf die Notwendigkeit zukünftiger Forschung zur Supply-Chain-Resilienz.
Risikomanagement, Einkauf, Lieferantenmanagement, Supply-Chain-Resilienz, Beschaffungsrisiken, Risk Map, Lieferantenintegration, Versorgungsrisiken, Qualitätssicherung, Lieferantenausfall, Reverse Factoring, Unternehmensinsolvenz, Supply Chain Finance, Strategische Lieferantenbeziehungen, Fehlerkosten.
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen des Risikomanagements im Einkauf und zeigt auf, wie durch strategisches Lieferantenmanagement die Widerstandsfähigkeit von Lieferketten (Supply-Chain-Resilienz) nachhaltig gesteigert werden kann.
Zentrale Themenfelder sind das klassische Risikomanagement, die strategische Gestaltung von Lieferantenbeziehungen, die Identifikation von Beschaffungsrisiken und die Implementierung präventiver Steuerungsmaßnahmen.
Das Ziel ist die Konzeption von Risikomanagementprozessen für Einkaufsabteilungen, welche in der Lage sind, exogene Bedrohungen durch eine engere Einbindung strategischer Partner erfolgreich zu bewältigen.
Der Autor nutzt eine fundierte Literaturrecherche zum aktuellen Forschungsstand in Verbindung mit der Analyse ausgewählter Anwendungsfälle aus der Praxis, um daraus Lösungsmodelle abzuleiten.
Der Hauptteil widmet sich der Visualisierung von Risiken mittels Risk Maps und untersucht detailliert Konzepte zur Bewältigung von Qualitätsrisiken, Lieferverzögerungen und Lieferantenausfällen.
Neben dem Risikomanagement sind Supply-Chain-Resilienz, Lieferantenintegration, Qualitätssicherungsvereinbarungen und Kennzahlen zur finanziellen Stabilität von Lieferanten zentrale Begriffe.
Reverse Factoring verbessert die Liquidität von Lieferanten, was deren finanzielle Stabilität erhöht und somit das Eintrittsrisiko von Lieferantenausfällen durch Insolvenz aktiv reduziert.
Während mikroumweltliche Faktoren oft beeinflussbar sind, entziehen sich makroökonomische Faktoren (wie politische Spannungen) dem Einfluss, weshalb deren Analyse im Rahmen der Lieferantenauswahl essenziell ist, um weit entfernte Risiken frühzeitig zu erkennen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

