Bachelorarbeit, 2022
49 Seiten, Note: 2,0
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
1 Einleitung
2 Sachanalyse
2.1 Begriffserklärung
2.2 Technische Funktionsweise autonomer Fahrzeuge
2.3 Rechtliche Situation und Klassifizierung in Deutschland
2.4 Vorteile der Nutzung autonomer Fahrzeuge im öffentlichen Straßenverkehr
3 Ethische Grundlagen in der Debatte um autonomes Fahren
3.1 Technikethik: neue Fortschritte erfordern neue Regeln
3.2 Maschinenethik: Verantwortung und Autonomie
3.3 Roboterethik: moral patients und moral agents
3.4 Künstliche Intelligenz: wie Maschinen intelligent sein können
4 Analyse aus ethischer Perspektive: autonomes Fahren
4.1 Ethische Fragen und Herausforderungen
4.2 Dilemmasituationen
4.3 Deontologie vs. Konsequentialismus
4.4 Autonome Fahrzeuge aus kantianischer Sicht
4.4.1 Prinzip des kategorischen Imperativs
4.4.2 Kantianische Bewertung der Nutzung autonomer Fahrzeuge
4.4.3 Kantianische Implementierung und Bewertung der Dilemmata
4.5 Autonome Fahrzeuge aus utilitaristischer Sicht
4.5.1 Prinzip des Nutzens
4.5.2 Utilitaristische Bewertung der Nutzung autonomer Fahrzeuge
4.5.3 Utilitaristische Implementierung und Bewertung der Dilemmata
5 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die ethischen Implikationen des autonomen Fahrens im öffentlichen Straßenverkehr. Das primäre Ziel besteht darin, auf Grundlage einer deontologischen und einer konsequentialistischen Analyse die Forschungsfrage zu beantworten, ob und inwiefern autonome Fahrzeuge aus ethischer Sicht im Straßenverkehr eingesetzt werden sollten.
4.2 Dilemmasituationen
Weitere Herausforderungen werden durch Dilemmasituationen hervorgebracht. In der Debatte um die Nutzung autonomer Fahrzeuge werden oftmals Dilemmasituationen angeführt. Dies ist begründet in der Aussagekraft der kritischen Situationen innerhalb der Debatte (vgl. Grunwald & Brändle, 2019, S. 284). Die Aussagekraft besteht darin, dass Dilemmasituationen sämtliche moralische Fragen bündeln und eine Bewertung der Situation bzw. des Verhaltens innerhalb der Situaion fordern. Die Aussagekraft wird nicht gestärkt durch die Häufigkeit der Situationen im Alltag. Im Gegenteil, die Frequenz dieser Situationen kann die Aussagekraft schwächen, da solche Situationen in der Realität nicht oft vorkommen (vgl. Grunwald & Brändle, 2019, S. 286) (vgl. Gasser, 2015, S. 555). Dennoch erhalten Dilemmasituationen einen hohen Stellenwert innerhalb der Debatte, da die Fortschritte der Technik autonomen Fahrzeugen erlauben, in Bruchteilen einer Sekunde Entscheidungen zu treffen. Im Folgenden werden einzelne potentielle Dilemmasituationen beschrieben, die durch die Nutzung autonomer Fahrzeuge entstehen können. Dies dient der Veranschaulichung der Relevanz der Entscheidungskriterien (der ausgewählten implementierten Moral) des autonomen Fahrzeugs.
Ein mögliches Szenario, in dem zwangsläufig zwischen zwei Übeln entschieden werden muss, ist der Fall, wenn ein Wildtier vor das autonome Fahrzeug springt. Das Fahrzeug ist gezwungen entweder die Geschwindigkeit beizubehalten und das Tier zu verletzen bzw. zu töten oder abrupt zu bremsen und damit die Insassen zu gefährden. In dem Dilemma muss zwischen dem Tierwohl und dem Wohl der Insassen abgewägt werden.
1 Einleitung: Stellt das Problem der hohen Unfallzahlen durch menschliches Versagen vor und definiert die Forschungsfrage bezüglich der ethischen Vertretbarkeit des autonomen Fahrens.
2 Sachanalyse: Erläutert die technischen Grundlagen, rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland sowie die potenziellen Vorteile des autonomen Fahrens.
3 Ethische Grundlagen in der Debatte um autonomes Fahren: Untersucht die Rolle der Technik-, Maschinen- und Roboterethik sowie Konzepte der Künstlichen Intelligenz für das autonome Fahren.
4 Analyse aus ethischer Perspektive: autonomes Fahren: Analysiert ethische Herausforderungen und Dilemmata aus deontologischer (kantianischer) und konsequentialistischer (utilitaristischer) Sicht.
5 Fazit: Resümiert die Ergebnisse und stellt fest, dass beide ethischen Positionen den Einsatz autonomer Fahrzeuge grundsätzlich positiv bewerten, die konkrete algorithmische Implementierung jedoch eine offene Herausforderung bleibt.
Autonomes Fahren, Ethische Analyse, Deontologie, Konsequentialismus, Maschinenethik, Künstliche Intelligenz, Dilemmasituationen, Verantwortung, Kategorischer Imperativ, Utilitarismus, Technikethik, Autonomie, Moralische Akteure, Algorithmen, Straßenverkehrssicherheit
Die Arbeit beschäftigt sich mit den ethischen Voraussetzungen und Problemen, die durch den Einsatz von autonomen Fahrzeugen im öffentlichen Straßenverkehr entstehen.
Die Arbeit untersucht, ob und inwiefern autonome Fahrzeuge aus der Sicht der Ethik im öffentlichen Straßenverkehr genutzt werden sollten.
Zu den Kerngebieten zählen die technische Funktionsweise, rechtliche Aspekte, die Anwendung moralischer Theorien wie des Kantianismus und Utilitarismus sowie die Frage der Verantwortung.
Die Arbeit nutzt eine interdisziplinäre ethische Analyse, bei der existierende philosophische Grundmodelle auf die spezifischen Herausforderungen technischer Systeme angewendet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse, eine Darstellung ethischer Grundlagen sowie eine vertiefte Analyse ethischer Herausforderungen und Dilemmata anhand verschiedener philosophischer Positionen.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie autonomes Fahren, Maschinenethik, deontologische versus konsequentialistische Ethik und die Problematik der moralischen Verantwortungszuschreibung.
Es dient als prominentes Beispiel für Dilemmasituationen, um zu verdeutlichen, wie verschiedene ethische Algorithmen auf kritische Entscheidungen reagieren würden.
Aufgrund der potenziell erhöhten Sicherheit und der damit einhergehenden Lebensrettung bewerten Utilitaristen den Einsatz generell positiv, da der Gesamtnutzen höher eingeschätzt wird als die Freiheitseinbußen.
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